Zigarettenschmuggel aus Osteuropa boomt

Zigarettenschmuggel aus Osteuropa boomt

Wenn die Mitarbeiter des Hauptzollamtes Ulm zur Kontrolle anrücken, haben Schmuggler nichts mehr zu lachen. Zum Einsatz kommen modernste Röntgentechnik, sensible Spürhunde und jede Menge Erfahrung. Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr konnten die Ulmer Zöllner die Anzahl sichergestellter Zigaretten verdoppeln. Auf über 582-tausend Stück.

Die Steigerung der geschmuggelten Zigaretten könnte einerseits an der im vergangenen Jahr gestiegenen Tabaksteuer liegen. Andererseits durchqueren viele Schmuggler die Region auf dem Weg in Länder, in denen die Tabaksteuer noch höher ist.

Im vergangenen Jahr hat das Hauptzollamt Ulm bei Kontrollen erstmals auch 50-tausend nicht zugelassene Corona-Tests und eine Million FFP2-Masken ohne CE-Kennzeichnung aus dem Verkehr gezogen.

Einer der großen Schwerpunkte bleibt weiterhin ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Insgesamt 12.694 Arbeitnehmer wurden von den Ulmer Zöllnern im vergangenen Jahr kontrolliert. Dabei wurden 2.460 Strafverfahren und 857 Bußgeldverfahren eingeleitet. Der aufgedeckte Beitragsschaden für die Sozialversicherungen in Deutschland betrug dabei 15,5 Millionen Euro.

Der Bedarf an Mitarbeitern beim Zoll steigt weiter an. Zum 1. August dieses Jahres will das Hauptzollamt Ulm deshalb 70 neue Auszubildende einstellen.