Corona-Kommunikation der Bundesregierung formal unverständlich

Corona-Kommunikation der Bundesregierung formal unverständlich

Die Corona-Kommunikation der Bundesregierung ist formal nur schwer verständlich. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Hohenheim. Frank Brettschneider, Politik- und Kommunikationswissenschaftler, und sein Team haben rund 1.300 Pressemitteilungen der Bundesregierung untersucht. Der Hohenheimer Verständlichkeitsindex stellt die formale Verständlichkeit von Texten auf einer Skala von 0 (schwer verständlich) bis 20 (leicht verständlich) dar.

Die Studie hat dabei nicht den Inhalt der Pressemitteilungen untersucht, sondern nur deren formale Verständlichkeit. Hörfunknachrichten kommen im Verständlichkeitsindex beispielsweise auf einen Wert von 16, politikwissenschaftliche Doktorarbeiten auf 4. Die untersuchten Pressemitteilungen erreichen im Schnitt eine 7,4.

Frank Brettschneider kritisiert lange Sätze und Wörter und viele Fremdwörter in den Mitteilungen. Zwar seien die häufig gestellten Fragen (FAQ) auf den Internetseiten besser zu verstehen, dennoch lassen auch sie laut dem Professor zu wünschen übrig. Auch die wurden untersucht. Wenn Maßnahmen nur schwer verständlich kommuniziert werden, könne das zu einer verminderten Akzeptanz führen, so Brettschneider.