Aus dem Verkehr gezogen: Kontrollaktion an der B10

Aus dem Verkehr gezogen: Kontrollaktion an der B10

In einer immer vernetzteren Welt braucht es auch immer engere Zusammenarbeit im Bereich der organisierten Kriminalität. Menschenhandel, Zwangsprostitution und illegale Beschäftigung machen nicht an der Grenze halt. Die EU reagiert darauf mit der Initiative EMPACT. An bestimmten Aktionstagen finden im Rahmen des Programms in großem Stil stichprobenartige Kontrollen statt. Gestern Abend haben Polizei und Zoll an der Neu-Ulmer B10 zugegriffen. Aufgrund der Fahrbahnverengung zu diesem Zweck, staute sich der Feierabendverkehr zeitweise bis an den Blaubeurer Ring zurück.

Illegale Beschäftigung, oftmals gepaart mit der Zahlung unterdurchschnittlicher Löhne und menschenverachtenden Arbeitsbedingungen seien eine Erscheinungsform des modernen Menschenhandels. Da hierbei weder Steuern noch Sozialabgaben entrichtet werden, entstehe auch ein nicht unerheblicher volkswirtschaftlicher Schaden, den die Allgemeinheit zu tragen habe, so die Polizei. Gegen Arbeitgeber, die von dieser Ausbeutung profitieren, sollten bei der Kontrollstelle Erkenntnisse für spätere Straf- und Bußgeldverfahren erlangt werden.