Kritik an einrichtungsbezogener Impfpflicht wird wieder lauter

Kritik an einrichtungsbezogener Impfpflicht wird wieder lauter

Im Bundestag ist die allgemeine Impfpflicht gescheitert. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht allerdings gilt. Die Kritik an deren Durchsetzung wird nun wieder lauter. Die Landratsämter seien damit überfordert, heißt es unter anderem. Auch immer mehr Sozialverbände in Baden-Württemberg fordert die Abschaffung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Nach dem Aus der allgemeinen Impfpflicht fühlen sich Gesundheitseinrichtungen durch die Teil-Impfpflicht benachteiligt.

Darauf angesprochen, verwies Ministerpräsident Kretschmann am Dienstag in Stuttgart auf den Bund. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht sei als ein Baustein für eine allgemeine Impfpflicht eingeführt worden. Der Bund solle nun überlegen, wie es mit der Teil-Impfpflicht nach der Abstimmung im Bundestag über die allgemeine Impfpflicht weitergeht. Kretschmann selbst hat nach eigenen Angaben darüber noch keinen abschließenden Eindruck gebildet und will sich darüber aber noch einmal intensiv mit den Einrichtungen und seinem Gesundheitsminister austauschen.