Regen und Kälte setzen Biobauern zu

Regen und Kälte setzen Biobauern zu

Schwankende Temperaturen und viel Regen beeinflussen die Erntebilanz der Landwirte. Auf dem Gemüsehof Hörz in Filderstadt hat sich das Wetter deutlich auf den Ertrag ausgewirkt. Der Biohof spürt sogar Ernte-Einbußen von rund 30 Prozent. Viele Sorten haben durch das feuchte Wetter Schädlinge bekommen oder sind langsamer gewachsen als normalerweise. Die Ernte verzögert sich um etwa drei Wochen. Für den Betriebsleiter des Gemüsehof Hörz, Frederic Saria, ist klar: Das ist kein gewöhnliches Jahr. Besonders beim Unkraut spüre man den Unterschied zwischen der biologischen und der konventionellen Landwirtschaft. Auf dem Biohof wird das Unkraut von Hand gejätet und das gehe bei Regen einfach nicht. Nachtschattengewächse, wie Auberginen, haben dagegen von dem Wetter sogar profitiert.

Der Gemüsehof Hörz legt Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Schon 1995 haben die Inhaber Beate und Jörg Hörz auf Bio umgestellt. Unter anderem für ihre Gemüsekiste, Energiegewinnung mit Photovoltaik-Anlagen und soziale Projekte, die sie unterstützen, wurden sie dieses Jahr mit dem zweiten Platz beim Landeswettbewerb „Bestes Bio-Betriebskonzept“ ausgezeichnet.