Digitaler Impfnachweis startet mit Schwierigkeiten

Digitaler Impfnachweis startet mit Schwierigkeiten

Wie kommen die Daten aus dem gelben Büchlein ins Handy? Nach der großen Ankündigung des Bundesgesundheitsministers gibt es seit heute den digitalen Impfnachweis. Wer die App mit dem Namen „Cov-Pass“ sucht, wird sich allerdings noch schwer tun. Weder bei Apple noch bei Android taucht die App bei der Suche sofort auf. Viele Hausärzte, wie Stefan Thamasett aus Neu-Ulm, wissen noch nicht, wie sie den digitalen Nachweis ausstellen können.

Auch die Apotheken können den digitalen Nachweis ausstellen. Bei den Ersten soll das bereits ab Montag möglich sein. Der Ulmer Apotheker Timo Ried hofft, dass nicht alle Kunden schon am Montagmorgen vor der Türe stehen. Außerdem empfiehlt er, die App schon vorher zu installieren, damit es schnell geht. Welche Apotheken den Service anbieten, soll man dann auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de finden.

Zu Geduld rät auch das Bundesgesundheitsministerium. Dieses teilt auf seiner Internetseite mit: „Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden.“

Im Ulmer Impfzentrum ist diese Lösung derzeit aber nicht möglich. Laut dem medizinischen Leiter, Prof. Dr. Bernd Kühlmuß, stehe weder für den Versand per Post noch für das Abholen vor Ort Personal zur Verfügung. Wer nicht zum Impftermin komme, werde auch nicht reingelassen. Die Menschen, die ihre abschließende Impfung erhalten, würden laut Kühlmuß ab Montag den digitalen Impfnachweis gleich mitbekommen.