Europas Flugretter treffen sich zu Tagung in Ulm

Europas Flugretter treffen sich zu Tagung in Ulm

Es ist ein Bild, das man nicht alle Tage sieht: Der Ulmer Rettungshubschrauber Christoph 22 landet mitten im Herzen der Stadt. Nicht wegen eines Notarzteinsatzes. Heute findet das 6. Mitteleuropäische Flugrettungssymposium statt.

Herzinfarkt, Verkehrsunfall, Atemnot – es gibt Situationen, in denen man schnell medizinische Hilfe braucht. Oft kommt dann ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Patienten sollen schnell und gut versorgt werden, deshalb gibt es regelmäßig spannende Innovationen. Einige wurden heute beim Flugrettungssymposium in Ulm vorgestellt.

Die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut mittels eines Fingerclips, des CO2-Anteils der Ausatemluft bei einem beatmeten Patienten oder die Intubation mittels einer kleinen Videokamera, die bis vor den Eingang zur Luftröhre geschoben wird. Bei all diesen Themen waren die Ulmer ganz vorne mit dabei. Heute ist diese Ausrüstung Standard im Rettungsdienst.

Dafür werden auf dem Kongress neue Ideen diskutiert. Schon seit Monaten testen die Ulmer, ob der Einsatz von Blutkonserven auch schon auf dem Weg eines Patienten ins Krankenhaus sinnvoll sein kann. Ebenfalls ein Thema sind drohnenartige Multikopter, die Notärzte künftig auf dem Land schneller zum Einsatz bringen können, als das ein Notarzteinsatzfahrzeug tun könnte.

Für die vielen Besucher auf dem Ulmer Münsterplatz war aber der ausgestellte Rettungshubschrauber am interessantesten. Während eine andere Maschine auf dem Eselsberg für Notarzteinsätze zur Verfügung stand, konnten Besucher die den ausgestellten Hubschrauber genauer erklären lassen und auch viele Fotos machen.