Veterinäre wollen Kuhstall in Ehingen weiter streng beobachten

Veterinäre wollen Kuhstall in Ehingen weiter streng beobachten

Nach dem Durchgreifen des Veterinäramtes diese Woche in einem Kuhstall in Ehingen gibt es unterschiedliche Reaktionen. Tierschützer begrüßen das Vorgehen. Viele Landwirte sehen es mit Skepsis. Weil bei Routinekontrollen Mängel in der Tierhaltung aufgefallen sind, haben die Amtstierärzte diese Woche reagiert. Der Betrieb war dem Veterinäramt schon längere Zeit durch Mängel im Hinblick auf die artgerechte Haltung der Tiere sowie Unzulänglichkeiten in der Betriebsführung bekannt. Trotz regelmäßiger Kontrollen durch das Veterinäramt verschlechterten sich die Zustände zunehmend.

Da eine tierschutz- sowie tierseuchenrechtlich konforme Haltung des Bestandes laut der Amtstierärzte nicht mehr sichergestellt war, war die sofortige Beschlagnahmung eines Teils dieser Tiere erforderlich. In einer mehrstündigen gemeinsamen Aktion von Veterinäramt und weiteren Behörden sowie eines Viehhändlers konnten die 15 Rinder unter Mitwirkung sicher verladen werden. Die Tiere wurden an einen Viehhändler übergeben, der sie weiter vermarktet. Die Einziehung der 15 Rinder dient dem Ziel, diese Tiere vor weiteren Schmerzen, Leiden oder Schäden durch tierschutzwidrige Zustände zu bewahren.

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises betont, dass die Verantwortung für die Tierhaltung grundsätzlich beim Tierhalter liegt. Er muss dafür sorgen, dass seine Tiere nach den gesetzlichen Regeln gehalten und versorgt werden. Die Beschlagnahme von Tieren zählt zu den schärfsten Maßnahmen der Veterinärverwaltung. Bei der Kontrolle diese Woche auf einem Hof in Ehingen fanden die Amtstierärzte teils stark vernachlässigte und unterversorgte Tiere sowie stark verschmutzte und teils zu beengte Verhältnisse in den Ställen vor.

Das Veterinäramt wird den Betrieb auch weiterhin engmaschig im Auge behalten, um den Zustand der verbliebenen Tiere zu überprüfen. Sollte sich die Situation auf dem Hof auch in absehbarer Zeit nicht ändern, muss der Landwirt im schlimmsten Fall damit rechnen, dass auch seine restlichen Tiere beschlagnahmt werden und er ein Tierhaltungsverbot bekommt.