OB-Wahlkampf: Wer profitiert von Kienzles Rückzug?

OB-Wahlkampf: Wer profitiert von Kienzles Rückzug?

Veronika Kienzle hat am Mittwoch überraschend angekündigt, nicht weiter für den OB-Posten in Stuttgart kandidieren zu wollen. Das ist das Ergebnis aus stundenlangen Gesprächen mit den weiteren Bewerbern Marian Schreier und Hannes Rockenbauch. Eigentlich wollte das öko-soziale Lager in Stuttgart sich auf einen starken Kandidaten einigen. Das ist jedoch nicht gelungen. Nach Kienzles Rückzug machen Schreier und Rockenbauch weiter. Für keinen von beiden will die Zweitplatzierte vom Sonntag eine Wahlempfehlung aussprechen.

Profitieren könnte CDU-Kandidat Frank Nopper, der bereits am Sonntag die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Der Oberbürgermeister von Backnang war ebenfalls überrascht von Kienzles Rückzug, doch die Bemühungen, ihm einen starken Kandidaten aus dem öko-sozialen Lager für die Neuwahl am 29. November entgegenzustellen, seien für ihn noch überraschender gewesen. Nopper geht zuversichtlich in die Neuwahl, betont allerdings, dass noch nichts entschieden ist.

Auf dem Stimmzettel am 29. November stehen die drei Top-Kandidaten Schreier, Nopper und Rockenbauch auf den Plätzen eins bis drei. Sechs weitere Bewerbungen hat der Gemeindewahlausschuss am Donnerstag zur Wahl zugelassen.