Impftstofffreigabe in Arztpraxen – Hausarzt im Gespräch

Impftstofffreigabe in Arztpraxen – Hausarzt im Gespräch

Die Priorisierung über Astrazeneca hinaus ist für die Arztpraxen aufgehoben worden. Ab Montag können demnach alle Impfwilligen jeden verfügbaren Impfstoff erhalten. Die Hausärzte begrüßen diese Entscheidung. So auch Dr. Thomas Heyer. Er führt in Stuttgart-Giebel eine Gemeinschaftspraxis und ist auch Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Baden-Württemberg.

Seit bekannt wurde, dass die Priorisierung aufgehoben wird, steht auch in seiner Praxis das Telefon nicht mehr still. Doch wer jetzt denkt, man könne sich einfach den Impfstoff seiner Wahl verabreichen lassen, irrt. So weit seien die Praxen noch nicht. Laut Dr. Heyer liege das eben am Impfstoffmangel. So lange dieser nicht behoben sei, müssen die Impfwilligen auch Verständnis dafür aufbringen, dass sie entweder auf einen anderen Impfstoff ausweichen oder sich weiter gedulden müssen. Das dies aber auch zu unschönen Situationen im Praxisalltag führt, bestätigt uns der Stuttgarter Internist. Dies sei aber die Ausnahme.

Was die neue Regelung für die Praxen im Alltag bedeutet und ob Astrazeneca denn nun wirklich, wie vielfach behauptet, in den Kühlschränken liegen bleibt, hat uns Dr. Heyer aus seiner Sicht geschildert und unter anderem auch Stellung bezogen zur Diskussion um eine faire Bezahlung der Impfungen und den digitalen Impfpass.