„Es mangelt nicht an Ärzten, es mangelt an Impfstoff“

„Es mangelt nicht an Ärzten, es mangelt an Impfstoff“

Der Ulmer Apotheker Timo Ried würde sich und seinen Mitarbeitern durchaus zutrauen, Impfungen durchzuführen. Eine Notwendigkeit dafür sieht der derzeit jedoch nicht. „In Ulm gibt es genug Arztpraxen, Impfzentren, mobile Impfteams“, so Ried. Derzeit sei das Problem, dass nicht genügend Impfstoff von BioNTech / Pfizer zur Verfügung steht. Die Sprecherin der Apotheker im Kreis Neu-Ulm, Franziska Utzinger, sieht das genauso. Momentan kann sie ihren Ärzten ein Vial, also ein Fläschchen mit sechs bis sieben Dosen pro Woche liefern.

Dabei will die Politik am liebsten den Impf-Turbo zünden. Nach einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz sollen ab diesem Jahr auch Zahnärzte und Apotheker in die Impfkampagne einsteigen. Doch die Apotheker in der Region haben ihre Bedenken. Mit ihrem Tagesgeschäft, den Schnelltests und dem Ausstellen der digitalen Corona-Zertifikate sind sie ohnehin schon stark ausgelastet. Hinzu kommt der Fachkräftemangel.

Dabei läuft die Impfkampagne der Bundesregierung auf Hochtouren. Allein in der vergangenen Woche haben sich 2,7 Millionen Menschen impfen lassen. Neben den Impfzentren und Arztpraxen finden viele Impfungen auch an ungewöhnlichen Orten statt. In Neu-Ulm hat das Rote Kreuz vergangene Woche in einem ehemaligen Ladengeschäft an zwei Abenden insgesamt 230 Menschen geimpft. Im Landkreis Heidenheim konnten in bei verschiedenen Terminen seit Weihnachten knapp 3.000 Menschen geimpft werden. Im Aalener Rathaus wurden gestern über 800 Menschen geimpft und auch in Ulm wurden rund 500 Spritzen direkt unter dem höchsten Kirchturm der Welt gesetzt.

Weitere Impftermine in der Region finden an folgenden Orten statt:

Alb-Donau-Kreis / Stadt Ulm: Neben dem Impfzentrum in der Messe Ulm betreibt das DRK Impfstandorte im Blautalcenter, in Langenau und in Ehingen. Anmeldungen erfolgen über die Internetseite des DRK Rettungsdienstes Heidenheim – Ulm. Ab dem 10. Januar finden Impfungen auch in der Lindenhalle in Laichingen (Machtolsheim) statt.

Landkreis Biberach: In den Impfstützpunkten in Biberach, Laupheim, Riedlingen und Erolzheim gibt es regelmäßige Impfangebote. Außerdem bieten die Mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes zahlreiche Impftermine in den Städten und Gemeinden des Landkreises an. Unter anderem gibt es ab Mittwoch (5. Januar) 12 Uhr einen 24-Stunden Impfmarathon im ehemaligen Rentschlergebäude in der Mittelstraße in Laupheim. Weitere Termine finden Sie auf der Internetseite des Landkreises.

Ab Samstag, 8. Januar, richtet die Neue Praxis Laupheim im Mobi-Park ein Impfzentrum ein. Geimpft wird freitags von 17 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Eine Terminreservierung ist dort nicht notwendig.

Landkreis Heidenheim: Neben den Impfstützpunkten in Heidenheim und Gingen impft das Rote Kreuz ab sofort jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr im DRK Zentrum Heidenheim in der Schloßhaustraße. Weitere Impfaktionen in den einzelnen Orten finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Heidenheim.

Landkreis Neu-Ulm: Neben dem Impfzentrum finden durch das Bayerische Rote Kreuz Impfungen in der Vöhlinhalle Illertissen und dem ehemaligen Sport-Sohn in Neu-Ulm statt. Die Anmeldungen erfolgen direkt über die Internetseite des Landratsamtes oder über die Telefonnummer 07309 – 927 92 50.

Ostalbkreis: Hier finden die Impfungen vorwiegend in den dauerhaften Impfstützpunkten in Aalen, Ellwangen, Bopfingen und Schwäbisch Gmünd statt. Weitere Termine in einzelnen Orten finden Sie auf der Internetseite des Ostalbkreises.