Unterschätzte Langzeitschäden: Studie zu Post-Covid

Unterschätzte Langzeitschäden: Studie zu Post-Covid

Die Angst vor möglichen Langzeitfolgen der Corona-Impfstoffe geht derzeit um. Dabei geraten die sehr konkreten und wissenschaftlich belegten Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankung selbst aus dem Blick. Ein neues Forschungsprojekt des Ulmer Universitätsklinikums rückt sie zurück in den Fokus der Aufmerksamkeit: aller Erkenntnis nach leiden über 50% der an Corona-Infizierten nach überstandener Krankheit an Langzeitfolgen. Gleichzeitig ist über das sogenannte Post-Covid-Syndrom noch kaum etwas bekannt. Mediziner beobachten unterschiedlichste Symptome, von Schäden der Lunge oder dem Herzen bis hin zum zentralen Nervensystem. Gerade junge, berufstätige Menschen, die eher mildere oder asymptomatische Krankheitsverläufe hatten, sind oft umso stärker von Post-Covid-Folgen getroffen.

Die klinische Studie unter der Leitung Dr. Buckerts und des Ärztlichen Direktors der Klinik für Innere Medizin II, Prof. Dr. Rottbauer soll nun die vielen offenen Fragen klären. Dafür werden Patienten, die Covid-19 überstanden haben untersucht, begleitet und beraten. Die Mediziner hoffen, in einem nächsten Schritt Therapieansätze entwickeln zu können. Die Patientenstudie ist vernetzt mit zahlreichen Forschungsprojekten an allen Universitätskliniken des Landes. Die Erkenntnisse fließen in eine gemeinsam aufgebaute Datenbank und können so zu einem umfassenderen Gesamtbild des immer noch neuartigen Virus beitragen.