Offener Brief: Kritik an Anträgen für November- und Dezember-Hilfen

Offener Brief: Kritik an Anträgen für November- und Dezember-Hilfen

Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland bringt für die Geschäftsführenden finanzielle Probleme mit sich. Der Bund hat den betroffenen Betrieben schnelle und unbürokratische Hilfen für den November und Dezember versprochen. Die kommen jedoch nur langsam oder noch gar nicht an. So zum Beispiel bei Tine Hämmerle aus Fellbach-Schmiden. Dort betreibt die Floristin ihr Blumengeschäft, das seit dem 16. Dezember geschlossen ist. Hämmerle konnte die Hilfen bisher noch nicht einmal beantragen.

Das bereitet der Fellbacherin Sorgen, weshalb sie sich an Oberbürgermeisterin Gabriele Zull gewandt hat. Die hat in den vergangenen Wochen häufig solche Gespräche geführt. Daher hat Zull nun einen offenen Brief an Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut geschrieben. Die Rückmeldungen zu den angekündigten Hilfen seien bitter und man müsse aufpassen, dass kein Vertrauen verloren geht.

Der Bund hat angekündigt, das Antragsverfahren für die November- und Dezember-Hilfen vereinfachen und die Höhe der Förderung anpassen zu wollen. Informationen vom Bundeswirtschaftsministerium zu den Anträgen finden Sie hier: Überbrückungshilfen Unternehmen

Das Landeswirtschaftsministerium hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass von den bisher gestellten Anträgen die meisten bewilligt wurden und „die Abschlagszahlungen auf die November- und Dezember-Hilfe ganz überwiegend ausgezahlt wurden“.