Wegen Corona – Stadttauben sollen Hunger leiden

Wegen Corona – Stadttauben sollen Hunger leiden

Britta Leins aus Korb ist in Sorge. Seit vielen Jahren engagiert sich die Tierschützerin für Stadttauben. Dieses Jahr sollen die ihre Hilfe mehr denn je brauchen, denn laut der Umwelt -und Sicherheitsingenieurin reicht das Futter für die Tauben in der Innenstadt bei Weitem nicht aus. Schuld soll Corona sein. Weil wegen Corona weniger Menschen ihre Speisen in der Innenstadt verzehren, fallen folglich auch weniger Reste für die Tauben ab, so die Tierschützern. Ein Aussetzen des Fütterungsverbots in der Innenstadt könnte dem Entgegenwirken. Mit ihrer Forderung wendet sich Britta Leins an die Stadt Stuttgart, die allerdings anderer Meinung ist.

Dieser Thematik zugrunde liegt aber eigentlich ein ganz anderes Problem. Der Taubenbestand in der Stadt ist zu hoch. Und hier sind sich Stadt und Tierschützer einig: dieser muss dringend reguliert werden. Eine Lösung sind betreute Taubenschläge. Tauben können dort ihre Eier legen, die dann durch Attrappen ausgetauscht werden. Der Verein Straßentaube und Stadtleben arbeitet hier bereits gemeinsam mit der Stadt Stuttgart im „Stadttauben-Projekt“ zusammen. Bislang gibt es in Stuttgarts Innenstadt nur elf solcher Taubenschläge.

Wer einen geeigneten Standort weiß, kann sich hier bei der Stadt melden:

Mail: Sicherheit@stuttgart.de