Schritt für Schritt zurück zum Klinikalltag auf der Ostalb

Schritt für Schritt zurück zum Klinikalltag auf der Ostalb

Das Knie schmerzt doch die vielversprechende Operation ist wegen des Corona-Virus abgesagt. So geht es gerade vielen Menschen. In den vergangenen Wochen durften die Krankenhäuser ausschließlich dringende und lebensnotwendige Operationen durchführen. Jetzt sind unter bestimmten Bedingungen auch wieder sogenannte elektive Eingriffe erlaubt, also Operationen die auch aufschiebbar sind. Die Ostalb Kliniken haben jetzt ein Konzept vorgestellt, wie sie in den nächsten Wochen und Monaten immer weiter zum Normalbetrieb zurückkehren wollen.

Seit Anfang März hatten die Kliniken Ostalb rund 50 Prozent der Betten für Corona-Patienten vorgehalten. Insgesamt 155 an COVID-19 erkrankte Patienten wurden seit Beginn der Corona-Pandemie auf den Isolierstationen behandelt, 28 benötigten eine Intensivbetreuung. Auch vier Kinder waren unter den Erkrankten. Während Notfälle weiterhin ohne Einschränkungen behandelt werden konnten, mussten über 1.000 planbare Eingriffe größtenteils verschoben werden. Zwar zahlt der Bund eine Entschädigung für die freigehaltenen Betten, diese würde die fehlenden Einnahmen bei weitem nicht ausgleichen. Landrat Klaus Pavel spricht von 2,9 Millionen Euro, die fehlen. Die Kosten für die zusätzlich vorgehaltenen Notfallkliniken kommen noch dazu.

Um zur Krankenhausnormalität zurückzukehren können seid dieser Woche die OP-Kapazitäten zu 70 Prozent wieder für Elektiveingriffe geöffnet werden. Dabei müssen 25 Prozent der Intensivbetten für COVID-19-Patienten freigehalten werden. Die zweite, ab 25. Mai geplante Stufe sieht vor, dass die OP-Kapazitäten um zehn Prozent auf 80 Prozent für Elektiveingriffe erweitert werden. Und in der dritten Stufe, die ab 8. Juni 2020 greifen soll, wird die OP-Kapazität zu 90 Prozent für Elektiveingriffe geöffnet. Ebenfalls ab 8. Juni soll die Intensivbetten-Reserve schrittweise in 21-tägigen Abständen um jeweils fünf Prozent gesenkt werden.

„Selbstverständlich überprüfen wir täglich die einzelnen Schritte mit Blick auf die Entwicklung der Coronafälle in unseren drei Kliniken und passen den Klinikbetrieb im Bedarfsfall an den einzelnen Standorten in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd an“, betont der Verwaltungsratsvorsitzende der Kliniken, Prof. Dr. Ulrich Solzbach.

Die Ärzte appellieren, bei akuten und chronischen Erkrankungen sowie in Notfällen unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und dies nicht aus Sorge vor einer Infektion zu unterlassen und dadurch schwere Gesundheitsschäden zu riskieren.