Schranke zu für Rettungskräfte

Schranke zu für Rettungskräfte

Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent. Schnelle Hilfe tut Not.

Was aber, wenn die Retter zwar alarmiert und einsatzbereit sind, wegen der Regionalbahn nach Aulendorf oder dem Intercity Lindau-München aber an verschlossenen Schranken stehen während sie jenseits des Bahnübergangs reanimieren sollten? Der konstruierte Fall ist nicht aus der Luft gegriffen. In Kißlegg stehen die Johanniter bei durchschnittlich jedem vierten Einsatz im Schnitt rund vier Minuten am Bahnübergang an der Schlossstraße. Das soll sich ändern.

Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen plant die Unterführung der Straße unter den Schienen hindurch in Kißlegg – und auch in Wangen. Der Chef der Behörde, Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU), sagt, in Wangen werde man nach der Landesgartenschau mit den Arbeiten beginnen. Wann es in Kißlegg losgehen könnte, will er nicht sagen. Warum Tappeser keine Prognose für die Fertigstellung der Bahnunterführung in Kißlegg macht und was die Projekte so kompliziert und langwierig macht – ein Überblick.