Ulm gedenkt dem Schicksal eines „Asozialen“

Ulm gedenkt dem Schicksal eines „Asozialen“

Vor genau 77 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Auf dem Gelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 7.000 Menschen. In dem Konzentrationslager ermordeten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen. Heute wird der Tag der Befreiung gefeiert – in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Auch in Ulm wird heute gedacht. Unter anderem in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg.

Sie will an Wilhelm Hummel erinnern. Er war ein Ulmer, der von den Nationalsozialisten als „Asozialer“ in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Sogenannte „Asoziale“, die nicht die nationalsozialistische Weltansicht teilten, seien lange als Opfergruppe der Nazis vergessen worden. Aus dieser Gruppe der Verfolgten gebe es nur wenige Zeugnisse.

Auch digital wird an die Opfer gedacht. Auf der Webseite des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg – kurz DZOK – stehen Kurzbiografien zu den Opfern der NS-Euthanasie. Im Stadthaus wird ab 20 Uhr der Film „Ann Dorzback: ein jüdisches Leben“ gezeigt. Interessierte können sich die Premiere auf dem Youtube-Kanal des DZOK ansehen.