Urteil im „Karlsruher Eiszeit-Prozess“

Urteil im „Karlsruher Eiszeit-Prozess“

Freigesprochen und dennoch verurteilt. Dass er einen terroristischen Anschlag auf eine vorweihnachtliche Eislaufbahn in Karlsruhe geplant haben soll, konnte dem 32 Jahre alten Angeklagten aus Freiburg nicht eindeutig nachgewiesen werden. Nach über zwei Jahren Verhandlung an dem Oberlandesgericht in Stuttgart wurde der Deutsche mit kurdischen Wurzeln von diesem Vorwurf heute freigesprochen. Zweifelsfrei überzeugt sind die Richter aber davon, dass der Mann dem sogenannten Islamischen Staat angehörte und die Terrormiliz unterstützt hat. Dafür muss er für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Wie lang er hinter Gittern bleibt, ist noch unklar. Die dreijährige Untersuchungshaft und eine Gefängnisstrafe im Irak werden noch vom Strafmaß abgezogen.