Renninger Krippe im Zeichen von Corona

Renninger Krippe im Zeichen von Corona

Pfarrer Franz Pitzal baut seit vielen Jahren die Martinuskirche im Renninger Stadtteil Malmsheim zu einer gigantischen Krippe um. Dabei greift der 84-Jährige jedes Mal Themen unserer Zeit auf. Da kam er an der Corona-Pandemie nicht vorbei. Bei der 41. Renninger Krippe stellt der Pfarrer die heilige Familie daher in ein überdimensionales Coronavirus.

Pitzal ist sich bewusst, dass das durchaus kritisch gesehen werden kann. Doch der Ehrenbürger der Stadt Renningen will den Menschen mit der Krippe Hoffnung geben. Seit Beginn der Pandemie hat der Pfarrer bereits Spenden für 14 Länder in Afrika, Asien und Südamerika gesammelt. Die sind auch in der Krippe Thema.
In diesem Jahr ist aber natürlich auch die Krippenausstellung eine andere. Gäste dürfen nur in begrenzter Zahl in Gottesdiensten die Figuren und Bauten bestaunen.

Normalerweise kommen rund 70.000 Menschen in der Krippenzeit vom dritten Advent bis Maria Lichtmess nach Malmsheim, um die Krippe zu besuchen. Darunter unter anderem auch Ministerpräsidenten. Nur einer von ihnen ist noch nicht zur Krippe gekommen. Kretschmann hat sich zwar vor acht Jahren angekündigt, jedoch kurzfristig abgesagt.

Nach Kritik aus der Kirchengemeinde ist die Heilige Familie jetzt aus dem Virus ausgezogen und hat ihren Platz mitten in der Kirche. Pfarrer Pitzal ist zwar überrascht von der Reaktion, äußert aber Verständnis und sieht in der Neuaufstellung auch einen Gewinn für die Krippe.