Landtagswahl 2021: „Kampfkandidatur“ bei den Alb-Donau Grünen

Landtagswahl 2021: „Kampfkandidatur“ bei den Alb-Donau Grünen

Wer wird der Nachfolger von Jürgen Filius? Der Grüne, der erstmals das Direktmandat des Alb-Donau Kreises für die Grünen holte, tritt nicht mehr an. Schon im Januar warf der Ulmer Stadtrat Michael Joukov-Schwelling zusammen mit Ersatzkandidatin Elena Weber seinen Hut in den Ring. Nun, knapp zwei Wochen vor der Entscheidung durch die Parteibasis tritt nun ein zweites Kandidatenteam an: Der Söflinger Masallah Dumlu, der in Illerkirchberg aktiv ist, möchte zusammen mit Isabelle Jürgens nun ebenfalls für den Posten antreten. Er hatte schon lange mit der Idee gespielt und rechnet sich gute Chancen aus.

Dass zwei Kandidaten innerhalb einer Partei antreten, ist selten geworden. Daher wird es inzwischen oft martialisch als „Kampfkandidatur“ bezeichnet. Doch eigentlich gehört Konkurrenz zu den Grundprinzipien einer Demokratie. Und Joukov-Schwelling hält nichts davon, dass viele Parteien Posten oft im Hinterzimmer absprechen. Nun aber müssen beide Teams gegeneinander um die Stimmen der Parteibasis kämpfen.
Allerdings: Der Begriff „Kampfkandidatur“ trügt – zumindest bei den Grünen. Denn sowohl Herausforderer als auch Herausgeforderter  sehen die Kandidatur gegeneinander recht entspannt. Für sie gehört das zu einer gelebten Demokratie schlicht dazu.

Doch egal wie es am 15. Juli im Ulmer Roxy ausgeht: Für die Gewinner der Abstimmung geht es danach erst richtig los. Denn dann beginnt der eigentliche Wahlkampf.