Kretschmann mahnt zur Vorsicht und kritisiert Wohnhaus-Aufmärsche

Kretschmann mahnt zur Vorsicht und kritisiert Wohnhaus-Aufmärsche

Sogenannte Spaziergänger sind am Sonntag und Montag zum Wohnhaus von Winfried Kretschmann (Grüne) gezogen. Der Ministerpräsident hat dieses Verhalten auf der Regierungspressekonferenz in Stuttgart am Dienstag deutlich kritisiert. „Das geht überhaupt nicht!“, sagte der 73-Jährige.

Am Mittwoch treffen sich Bund und Länder, um das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Schon vorab wurden einige Punkte aus der Beschlussvorlage für die Runde bekannt. So könnten von 4. März an die Regeln für Gastronomie und Hotellerie gelockert werden. Auch Clubs sollen ab diesem Datum möglicherweise wieder öffnen. Ebenfalls vorgesehen ist, dass vom 20. März an tiefergehende Einschränkungen fallen könnten. Winfried Kretschmann sieht ein festes Datum kritisch, will sich weiter an der Lage orientieren. Die bezeichnete er als fragil.

Diesen Punkt will Kretschmann in die Beratungen einbringen. Sein Amtskollege Markus Söder (CSU) hingegen schaffte am Dienstag Fakten. In Bayern sollen die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte entfallen, in die Stadien sollen wieder bis zu 25.000 Menschen dürfen (im Sport maximal 50 Prozent Auslastung, im Kultur-Bereich 75 Prozent), wo 2G-plus galt, soll nun 2G gelten und von 2G soll auf 3G reduziert werden. Kretschmann betonte, dass sich Bund und Länder am Mittwoch möglichst auf einheitliche Regeln verständigen wollen.