PCR-Priorisierung: Kritiker warnen vor ungerechter Behandlung

PCR-Priorisierung: Kritiker warnen vor ungerechter Behandlung

Nur bestimmte Berufsgruppen und Hochrisikopatienten sollen priorisiert werden – wenn es um PCR-Tests geht. Das haben Bund und Länder gestern in einer Videokonferenz beschlossen. Denn die Labore sind momentan stark ausgelastet. Das hat auch Mario Schneider bemerkt, der unter Anderem im Ulmer Theatro ein Testzentrum betreibt. Er findet die Entscheidung gut, vulnerablen Gruppen bei PCR-Tests den Vortritt zu lassen.

Ganz so locker sieht es der Sozialverband VdK Baden-Württemberg nicht. Die Entscheidung sei zwar richtig gewesen, Hochrisikopatienten bei den PCR-Tests zu priorisieren. „Aber wir dürfen nicht die Anderen benachteiligen. Wenn es darum geht: ich bin frisch Genesener, ich habe damit das Recht wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, sagt Thomas Schärer vom VdK Baden-Württemberg. Das sehe er noch nicht so ganz erfüllt.

Denn wer seinen Genesenenstatus belegen möchte, braucht einen Nachweis per PCR-Test. Ein Schnelltest reicht nicht aus. Diese Vorgabe stammt vom Robert-Koch-Institut. Auf Anfrage von Regio TV wollte sich das RKI noch nicht dazu äußern, ob diese Vorgabe geändert werden soll.