Alex Uhl & Boris Ritter: Kulturbranche muss wieder ins Gedächtnis

Alex Uhl & Boris Ritter: Kulturbranche muss wieder ins Gedächtnis

„Sind wir schon zu lange weg, um noch erinnert zu werden?“, heißt es in einem offenen Brief der Mitarbeitenden der Stage Theater Apollo und Palladium an VertreterInnen der Politik in und um Stuttgart (beispielsweise an Ministerpräsident Winfried Kretschmann, CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann oder Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper). Alex Uhl, Bassist in beiden Musicalorchestern, und Boris Ritter, musikalischer Leiter des Palladiums, haben den Brief im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am vergangenen Mittwoch geschrieben. Die Entscheidung zu Lockerungen in Kunst und Kultur wurde auf den 22. März verschoben.

Sowohl im Apollo als auch im Palladium steht der Betrieb seit dem 13. März 2020 still – ein Betrieb im Sommer wäre nicht wirtschaftlich gewesen. Für die Musical „Aladdin“ und „Tanz der Vampire“ müssen die Stage Theater perspektivisch planen können. Das gilt auch für viele Kulturschaffende, die nicht fest angestellt sind. Auch zu ihnen wollten Uhl und Ritter mit dem offenen Brief die Brücke schlagen.

Boris Ritter, der auch die Spendenaktion „Art Support Stuttgart“ ins Leben gerufen hat, sagt im Stadtgespräch, dass es schwierig ist, alle Vertreter der Kulturbranche hinter einer Initiative zu versammeln, da es in den einzelnen Unterbereichen „viele unterschiedliche Befindlichkeiten gibt“. Alex Uhl gibt zu bedenken, dass die Corona-Krise in der Branche bereits Kettenreaktionen ausgelöst hat, die in Zukunft nur noch schwer zu stoppen sind.