Giftgrünes Spektakel: Färbeversuch gegen Bakterien im Naturfreibad

Giftgrünes Spektakel: Färbeversuch gegen Bakterien im Naturfreibad

Das Naturfreibad Herrenberg soll am 12. Mai wieder öffnen. So lautet zumindest der Plan. Ob das klappt, hängt auch mit den Einschränkungen gegen die Corona-Pandemie ab. Die Vorbereitungen laufen dennoch. Am Mittwoch haben die Verantwortlichen mit einem Färbeversuch neue Drüsen getestet. Die nachgerüsteten Einströmungen sollen die Umwälzung des Wassers und das Filtersystem des Beckens verbessern.

Denn das Naturfreibad setzt auf eine biologische Wasseraufbereitung ohne Chlor. Deshalb muss das Strömungssystem dafür sorgen, dass das Wasser bestmöglich immer in Bewegung ist. Im Färbeversuch ging es darum, zu schauen, wie schnell das gesamte Becken in der giftgrünen Farbe erstrahlt. 20 Minuten gelten hier als Richtwert für ein gutes Filtersystem – das ist gelungen.

Die neuen Drüsen unter anderem auch wegen der Corona-Einschränkungen nötig geworden: Weniger Besucher bedeuten im Naturfreibad auch weniger Wasserumwälzung. In stehenden Gewässern bilden sich Bakterien – Natur eben. Deshalb musste das Naturfreibad in den vergangenen Jahren immer wieder kurzzeitig schließen. Das verbesserte Einströmungssystem soll das verhindern. Laut den Verantwortlichen hat das der Färbeversuch bestätigt.

Der verwendete Farbstoff heißt Uranin. Er ist biologisch abbaubar durch UV-Strahlen.