Expertengespräch – Impfmüdigkeit, dritte Corona-Impfung und der Piks für Kinder

Expertengespräch – Impfmüdigkeit, dritte Corona-Impfung und der Piks für Kinder

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Neuinfektionen mit Corona aktuell wieder leicht gesunken (Stand 04.08.0221), deutschlandweit leicht angestiegen. Etwas mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland sind mittlerweile zweifach geimpft, doch die Impfbereitschaft sinkt.

Das zeigt sich auch am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Wir haben mit dem medizinischen Leiter Mark Dominik Alscher über die Impfmüdigkeit, eine dritte Schutzimpfung für bestimmte Personengruppen und das Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren gesprochen.

Den Piks für Kinder begrüßt Alscher an sich. Das die Entscheidung umstritten ist, versteht er. Auch kann er die unterschiedlichen Auffassungen von Bund und Ländern und der Stiko nachvollziehen.

Die dritte Corona-Impfung ist für Alscher von besonderer Wichtigkeit. Sie sollte es so schnell wie möglich für Risikogruppen und medizinisches Personal geben. Da Studien zeigen, dass Geimpfte sich wieder anstecken und das Virus auch weitergeben können, hält er die Impfauffrischung für einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der vierten Welle.

Die wird es geben, so Alscher. Wie heftig sie ausfallen wird, hängt aber vor allem von der Bereitschaft der Menschen ab, sich impfen zu lassen.