Taten statt Tüten: Revolution in der Suchthilfe?

Taten statt Tüten: Revolution in der Suchthilfe?

Abends mal ein Gläschen oder zwei, ab und zu einen Joint. Das ist ja noch keine Sucht. Oder? Aber wie weiß ich, ab wann mein Konsum nicht mehr normal ist. Und wenn ich das feststelle. Was mach ich dann? Allein in Stuttgart gelten rund 30.000 Menschen offiziell als suchtkrank. Viele mehr laufen unter dem Radar. Hier will ASSIST ansetzen: ein neues Suchthilfeprogramm, das gerade am Klinikum Stuttgart in Kooperation mit der Uniklinik Ulm entwickelt wird und vom Bund mit 2,2 Millionen Euro gefördert wird. Es könnte auf ganz Deutschland übertragbar sein. Nun soll es erstmals getestet werden. Dafür suchen die Projektbeteiligten nun freiwillige Probanden. Heute haben sie an der Paulinenbrücke den Anfang gemacht. Wir haben sie dabei begleitet und sind Miso begegnet, der uns von seinem schweren Kampf gegen die Sucht erzählt hat.

Wer an der Studie ASSIST teilnehmen will, muss mindestens 18 Jahre alt und suchterkrankt sein. Testpersonen erhalten 70 Euro Aufwandsentschädigung und werden in die Suchthilfe aufgenommen. Das Anmeldeportal gibts hier:https://suchthilfeportal.de/