Maßnahmen nach Schlachthof-Skandal in Gärtringen

Maßnahmen nach Schlachthof-Skandal in Gärtringen

Das Landratsamt Böblingen hat erste Maßnahmen nach Bekanntwerden des Schlachthof-Skandals in Gärtringen ergriffen. So soll es zum einen mehr Personal und weniger Schlachtungen geben. Zum anderen sollen nun zwei Tierärzte vor Ort die Betäubung und den Zutrieb der Tiere kontrollieren. Außerdem hat die SOKO Tierschutz dem Landratsamt zugesichert, das gesamte Videomaterial zur Auswertung zur Verfügung zu stellen. Das sollen nach Medienberichten mehr als 100 Stunden sein.

Bislang gehen der Betreiber und das Veterinärsamt davon aus, dass es sich bei den schockierenden Bildern um Einzelfälle handelt.

Die SOKO Tierschutz hatte das Video am Wochenende im Internet veröffentlicht. In dem etwa zweieinhalb-minütigen Zusammenschnitt sind mehrfach massive Fälle von Tierquälerei zu sehen. Unter anderem Schweine, die bei der Schlachtung nicht richtig betäubt sind, und Rinder die beim Zutrieb mit Stockstichen in den After gequält werden. Das Landratsamt hatte daraufhin am Montag eine Pressekonferenz einberufen und Stellung bezogen. Landrat Roland Bernhard hat eine schonungslose Aufklärung versprochen und sogar eine kurzzeitige Schließung des Betriebs nicht ausgeschlossen.