Immobilienkonzern Adler in der Krise: Fellbach setzt auf Zusage für Schwabenlandtower

Immobilienkonzern Adler in der Krise: Fellbach setzt auf Zusage für Schwabenlandtower

Der Schwabenlandtower in Fellbach wäre mit 107 Metern Höhe und mehr als 30 Stockwerken Baden-Württembergs höchstes Wohnhaus. Wenn das Prestige-Bauprojekt endlich mal fertig wird. Denn auch gut fünfeinhalb Jahre nach dem Richtfest ist der weithin sichtbare Rohbau noch immer unbewohnt. Außer für die jährlich brütenden Wanderfalken kann ist in dem Turm noch kein Wohnraum fertig. Die Adler Group schreibt zudem seit Monaten wegen angeblich aufgeblähter Finanzen Schlagzeilen. Die Stadt setzt auf die Zusage des Immobilienkonzerns, das Dauerbauprojekt fertigzustellen.

Die Verwaltung betreut den Fortschritt auf der Baustelle sehr eng, wie Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (parteilos) und Baubürgermeisterin Beatrice Soltys in einem Pressegespräch versichern. Durch den Besitzer- und Konzeptwechsel nach dem Baustopp Ende 2016 sollen dreimal mehr Wohnungen in dem Turm entstehen, als zu Beginn des Projekts geplant. Das führt dazu, dass aus statischen Gründen nur auf ein oder zwei Stockwerken gleichzeitig gearbeitet werden kann.

Gegenüber der Stadt hat die Adler Group versichert, dass der Bau bis Ende 2024 fertiggestellt werden soll. Weder die Ober- noch die Baubürgermeisterin wollen sich aktuell allerdings auf ein Datum für die Fertigstellung festlegen. Ziel bleibe es, dass der Turm von Adler fertiggebaut wird. Andernfalls stehe das Projekt SLT107, wie der Schwabenlandtower kurz bezeichnet wird, wohl vor dem Aus.