Studie fordert deutlichen Ausbau von Kita-Plätzen

Studie fordert deutlichen Ausbau von Kita-Plätzen

Sie arbeiten gerne bei einer Lautstärke, die einem startenden Düsenjet entspricht – bleiben cool, wenn sich ein Kind die Bastelschere in den Oberarm bohrt – und es macht Ihnen nicht aus, wenn Ihnen Helikopter-Eltern im 14. Berufsjahr Ihren Job erklären? Mit einer solchen Stellenanzeige sucht die Gemeinde Eschach im Ostalbkreis Mitarbeiter für ihre Kindertagesstätte.

Qualifizierte Fachkräfte sind bundesweit schwer zu finden, wie der erstmals von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule“ zeigt. Dieser prognostiziert, dass bis 2030 mit den bestehenden Ausbildungskapazitäten in Bayern 34.000 Personen in den Beruf eintreten werden. Damit bis dahin in allen Kitas eine kindgerechte Personalausstattung gemäß wissenschaftlicher Empfehlungen sowie ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, werden allerdings mehr als 37.000 Erzieherinnen zusätzlich benötigt.

Diese Lücke ist aus Sicht der Experten bis 2030 weder durch die Aufstockung der Ausbildungskapazitäten zu schließen, noch lassen sich bis dahin genügend Quereinsteigerinnen gewinnen und pädagogisch qualifizieren. Die Bertelsmann Stiftung spricht daher die Empfehlung aus, zumindest ein Etappenziel anzustreben, um bundesweit gleichwertige Lebensverhältnisse in der frühkindlichen Bildung zu schaffen.