Ein Grenzwall, der zusammenhält: So wichtig ist der Limes für die Ostalb

Ein Grenzwall, der zusammenhält: So wichtig ist der Limes für die Ostalb

An über 13 archäologischen Stätten können Besucher der Ostalb etwas über die römische Vergangenheit der Region erfahren, unter anderem am Limestor Rainau-Dalkingen, auf der Limesanlage Hüttlingen und im Limesmuseum Aalen.

Seit mehr 15 Jahres ist der obergermanisch-rätische Limes auf der Ostalb Welterbe. Im Juli dieses Jahres sind der Donaulimes ab Regensburg Richtung Österreich, und der niedergermanische Limes bis zur Nordsee ebenfalls mit der Auszeichnung geadelt worden. Das Limesmuseum hat das zum Anlass genommen, mal zu schauen, was die Relikte des römischen Reiches heute noch für unsere Region leisten können. Zu Gast waren Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Limeskoordinator Andreas Schaflitzl.

Der Archäologe hat sich als Leiter des Limesinformationszentrums des Landes intensiv mit der römischen Geschichte auf der Ostalb auseinandergesetzt. Er bezeichnet den Bau des 550 Kilometer langen, obergermanisch-rätischen Limesabschnittes als herausragende menschliche, technische und logistische Leistung. „Das muss man erstmal bauen, vor allem in so einer kurzen Zeit.“ Seinen Forschungen zufolge hat die Errichtung des Grenzwalls zwischen zwei und fünf Jahren gedauert.

Die UNESCO ernennt Natur- und Kulturstätten zum Welterbe, die sie als unersetzlich für die gegenwärtige und zukünftige Weltgemeinschaft erachtet. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst aktuell 1.154 Stätten in 167 Ländern.