Polizei kontrolliert LKW und Reisebusse

Polizei kontrolliert LKW und Reisebusse

Falsch gesicherte Ladung, zu wenig Abstand, zu hohe Geschwindigkeit – es gibt viele Gründe, weshalb es im Straßenverkehr mal schnell gefährlich werden kann. Damit es auf unseren Straßen möglichst sicher ist, führt die Polizei regelmäßig Kontrollen durch. In dieser Woche sogar europaweit und angekündigt. Am europaweiten Kontrolltag „Truck & Bus“ beteiligt auch auch die Verkehrspolizei Neu-Ulm. Am Mittwoch wurde der Verkehr auf der Autobahn 8 kontrolliert, dazu holten Streifenwagen Lastwagen und Busse aus dem fließenden Verkehr und lotsten sie zur Raststätte Leipheim.

Ein gutes Dutzend Polizeibeamte hat sich im hinteren Bereich des Parkplatzes eingerichtet. Auf der Fahrbahn liegen zwei Radlastwaagen, mit denen achsweise die Fahrzeuggewichte festgestellt werden. Dieses Mal liegt am Vormittag der Schwerpunkt auf dem sogenannte leichten Schwerverkehr, also überwiegend Transporter mit einem zulässigen Gewicht von 3,5 Tonnen, die auch mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden dürfen. Die Reisebusse stehen dann am Nachmittag im Mittelpunkt der Kontrollen.

Klaus Rostek, stellvertretender Leiter der Verkehrspolizei Neu-Ulm, bezeichnet die Kontrollen als ganzheitlich, es werden Fahrzeuge, Ladung, Fahrer und Mitfahrer kontrolliert. Auch wenn aus Rosteks Erfahrung die Fahrzeugtechnik in den Jahren immer besser geworden ist, so muss man auch hier immer wieder die Reifen und Bremsen im Auge behalten, denn der Verschleiß ist nicht aufzuhalten. Eine unbemerkt in das Reifenprofil hineingefahrene Schraube kann zu Luftmangel und schweren Unfällen führen.

Bei der Ladung geht es vor allem um die Ladungssicherung, damit die Fracht nicht bei einer Vollbremsung ins Rutschen gerät oder gar vom Fahrzeug fällt. Der Fahrer ist für seine eigene Sicherheit und die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer verantwortlich. So musste ein Lkw-Fahrer die Gurte, mit denen er die geladenen Metallteile gesichert hatte, nachspannen, da sie sich durch Verrutschen der Ladung gesichert hatten. Auch über die notwendige Verwendung von Antirutschmatten wurde er von den Polizisten aufgeklärt.

Zu viel Ladung ist ein verbreitetes Problem der Kleintransporter, oft ist noch Platz im Fahrzeug, auch wenn das zulässige Gewicht erreicht ist. Ein Transporter voller Altkleider durfte nicht weiterfahren, denn seine Ladung war rund eine Tonne zu schwer. Der Chef des Fahrers musste mit einem anderen Lastwagen zur Kontrollstelle kommen und ein Teil der Ladung musste umgeladen werden, um die zulässigen Gewichtsgrenzen einhalten zu können. Der Fahrer und auch Verlader bekommen für die Überladung einen Bußgeldbescheid.

Elektronische Fahrtenschreiber zeichnen in Lastwagen die gefahrene Geschwindigkeit auf, die Polizei kann so auch Verstöße erkennen, die schon mehrere Tage zurückliegen. Neben der Geschwindigkeitskontrolle werden auch die Lenk- und Ruhezeiten kontrolliert. Der ganzheitliche Kontrollansatz geht jedoch noch weiter. Beamte der Fahndungsgruppe sind ebenfalls an der Raststätte im Einsatz und kontrollieren Führerscheine und Ausweise. Die Gültigkeit von Führerscheinen und Aufenthaltsgenehmigungen werden genauso überprüft wie die Echtheit der vorgelegten Dokumente.

Am Nachmittag ist zusätzlich ein Rauschgift-Spürhund im Einsatz, um Fahrgäste und Gepäck in den Reisebussen kontrollieren zu können.
Neben solchen speziellen Kontrolltagen kontrolliert die Verkehrspolizei täglich auf der Autobahn den Verkehr, nicht nur mit leicht erkennbaren Streifenwagen, sondern auch mit zivilen Fahrzeugen.