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ÖPNV auf Abruf beim Pilotprojekt ADKflex

Maximal 250 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle und dann in einen Bus steigen, den man vorher per App angefordert hat? Was nach Zukunftsvision klingt können Fahrgäste in den kommenden acht Jahren im Alb-Donau-Kreis testen. Bereits am Freitag startet dazu das Pilotprojekt ADKflex im Raum Ehingen/Munderkingen. Das heißt, in den nächsten acht Jahren werden im Landkreis Busse auf Abruf unterwegs sein. Von früh morgens bis spät abends haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Angebot zu nutzen. Wer ein barrierefreies Fahrzeug benötigt, muss das einfach bei der Buchung vorher mit angeben. Heute hat der Nahverkehrsverbund DING vorgestellt, wie er damit sein bestehendes Angebot erweitern will. Mithilfe dieses flexiblen Angebots soll der ländliche Raum des Alb-Donau-Kreises erschlossen werden. Anfordern müssen die Bürgerinnen und Bürger den Bus spätestens eine Stunde bevor sie losfahren wollen - entweder telefonisch unter der Nummer 07392 9007026 oder über die App, Homepage oder einen QR Code. Als einer von fünf Landkreisen in Baden-Württemberg wurde der Alb-Donau-Kreis für das Pilotprojekt ausgewählt. Der Landrat zeigt sich bei der Pressekonferenz zuversichtlich, dass das Angebot gut ankommt und nach den acht Jahren weitergeführt, wenn nicht sogar aufgestockt wird.

Mehrere Unfälle mit insgesamt sieben Verletzten

Eine Verfolgungsjagd, überschlagene Autos und sieben Verletzte. Das ist die Bilanz mehrerer Unfälle auf der B10 – alle wurden am Wochenende von ein und derselben Person verursacht, die letztlich in eine psychiatrische Klinik gebracht worden ist. Bei Geislingen verletzt der 41-Jährige bereits zwei Motorradfahrer und ihren jeweiligen Mitfahrer. Durch seine Fahrweise fällt er in Amstetten dann drei Zeugen auf, die ebenfalls mit dem Auto unterwegs sind. Sie melden sich bei der Polizei und erhalten die Anweisung, am Fahrer dranzubleiben. Währenddessen richtet die Polizei eine Sperrung bei der Ausfahrt Ulm-Lehr ein.  Vier Kilometer vor der Sperrung überholt der Unfallverursacher einen VW und schert zu früh wieder ein. Es kommt zum Zusammenstoß, die Autos überschlagen sich und kommen von der Fahrbahn ab. Durch den Unfall fliegen Autoteile durch die Gegend, Bäume werden beschädigt. Gemeinsam mit anderen Unfallzeugen leisten die Insassen des Verfolgerautos erste Hilfe. Bis nach Mitternacht hat die Bergung der Fahrzeuge angedauert, die B10 war dafür in Richtung Ulm für mehrere Stunden gesperrt. Medikamente, Drogen oder einen psychischen Ausnahmezustand vermutet die Polizei bei dem Unfallverursacher. Genaueres zu seinem Zustand und dem Unfallhergang soll ein Gutachten klären.

"Tag der offenen Gartentür" am Sonntag

Am Sonntag ist in ganz Schwaben der “Tag der offenen Gartentür”. Jedes Jahr am letzten Juni-Sonntag öffnen Menschen hier ihre Gärten für Besucher, so auch im Landkreis Neu-Ulm. Seit dem Auftakt im Jahr 2000 haben bereits 59 Gärten ihre Pforten geöffnet. Am Tag der offenen Tür ist auch der Kreismustergarten in Weißenhorn geöffnet und zeigt im Rahmen von Führungen was zu tun ist, damit auch der eigene Garten zu einer kleinen Oase werden kann.

Fishing: Der Kurzfilm von Andreas Dürr beim Bundes.Festival.Film

Am Wochenende findet das Bundes.Festival.Film in Augsburg statt. Teilnehmen wird dabei auch Andreas Dürr aus Bernstadt. Sein Kurzfilm "Fishing" ist während der Coronazeit entstanden - mit seiner Schwester in der Hauptrolle. Sie spielt in dem Film eine Autorin mit einer Schreibblockade. Während sie am Schreibtisch sitzt, tauchen plötzlich Fische auf, die um sie herum schwimmen. Jeder Fisch steht dabei für eine Idee, die die Autorin versucht zu greifen. Im Gespräch mit Redakteurin Emily Vöckler verrät Andreas Dürr, ob er als Filmemacher sich mit der Autorin in seinem Film identifizieren kann. Erscheinen auch ihm Ideen als Fische?

Bei der Hunderettungsstaffel in Schwäbisch Gmünd werden Suchhunde ausgebildet

Unterschiedliche Suchhunde haben unterschiedliche Arten, anzuzeigen, wenn sie eine vermisste Person gefunden haben - oder eben nicht. Wenn der Hund die Fährte einer bestimmten Person aufnimmt und seinen Halter an der Leine dorthin führt, heißt das Mantrailing. Bei den der Malteser Hunderettungsstaffel in Schwäbisch Gmünd gibts aber überwiegend Flächensuchhunde. Nala ist einer davon. Erst folgt Nala dem menschlichen Geruch, und sobald sie einen Menschen gefunden hat, bellt sie. Diese Anzeigeart heißt Verbellen. Seit 7 Jahren ist Nala mit ihrer Halterin bei der Hunderettungsstaffel in Schwäbisch Gmünd. Beide können sich bedingungslos aufeinander verlassen. Immerhin muss der Hundehalter am Ende einer Suche mit gutem Gewissen sagen können, dass in dem durchsuchten Gebiet auch wirklich niemand liegt - weil der Hund eben niemanden gefunden hat. Manche Suchhunde sind fürs Verbellen allerdings ein bisschen zu schüchtern. Die rennen dann meistens lieber zwischen ihrem Halter und der vermissten Person hin und her, um zu zeigen, dass sie jemanden gefunden haben. Diese Anzeigeart heißt Freiverweisen. Auf diese Art zeigt zum Beispiel Ziva ihre Entdeckung an. Sie und ihre Halterin sind erst seit einem Jahr dabei. Und so langsam klappt das Anzeigen immer besser. Das Vertrauen in den Hund muss auf jeden Fall da sein. Deswegen findet das Training zwei Mal die Woche statt. Außerdem gibt’s nach 2 Jahren eine Prüfung, die dann alle 24 Monate wiederholt werden muss. So viel Spaß das den Hunden und Menschen dort auch macht – es steckt ein ernstes Thema dahinter. Bei einigen Einsätzen war tatsächlich der Hund der ausschlaggebende Grund, dass man die vermisste Person gefunden hat. Die Vierbeiner bei der Hunderettungsstaffel sind also echte Lebensretter.

Internationales Donaufest: Ulmer Bündnis klärt über Prostitution auf

Prostitution. Ein Tabuthema das keines sein sollte. Das Frauenbüro Ulm hat deshalb zum Pressegespräch geladen. Sie wollen das anstehende internationale Donaufest nutzen um aufzuklären. Die Präsenz auf dem Fest ist gut gewählt: Der Donauraum hat sicherlich kulturell viel zu bieten. Ein Fest, dass die Länder feiert und Freiheiten hochhält. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Mit einem kritischen Blick möchte man sensibilisieren. Laut dem Frauenbüro muss noch viel Präventivarbeit geleistet werden. Was bedeutet es, wenn ich zu einer Prostituierten gehe? Was für Folgen hat das? Auch wenn es in Deutschland ein legalisiertes Prostitutionsgewerbe gibt, so seien die Frauen dennoch nicht sicher.

Nach Streit: Mann übergießt Freundin mit Ammoniak

Am frühen Montagmorgen wurde dem Polizeipräsidium Aalen mitgeteilt, dass es in der Hardt-Siedlung zu einem Streit zwischen einem 25-Jährigen und seiner 24-jährigen Freundin gekommen sei. Nach Angaben der 24-Jährigen sei sie von ihrem Freund geschlagen und gewürgt worden. Im Verlauf des Streits, bei dem ein 19-jähriger Mann zumindest zeitweise dem Beschuldigten geholfen haben soll, sei sie dann gefesselt und mit einer - vermutlich ammoniakhaltigen - Flüssigkeit übergossen worden. Als kurze Zeit später die Polizei an der Örtlichkeit eintraf, konnte der 25-jährige Lebensgefährte der Geschädigten vorläufig festgenommen werden. Der 19-Jährige war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vor Ort. Dieser konnte heute im Laufe des Tages durch die Polizei ermittelt werden. Die junge Frau wurde durch den Rettungsdienst, der mit drei Rettungswagen und einem Notarztwagen vor Ort war, übernommen und in ein Krankenhaus gebracht. Durch die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd, die mit 48 Kräften im Einsatz war, wurde die Wohnung gesäubert und belüftet. Der Beschuldigte befindet sich aktuell im Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft veranlasst eine Haftvorführung für den morgigen Dienstag. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ellwangen und der Kriminalpolizei Aalen dauern derzeit an.

Pflanzen tauschen statt kaufen - Die Schwäbisch Gmünder Pflanzentauschbörse

Haben Sie beim Vorziehen verschiedener Nutzpflanzen schon einmal zu viele gesät? Bei der Pflanzentauschbörse in Schwäbisch Gmünd hätten Sie damit ihre Artenvielfalt im Garten vergrößern können. Dort hat das Quartiersmanagement Oststadt eine Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen. Jeder kann dort Pflanzen mitbringen, tauschen oder einfach mitnehmen. Nicht zwingend muss man selbst etwas mitbringen um eine Pflanze mitzunehmen. Von Mai bis Oktober jeweils vom 15.-18. des Monats werden die Pflanzen in dem Regal gepflegt und gegossen. Es können Garten- und Zimmerpflanzen, Setzlinge, Bäumchen oder Samen getauscht werden. Christa Bareiß findet, tauschen ist sehr nachhaltig. Sie selbst hat letztes Jahr schon Tomatensetzlinge getauscht, die viele Abnehmer gefunden haben.

Im Dienst der Wissenschaft – Die Körperspende

Am Samstag, dem 11.06.2022, wurde im Ulmer Münster ein außergewöhnlicher Gottesdienst abgehalten. Die Gedenkfeier war all denen gewidmet die ihren Körper nach ihrem Tod an die Universität Ulm gespendet haben. Körperspenden sind eine Möglichkeit für Studierende mehr über die Anatomie des Menschlichen Körpers zu lernen, und für Spender auch über ihren Tod hinaus etwas Gutes im Sinne der Wissenschaft zu tun. Aber wie spendet man eigentlich den eigenen Körper? Wer kann überhaupt spenden? Und wie geht man als Arzt damit um, mit den Körpern von verstorbenen zu arbeiten? Unser Redakteur Justus Madaus hat sich mit Dr. Ulrich Fassnacht, Facharzt für Anatomie und Leiter der Prosektur an der Universität Ulm getroffen, um mehr über das Thema zu erfahren.

Badeunfall am Pfuhler See

Am Sonntagabend hat sich am Pfuhler See ein Badeunfall ereignet. Während des Schwimmens ist ein 23-jähriger Mann in Not geraten und unter Wasser gekommen. Mit Hilfe der Wasserwacht und anderer Badegäste konnte der Schwimmer geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 23-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Wie es zu dem Badeunfall kommen konnte, ist noch unklar.  

Gefundene Königspython im Reptilienzoo Neu-Ulm aufgenommen

Die Königspython ist anderthalb Meter lang, gehört zu der Familie der Würgeschlangen und lebt in Zentral- und Westafrika. Normalerweise. Denn genau so ein Tier hat sich am Mittwoch nach Dietenheim in Neu-Ulm verirrt. Eine Spaziergängerin hat die Schlange entdeckt und die Feuerwehr alarmiert, die sie eingefangen hat. Jetzt ist unser Gast aus Afrika im Schildkröten- und Reptilienzoo Neu-Ulm.

Römervilla wird zur Begegnungsstätte

Das frühere Hotel und Restaurant „Römervilla“ in Neu-Ulm wird zu einer Begegnungsstätte für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Es soll ein zentraler Ort entstehen, an dem die Geflüchteten verschiedene Unterstützungsangebote wahrnehmen können. Neben der Begegnungsstätte können in den ehemaligen Hotelzimmern auch rund 50 Personen untergebracht werden. Mit der Belegung der Zimmer kann voraussichtlich am 15. Juni begonnen werden. 

Großeinsatz für die Feuerwehr wegen brennendem Gefahrgutlaster

Ein Gefahrguttransporter ist am Mittwochmorgen von der Straße abgekommen, in einen Graben gekippt und in Brand geraten. Die Straße zwischen Laichingen und Suppingen ist deshalb über lange Zeit gesperrt gewesen. Weil der Laster Gasflaschen geladen hatte, wurden die Löscharbeiten für die Feuerwehr zu einer Herausforderung. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Vor Ort konnten Ersthelfer ihn aus dem brennenden LKW befreien. Anschließend wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Weil die Unfallstelle mitten auf dem Feld und damit weit weg von der nächsten Wasserversorgung war, musste die Feuerwehr zunächst mit Tankwagen und dann mit zum Teil kilometerweiten Schlauchleitungen arbeiten, um den Brand zu löschen.

Fünf Jahre Haft wegen Vergewaltigung in Behindertenwerkstatt

Das Landgericht Memmingen hat einen ehemaligen Gruppenleiter einer Behindertenwerkstatt in Neu-Ulm zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass sich der 52-Jährige rund 40 Mal an Menschen vergangen hat, die in der Einrichtung leben beziehungsweise arbeiten. Im Rahmen einer Verständigung hat der Mann ein Geständnis abgelegt und sich dazu verpflichtet, einem Vergewaltigungsopfer eine Entschädigung in Höhe von 10-tausend Euro zu zahlen.

Biker vs. Cancer - Motorradfahren für den guten Zweck

Batman ist ein leidenschaftlicher Motorradfahrer und Mitglied bei Biker vs. Cancer. Ein gemeinnütziges Projekt, bei dem Spenden für krebskranke Kinder gesammelt werden und das Gemeinwohl von Motorsportbegeisterten gestärkt wird. Letztes Wochenende sind die Biker Ladys mit Bekannten in witzigen Kostümen in Neu-Ulm gestartet bis nach Blaustein und wieder zurück. Der Ride-Out ist für jeden Biker das Highlight, aber auf dem Event passieren weitere wichtige Dinge. Es wird Kuchen verkauft, gegrillt, Kinder geschminkt und bei der Tombola kann man sein Glück auf die Probe stellen. Ein Großteil des Gewinns wird an das Kinderhospiz in Ulm gespendet, ein Viertel geht an die Deutsche Kinderkrebshilfe. Aber trotz traurigem Hintergrund oder gerade deshalb haben sich die Biker und Bikerinnen in ihr rosa Hasenkostüm geworfen und wollen zusammen tanzen, essen und Spenden sammeln.

Pfarrerin mit Messer attackiert

Eine Ulmer Pfarrerin soll während des Frühgottesdienstes am Sonntag im Ulmer Münster von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden sein. Er soll aus kurzer Distanz mehrmals mit dem Messer nach der 39-jährigen gestoßen haben, woraufhin diese über ein Mikrofon um Hilfe rief. Der 28-jährige Verdächtige durchtrennte daraufhin das Kabel des Mikrofons. Allerdings wurden mehrere Besucher des Gottesdienstes auf den Vorfall aufmerksam und forderten den Mann auf das Münster zu verlassen. Kurze Zeit später konnte die Polizei den Mann auf dem Münsterplatz festnehmen. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Im Zuge dessen wird auch der psychische Zustand des Mannes begutachtet.

Grüner Schultag: Hier pflanzen die Schulklassen selbst

Im Blausteiner Ortsteil Arnegg ist heute ein Grüner Schultag. Hier pflanzen die Schulkinder ihre eigenen Lebensmittel an. Die BayWa-Stiftung stellt ein Hochbeet zur Verfügung. Gemeinsam schaufeln di Kinder Erde in Eimer und kleine und große Schubkarren, bringen sie zum Hochbeet und leeren sie rein – bis das Beet voll ist. Eingepflanzt haben die Kinder Erdbeeren und verschiedene Kräuter. Dadurch, dass sie an dem Aktionstag mit anpacken und selbst Gemüse anbauen, lernen sie, woher Lebensmittel eigentlich kommen. Die Geschäftsführerin der BayWa Stiftung, Maria Thon, hab früher schon gemeinsam mit ihren beiden Töchtern gegärtnert. Heute möchte sie Kindern zeigen, wie viel Spaß das macht und dass das überall geht: Im großen Garten, auf dem Balkon oder auch nur auf einer Fensterbank. Finanziert wird das Projekt zu 200% über Spenden – richtig gehört, denn die BayWa Stiftung verdoppelt jede Spende. Das heißt, dass noch mehr Kinder den Grünen Schultag erleben können.

Geldautomat gesprengt - Täter lassen Geld zurück

In Dornstadt wurde heute morgen ein Geldautomat gesprengt. Die Anwohner der Lerchenbergstraße hatten den Vorfall gegen 2:45 Uhr gemeldet. Drei schwarz bekleidete Täter haben den Geldautomaten gesprengt und sind danach mit einem dunklen Fahrzeug geflüchtet. Einige Geldscheine blieben auf dem Parkplatz des Einkaufszentrum zurück. Die Explosion des Automats war so gewaltig, dass die Zugangstür über 30 Meter über die Straße in eine nahegelegene Wiese geschleudert wurde. Die erbeutete Summe und die Schadenshöhe sind noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei Ulm übernimmt die weiteren Ermittlungen. Für die Sparkasse Ulm war dies die erste Sprengung eines Geldautomaten. Dies ist aber ein weitverbreitetes Phänomen. Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Sparkasse die Trümmer des Geldautomat-Gebäudes aufgekehrt.

14 Verletzte nach Zugunfall mit Linienbus

Heute Morgen gegen halb 9 kommt es im Blausteiner Ortsteil Arnegg zu dem schrecklichen Unfall. Der Regionalexpress fährt in den Linienbus. Dieser geht sofort in Flammen auf. Der Zug, der aus Richtung Blaubeuren kommt, entgleist bei dem Zusammenstoß. Der Busfahrer war alleine in seinem Bus. Er wird durch den Aufprall herausgeschleudert und muss wiederbelebt werden. Der Lokführer und zwei weitere Fahrgäste werden ebenfalls schwer verletzt. Insgesamt muss der Rettungsdienst 14 Menschen versorgen. Zu dem Unglück ist es überhaupt erst gekommen, weil 20 Minuten vorher ein Motorradfahrer in der Nähe der Gleise auf der nassen Fahrbahn gestürzt ist und sich dabei schwer verletzt hat. Infolge dessen hat sich ein Stau gebildet, in dem der Linienbus zum Stehen kam. Die Schranken haben sich geschlossen und der Bus wurde von einem Regionalexpress erfasst.  Durch den Unfall ist es an den Bahngleisen zu schweren Beschädigungen gekommen, die repariert werden müssen. Dadurch wird die Bahnstrecke zwischen Blaubeuren und Ulm voraussichtlich einige Tage nicht befahrbar sein. Heute Nacht soll zunächst mit der Bergung des Regionalexpress begonnen werden.

9-Euro Ticket – So funktioniert das Monatsticket

Das 9€ Ticket ist in aller Munde. Für Juni, Juli und August soll das Ticket gelten, aber viele Fragen über die Einzelheiten sind noch offen. Um diese Fragen zu beantworten hat sich unser Redakteur Justus Madaus mit dem Geschäftsführer der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund GmbH, Thomas Mügge, getroffen. Hier bei uns im Studio hat er uns erklärt wo das Ticket erhältlich ist, für wie lange man es nutzen kann und was genau für die Personen gilt, die bereits ein Monatsticket haben.

Spatenstich für ein lebendiges Stadtzentrum

Am Mittag hat in Blaustein der erste Spatenstich für die Neugestaltung der Stadtmitte stattgefunden.  Die Veranstaltung war bereits für November 2021 geplant; wurde aber coronabedingt verschoben. Am Marktplatz sollen drei Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Diese bieten Platz für 62 Wohnungen, sowie Ladengschäften, Büros, Arztpraxen und viel mehr. Die Stadt Blaustein plant ein lebendiges Stadtzentrum mit viel Aufenthaltsqualität. Die Baumaßnahmen sollen rund 42 Millionen Euro kosten und bis 2024 beendet sein.

Spatenstich für das "Pflegeheim der Zukunft" in Vöhringen

2024 soll das "Pflegeheim der Zukunft" in Vöhringen bereits fertig gebaut worden sein. Heute wurde der Spatenstich ausgeführt. Geschäftsführer von illerSENIO in Illertissen Dominik Rommel stellte das Konzept des innovativen Holz-Hybrid-Modulbaus vor. Es soll CO2-schonend und modern werden. Die Bewohner des zukünftigen Pflegeheims werden in einem Vollholzmodul, das einheitlich werden soll, wohnen. Das 3 Zonen-Modell von eigenes Zimmer, Wohnzimmer und des "Dorfplatzes" bleibt bestehen. Das ursprüngliche Gebäude hatte 150 Einheiten zu bieten, das neue Gebäude soll 158 Einheiten beinhalten. Das sind 8 Zimmer mehr für die Kurzzeitpflege. Auch für die Pflegekräfte soll der Alltag erleichtert werden durch die einheitlichen Module. Diese werden von einer Schreinerei hergestellt und später mit dem Grundgerüst auf der Baustelle "verheiratet", so Rommel.

Das Mitmach-Musical - einmal auf der großen Bühne stehen

Singen Sie gerne ? Und haben Sie den Traum auf einer großen Bühne zu stehen? Dann ist Ihre Zeit gekommen. Das Musical-Martin-Luther King kommt nach Neu-Ulm in die Ratiopharm Arena und sucht noch nach Sängern für den Chor. Was Sie dafür mitbringen müssen, haben wir für Sie in Erfahrung gebracht. Sie müssen nichts mitbringen außer Lust zum Singen, denn es kann jeder mitmachen, von Chören, über Schulklassen, bis zu Einzelpersonen. Probematerial gibt es für jeden der mitmachen möchte, damit können auch alle üben, die keine Noten lesen können. Eine kleine Gebühr kostet die Teilnahme allerdings jeden. Auf der offiziellen Internetseite können Sie sich darüber informieren und auch für das Mitsingen anmelden. Es gibt sogar einen Härtefall-Fond für alle, die sich die  Anmeldegebühr nicht leisten können. 

Julia Probst – Erste Gehörlose Stadträtin Bayerns im Interview

Während der WM 2010 ist Julia Probst für viele bekannt geworden. Dort hatte sie unter dem Hashtag #AbleseService die Lippen der von Fußballspielern und Trainern auf dem Platz gelesen und dazu auf Twitter ihre Meinung abgegeben. Später hat sie auch den Weg in die Politik gefunden. Heute Abend wird sie als erste Gehörlose Stadträtin Bayerns in Weißenhorn vereidigt. Wir haben uns vorab mit ihr Getroffen um über ihr neues Amt zu sprechen. Im Interview geht es um ihr Bekanntwerden über Twitter, die Kommunikation innerhalb der Kommune, und ob eine Gehörlose Stadträtin nicht eigentlich etwas normales sein sollte. Das Gespräche wurde zur Barrierefreiheit zusätzlich mit Untertiteln versehen.

Maskenskandal: Nüßlein und Sauter vor Untersuchungsausschuss

Der ehemalige Neu-Ulmer Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein und der Günzburger Landtagsabgeordnete Alfred Sauter mussten heute vor den Untersuchungsausschuss „Maske“ im Bayerischen Landtag. Da die Staatsanwaltschaft aktuell gegen beide ermittelt, haben sie ihre Aussage verweigert. Den beiden CSU-Politikern wird vorgeworfen zu Beginn der Pandemie durch die Vermittlung von Maskendeals jeweils rund 1,2 Millionen Euro an Provision kassiert zu haben.

LKW überschlägt sich

Am gestrigen Dienstagnachmittag hat sich zwischen Bollingen und Herrlingen ein LKW überschlagen. Der 52-jährige ist in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baumstumpf geprallt. Dadurch hat sich das Fahrzeug überschlagen und ist auf den Rädern zum Stehen gekommen. Der Fahrer wurde dabei aus dem Führerhaus geschleudert. Die Polizei hat festgestellt, dass der Mann unter Alkoholeinfluss gestanden hat. Er wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Straße wurde für circa zwei Stunden gesperrt, der Schaden beläuft sich auf etwa 5000 Euro.

Kunsthandwerk erleben - Ausstellung in Ehingen

Ein Hocker auf dem man sitzen kann, ist für die meisten kein Kunstwerk, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Genau das ist aber Kunsthandwerk, denn künstlerisch hergestellte Unikate, können dennoch auch im Alltag gebraucht werden. Es sind 75 Jahre Bund der Kunsthandwerker Baden-Württembergs, zu diesem Anlass gibt es ab morgen in Ehingen eine Kunsthandwerkerausstellung, um das Kunsthandwerk wieder mehr in das Bewusstsein zu rücken. Neben der Ausstellung in der Spitalkapelle von Mittwoch bis Sonntag, werden noch bis Oktober einige Exponate im Heimatmuseum zu sehen sein. Allerdings nur wenn man sich auf die Suche macht. Mit einem Suchspiel können 7 Exponate entdeckt werden. Marianne Wurst gibt den Tipp "den Laufzettel Wort wörtlich zu nehmen". 

Mehr als einhundert Gaffer bei Unfall in Ulm

Ein Autofahrer hat am Freitagabend beim Linksabbiegen nicht auf ein entgegenkommendes Auto geachtet. Der Unfall hat sich auf dem Wiblinger Ring von der B30 kommend in Richtung Tannenplatz kurz vor 21 Uhr ereignet. Drei Menschen wurden verletzt. Die Unfallermittlungen sind aber nicht die einzige Aufgabe der Polizei gewesen, denn Sie mussten sich um mehr als hundert Gaffer kümmern. Diese wurden offenbar durch die Sirenen und den sozialen Medien angelockt. Durch Absperrbänder konnte die Kreuzung weiträumig gesperrt werden, um die Zuschauer von der Einsatzstelle fernzuhalten.  

Drogen am Steuer? Polizei kontrolliert auf der A7

Im Jahr 2020 gab es rund 160.000 Verkehrsverstöße im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen. Die Straßen sollen sicherer werden. Anlässlich des bundesweiten Aktionstags "sicher.mobil.leben – Fahrtüchtigkeit im Blick" hat die Polizei Auto- und Lastwagenfahrer kontrolliert. An insgesamt 44 Kontrollstellen wurden beim mehr als 1.200 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Insgesamt zählte die Polizei dabei 58 Verkehrsverstöße. Darunter finden sich neben 13 Alkohol- und Rauschgiftverstößen, auch 24 Handyverstöße. Unabhängig von der Teilnahme am Straßenverkehr brachten die Kontrollierenden 58 weitere Verstöße ans Licht. 51 Ordnungswidrigkeiten, vier Straftaten und sogar eine Person, die zur Festnahme ausgeschrieben war, entdeckten die Beamten. Dafür hat die Polizei aus 4 Landkreisen und der Zoll zusammengearbeitet. 

Zigarettenschmuggel aus Osteuropa boomt

Wenn die Mitarbeiter des Hauptzollamtes Ulm zur Kontrolle anrücken, haben Schmuggler nichts mehr zu lachen. Zum Einsatz kommen modernste Röntgentechnik, sensible Spürhunde und jede Menge Erfahrung. Das Ergebnis: Im vergangenen Jahr konnten die Ulmer Zöllner die Anzahl sichergestellter Zigaretten verdoppeln. Auf über 582-tausend Stück. Die Steigerung der geschmuggelten Zigaretten könnte einerseits an der im vergangenen Jahr gestiegenen Tabaksteuer liegen. Andererseits durchqueren viele Schmuggler die Region auf dem Weg in Länder, in denen die Tabaksteuer noch höher ist. Im vergangenen Jahr hat das Hauptzollamt Ulm bei Kontrollen erstmals auch 50-tausend nicht zugelassene Corona-Tests und eine Million FFP2-Masken ohne CE-Kennzeichnung aus dem Verkehr gezogen. Einer der großen Schwerpunkte bleibt weiterhin ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Insgesamt 12.694 Arbeitnehmer wurden von den Ulmer Zöllnern im vergangenen Jahr kontrolliert. Dabei wurden 2.460 Strafverfahren und 857 Bußgeldverfahren eingeleitet. Der aufgedeckte Beitragsschaden für die Sozialversicherungen in Deutschland betrug dabei 15,5 Millionen Euro. Der Bedarf an Mitarbeitern beim Zoll steigt weiter an. Zum 1. August dieses Jahres will das Hauptzollamt Ulm deshalb 70 neue Auszubildende einstellen.

So werden Notfallsanitäter ausgebildet

30 Mal drücken, zweimal beatmen – was jeder von uns im Erste-Hilfe-Kurs lernt, müssen Notfallsanitäter im Schlaf beherrschen. 100 Auszubildende hat die DRK Landesschule auf dem Ulmer Eselsberg. Heute hat Regio TV Moderatorin Eva Reuter sie besucht und bei der Ausbildung mal über die Schulter geschaut. "Ich pendle jeden Tag. Meine größte Angst ist, dass ich an einen Unfall kommen könnte und nicht weiß, was ich tun soll", so die Moderatorin. Deshalb zeigen ihr die angehenden Notfallsanitäter Anna und Benedikt aus dem zweiten Lehrjahr, wie eine Stabile Seitenlage funktioniert und was bei einer Wiederbelebung wichtig ist. Entscheidend ist, dass der Ersthelfer feststellt, ob eine Person ausreichend atmet oder nicht. Neben Unterricht im Klassenzimmer und Reanimationstraining stehen für die Auszubildenden in Ulm auch Fallbeispiele in der virtuellen Realität auf dem Stundenplan. Hier können Abläufe am virtuellen Patienten trainiert werden, ohne dass es bei Fehlern zu Konsequenzen kommt. Seit acht Jahren gibt es das Berufsbild des Notfallsanitäters. Zuvor gab es eine zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten. Die neue dreijährige Ausbildung macht durchaus Sinn. "Es hat sich in der Notfallmedizin in den letzten Jahren unheimlich viel getan", so die stellvertretende Schulleiterin Dorothea Gansloser.

Spaghettieis und Drogen - Am Lederhof gibt's beides

Gemütlich in der Sonne sitzen und einen Eisbecher genießen. Das geht hier beim Ulmer Eiscafé Dall' Asta nicht immer, denn ab dem Nachmittag tauchen in der Spielstraße am Lederhof immer mehr Menschen auf, die Drogen nehmen, sich betrinken und prügeln. Außerdem fahren regelmäßig Poser und Raser durch die Spielstraße, was nicht nur die Betriebe stört, sondern wodurch auch der Weg für die Feuerwehr blockiert ist. Deswegen haben Anwohnende und Geschäftsbetreibende einen offenen Brief an die Stadt verfasst, in dem sie Maßnahmen fordern. Trotzdem ist ihnen wichtig, dass diese Menschen nicht komplett vertrieben werden, sondern die Möglichkeit auf einen alternativen Ort bekommen. Seitens der Stadt sind Poller oder Schwellen grundsätzlich denkbar, um dem Verkehr in der Spielstraße entgegenzuwirken. Beides hat jedoch auch Nachteile. Nun möchte man den Innenstadtwettbewerb für die Fußgängerzone noch abwarten, um dann eventuell über neue Varianten zu entscheiden.

Ein Sport für die ganze Familie: Bogenschießen beim SV Kadeltshofen

Als Kind hat bestimmt so gut wie jeder schonmal mit Pfeil und Bogen gespielt. Beim Schützenverein SV Kadeltshofen in Pfaffenhofen im Landkreis Neu-Ulm gibt es das seit sechs Jahren auch als Sportart. Die 17-jährige Leonie Felk ist dort im Verein und ist schon zwei Mal deutsche Meisterin geworden. Vergangenes Wochenende hat der Verein ein Zwei-Länder-3D-Tunrier gemeinsam mit einem Verein aus Baden-Württemberg veranstaltet. Das bedeutet: Die Schützen sind im Gelände unterwegs und laufen von Station zu Station. Dort müssen sie dann auf künstliche Tiere schießen, die in unterschiedlichen Entfernungen und Höhenunterschieden stehen. Und auch dort ist Leonie angetreten und prompt in ihrer Klasse Erste geworden. Und auch in Zukunft will die junge Bogenschützin erfolgreich sein.

Die Corona Isolation wird verkürzt

Die Corona Isolation in Baden-Württemberg soll auf fünf Tage verkürzt werden. Bislang galt für Infizierte eine verpflichtende Isolation von zehn Tagen, ein Freitesten war frühestens nach sieben Tagen möglich. Ab Anfang Mai soll außerdem ein abschließendes Freitesten nach fünf Tagen nicht mehr notwendig sein, wenn Sie zwei Tage lang keine Symptome mehr hatten. Ausnahmen gelten für Pflege- bzw. Klinikpersonal. Heute Abend beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern erneut über die Quarantäne-Regeln.  

Die Hochschule in Aalen sammelt Spenden für Kriegsflüchtlinge

Die Hochschule Aalen sammelt aktuell Sachspenden für ihre ukrainische Partnerhochschule in Czernowitz. Von dort kam ein Hilferuf: Die Nationale Universität in Czernowitz bittet um Unterstützung. Sie hat bereits mehr als 2.000 Kriegsflüchtlinge aus dem Osten des Landes in ihren Wohnheimen aufgenommen. Weitere Bedürftige werden erwartet. Noch bis zum Freitag, den 29. April können Sachspenden wie Lebensmittel, Drogerieartikel und Medikamente in der Hochschule und im Explorhino in Aalen abgegeben werden.

Long Covid – Forschung der Uniklinik Ulm

Alle drei Monate kommt Cordula Faul hierher. Belastungstest, EKG, Blutdruckmessen. Sie leidet unter Long Covid und wird in der Sport- und Rehabilitationsmedizin des Universitätsklinikums Ulm behandelt. Die Sportmedizin forscht schon seit mehreren Jahren am sogenannten Müdigkeits- oder „Fatigue Syndrom“. Ein Krankheitsbild das viele Übereinstimmungen mit Long Covid hat. Cordula Faul hat es im Vergleich zu vielen anderen weniger schwer getroffen. Während sie alle drei Monate zur Untersuchung kommt, sind manche Patienten alle zwei Tage hier. Gerade am Anfang der Erkrankung sieht sich Cordula Faul oft mit Unverständnis konfrontiert. Seit September vergangenen Jahres ist Cordula Faul in Behandlung. Seitdem hat sich Ihre Situation deutlich verbessert. Die Aussichten stehen also gut, dass Cordula Faul es in Zukunft auch wieder ohne Bergbahn bis zur Spitze schafft.  

Prozessbeginn für 33-jährigen in Ellwangen

Heute hat vor dem Ellwanger Landgericht ein Prozess gegen einen 33-jährigen begonnen. Der Mann soll das knapp zwei Jahre alte Kind seiner Lebensgefährtin in Aufhausen zu Tode misshandelt haben. Aktuell wird der Prozess wegen Totschlags geführt. Nun wird das Verfahren neu geprüft, die Möglichkeit einer Mordverurteilung sei also auch gegeben, so ein Pressesprecher des Landgerichts. Der Angeklagte habe bereits Angaben bei einem psychiatrischen Sachverständigem gemacht, so der Pressesprecher weiter. Der Angeklagte sitzt seit Oktober vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.

Stadt der Zukunft? - Die Smart City Strategie Neu-Ulm

Bänke, Straßenlaternen, oder Baumbewässerung. All das könnte in Zukunft Smart werden. Im Rahmen des Integrierten Digitalen Entwicklungskonzeptes – kurz IDEK - werden allerlei Ideen zur Stadt der Zukunft hier im Edwin Scharff Haus in Neu-Ulm besprochen. Die Projektideen stammen direkt aus der Bevölkerung und konnten zuvor über ein Portal eingereicht werden. Bei einer Live-Abstimmung wird dann ermittelt, welche Bereiche der Bevölkerung wichtig sind und welche Einfälle Unterstützung verdienen. Auch dabei ist beispielsweise eine Solarbank, die WLAN und eine Handy-Ladestation anbietet. Eine Idee. die so bereits im kleinen Rahmen in Neu-Ulm umgesetzt wird. Denn neben Ideenfreiheit soll vor allem die praktische Umsetzung im Vordergrund stehen. Ende des Jahres ist das Projekt zu Ende. Bis dahin sollen die Bürger auch weiterhin am Projekt Teilhaben, bis die Ergebnisse dann letztendlich im Stadtrat besprochen werden.  

Ermittlungen wegen gefährlicher Köder

Im Bereich der Lichternsee-Brücke im Ulmer Donautal hat eine Passantin gefährliche Köder gefunden. Die verständigte Polizei fand insgesamt 40 Wurst-Stücke links und rechts des Radweges. Diese waren mit kleinen Nägeln bespickt und auf dem Fußweg platziert worden. Ebenso fanden die Ermittler mehrere Häufchen Futter, die vermutlich zum Anlocken von Tieren ausgelegt wurden. Die Polizei hat Spuren gesichert und Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, verdächtige Beobachtungen der Ulmer Polizei zu melden. Schon vor ein paar Wochen wurden ähnliche Wurstköder an den Freudenegger Seen in Senden gefunden. Die Ermittler stehen in Kontakt, um mögliche Tatzusammenhänge zu prüfen.

Polizeikontrollen von Posern und Tunern

Die Poser- und Tuningszene im Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest wird wieder verstärkt kontrolliert. Bereits über das Osterwochenende hat die Polizei zahlreiche Tuningkontrollen durchgeführt und dabei Fahrzeuge sichergestellt und Fahrzeugführer angezeigt, teilt das Polizeipräsidium mit. Besonders hervorgehoben wird der Fall einer 18-jährigen Fahranfängerin, die innerorts in Kaufbeuren mit mehr als 100 km/h unterwegs war. Außerdem hat das Präsidium weitere Kontrollen angekündigt.

Endlich wieder Leben auf dem Campus: Start des Sommersemesters in Präsenz

Bis auf ein paar Masken, ein Bild wie vor der Pandemie. Heute hat das Sommersemester an der Universität Ulm begonnen. Für Hunderte Erstsemester und Tausende bereits Studierende geht nun der Ernst des Lebens weiter, und zwar in Präsenz. Für Präsident Michael Weber aber kein Grund komplett auf Onlineinhalte zu verzichten. Hybridvorlesungen oder Online Vorlesungen soll es nach wie vor geben.
10.000 Studierende und etwa 230 Professorinnen und Professoren werden dieses Jahr die Vorlesungssäle an der Universität Ulm besuchen. Stets mit dem Blick nach vorne und bereit sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Unfall bei Scharenstetten führt zu Vermisstensuche

Der Unfall ereignete sich kurz vor 0.45 Uhr auf der A8 in Richtung München im Bereich des Parkplatzes Scharenstetten. Der 36-Jährige soll dort mit hoher Geschwindigkeit gefahren sein. Zunächst streifte er wohl die Mittelleitplanke und verlor die Kontrolle über seinen BMW. Danach geriet der BMW nach rechts und prallte gegen eine Leitplanke an der rechten Fahrbahnseite. Von dort wurde der BMW abgewiesen und prallte gegen den Auflieger eines Sattelzuges. Der stand im Bereich der Parkplatzeinfahrt. Durch den Aufprall schob es den Sattelzug noch leicht auf einen weiteren vorausstehenden Sattelzug. Die beiden Lasterfahrer, die in ihren Fahrzeugen schliefen, blieben unverletzt. Der BMW schleuderte weiter über die Autobahn und kam an einem Erdwall zum Stehen. Einsatz- und Rettungskräfte rückten an und bargen den schwer verletzten Fahrer aus seinem BMW. Einsatzkräften gegenüber erwähnte der BMW-Fahrer dass sich in dem Fahrzeug wohl noch eine weitere Person befunden haben soll. Im Bereich der Unfallstelle wurden umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt. Durch die Suchmaßnahmen und weitere Ermittlungen konnten keine Erkenntnisse gewonnen werden, dass sich eine weitere Person im BMW befand. Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass der 36-Jährige allein in seinem Auto unterwegs war. Der 36-Jährige war alkoholisiert. Eine Blutprobe soll nun den genauen Wert ermitteln. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 40.000 Euro.

Essen oder Nicht-Essen?

Gerade wird gefastet und zwar bei Christen und Muslimen, denn die Fastenzeit und der Ramadan überschneiden sich in diesem Jahr. Aber nicht nur gläubige Menschen fasten. Manche fasten auch einfach aus Tradition oder Überzeugung. Aber warum entscheiden wir uns überhaupt zum Nicht-Essen ? Woher kommt die Entscheidung auf etwas zu Verzichten? Der Islamwissenschaftler Hussein Hamdan, erklärt dass das Fasten in allen Religionen verankert ist und trotz der verschiedenen Praktitierungsweisen doch einen gemeinsamen Kern hat - die Besinnung. Der Verzicht soll dem Fastenden in Erinnerung rufen welche Privilegien er hat und ihn Demut lernen. Dabei ist es egal, ob man aus religiösen oder aus anderen Gründen fastet.

Sinti und Roma – Die Geschichte der Minderheiten in der Region

Seit 1990 ist der 08. April der Internationale Tag der Roma. Obwohl es sich bei Sinti und Roma um zwei unterschiedliche Minderheiten handelt, werden sie oft gemeinsam genannt. Denn trotz ihrer Unterschiede ist die Diskriminierung, die sie – auch heute noch – erfahren sehr ähnlich. Wir haben einen Blick auf die Geschichte von Sinti und Roma hier in der Region geworfen. Die Schätzungen der durch den Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma reichen von 200.000 bis zu einer halben Million. Doch mit Ende des Zweiten Weltkrieges war das Leid noch nicht vorbei. Gemeinsam mit anderen konnte der Ulmer Ranco Brantner, über 35 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, durch einen Hungerstreik die Anerkennung des Völkermords an Sinti und Roma erwirken. Der Rassismus gegenüber der Minderheit ist auch heute noch verbreitet. Das wurde zuletzt durch einen Brandanschlag in Erbach bei Ulm im Jahr 2019 klar. Auch Sintizza Liane Winter erzählt von Rassismus, beispielsweise an der Schule ihrer Nichte. Viele Sinti und Roma wurden nach Ende des Krieges in ausgedienten Bauwagen am Stadtrand untergebracht – in Ulm beispielsweise in der Friedrichsau und am Roten Berg. Sie waren in den Städten unerwünscht. Damit blieb ihnen oft der Zugang zu Bildung verwehrt. Das wirkte sich auch auf die späteren Generationen aus. Liane Winter und Andreas Hoffmann-Richter setzten sich weiterhin für die Geschichtliche Aufarbeitung ein. Damit an die Namen der Ermordeten erinnert wird, und die nächsten Generationen bessere Chancen haben.

Schnelles Internet: Glasfaserausbau im Fischer- und Dichterviertel

Deutschland gilt oft als Nachzügler in Europa, wenn es um schnelles Internet geht – In Ulm soll der Glasfaserausbau jetzt aber zügig voran gehen. Bereits kommendes Jahr sollen das Fischer- und das Dichterviertel High-Speed Internet bekommen. In einem ersten Schritt haben die Stadtwerke Ulm gemeinsam mit der Stadt Ulm die Eigentümer informiert, bis September dieses Jahres müssen diese jetzt noch ihr Einverständnis geben die Häuser ans Glasfasernetz anzuschließen. Der Baustart soll 2023 erfolgen. Dann müssen die Anwohner auch mit Einschränkungen rechnen, die sollen sich laut der SWU TeleNet GmbH aber in Grenzen halten. Im Zuge des Glasfaserausbaus werden vor allem auch im Dichterviertel Maßnahmen für die Gartenschau 2030 angegangen. Dort sieht der Zeitplan dann einen Abschluss der Baumaßnahmen bis 2026 vor.

Wie geht man mit vom Krieg traumatisierten Kindern um?

Viele Ukrainer flüchten gerade vor dem Krieg in ihrer Heimat. Doch auch in Sicherheit leiden unter den Erlebnissen. Besonders Kinder sind vom Krieg traumatisiert. Unser Redakteur Justus Madaus hat sich mit einem Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche getroffen und gefragt, wie man mit traumatisierten Kindern umgehen sollte.

Polizei warnt vor neuer Masche beim Enkeltrick

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer…“ So ähnlich beginnt eine Whatsapp-Nachricht die ein Ehepaar im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West erhielt. Der Absender, der sich als Sohn ausgab, gab vor wegen seines kaputten Handys eine dringende Überweisung nicht ausführen zu können. Deshalb bat er „seine Eltern“ um Hilfe. Das Ehepaar überwies für ihn diese Rechnung. Es entstand so ein Schaden von rund 1.000 Euro. Leider kein Einzelfall. In den vergangenen Wochen haben die Betrugsfälle mit dieser Masche stark zugenommen. Polizeiintern wird sie von den Beamten "Enkeltrick 2.0" genannt. Abgesehen haben es die Täter es auf gutgläubige, ältere Menschen mit Kindern oder Enkeln. Wie beim Enkeltrick per Telefon wird eine erfundene Geschichte erzählt, um Geld zu erbeuten. Die Kriminalpolizei in Neu-Ulm muss derzeit täglich solche Fälle aufnehmen. Manchmal versuchen die Täter mit einem hin und herschreiben zunächst das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Genutzt wird meist eine deutsche Handynummer, die noch nicht im Handy gespeichert ist. Das Geld soll später auch auf eine deutsche Kontonummer überwiesen werden, damit das Vertrauen in die Echtheit möglich hoch ist. Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch, wenn Sie Nachrichten von einer unbekannten Nummer erhalten Rufen Sie bei der „alten“, Ihnen bekannten Nummer der Person an, ob die Info stimmt Bitten Sie um einen Anruf, ein Foto oder eine Sprachnachricht Überweisen Sie kein Geld auf fremde Bankkonten Betrüger nutzen immer öfter diesen Kommunikationsweg der Messenger Apps. Sofern sie solche Nachrichten erhalten, versichern sie sich immer erst unter der „alten“ Nummer, oder persönlich bei dem Angehörigen. Eine Überweisung ist selten so dringend, dass eine nicht sofortige Ausführung erhebliche Auswirkungen hätte. Wer den Betrügern bereits auf den Leim gegangen ist, soll sich schnellstmöglich bei der Polizei melden. Es gab schon Fälle, in denen das Geld noch vor der Überweisung gerettet werden konnte.

31-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Nach dem Angriff mit einem Messer auf eine 27-Jährige Autofahrerin gestern am frühen Abend in Dornstadt sitzt jetzt ein 31-jähriger Ex-Kollege der Frau in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm erging heute Nachmittag der Haftbefehl.
Wie Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei berichten, war die 27-Jährige gegen 16:20 Uhr in Dornstadt mit ihrem Auto unterwegs. In der Zeppelinstraße musste sie halten. Dort wurde die Tür des Wagens geöffnet und der 31-Jährige soll die Frau mit einem Messer verletzt haben. Dann sei der Mann geflüchtet.
Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf und suchte den Angreifer. Der Rettungsdienst kümmerte sich derweil um die schwer verletzte Frau. Sie kam in ein Krankenhaus. Kurze Zeit später nahm die Polizei den 31-Jährigen in der Wohnung eines Bekannten fest. Er händigte den Polizisten das mutmaßlich bei der Tat verwendete Messer aus. Weitere Angaben machte der Mann nicht. Warum er seine ehemalige Arbeitskollegin angegriffen hat, ist bislang nicht bekannt.

Alles Schall und Rauch? 

Heute ist der US-Amerikanische Tag des Blendwerks. Ein Tag der sich der Illusion und Täuschung widmet. Unsere Redakteurin hat den Ulmer Magier Florian Zimmer besucht und sich von ihm einen Trick beibringen lassen. Dabei lernt sie, dass die Fingerfertigkeit das A und O ist, denn diese wichtig für eine gelingende Illusion. Das Publikum muss sich auch täuschen lassen wollen, denn sonst funktioniert selbst der beste Trick nicht. Der Magier und Illusionist liebt die Magie und möchte diese an sein Publikum weitergeben, denn die eigene Begeisterung überträgt sich auf den Zuschauer und wird damit Teil der Show. Mit dem gelernten Wissen hat unsere Redakteurin versucht die Menschen in der Ulmer Innenstadt zu täuschen. Hier sehen Sie, wie gut das funktioniert hat. 

Unbewusst: Nichts für schwache Nasen

Eine Woche lang haben wir Ihnen jeden Tag einen Beruf vorgestellt, dessen Arbeit sehr wichtig für unsere Gesellschaft ist. Aber nicht immer sind wir uns dessen bewusst. Heute schließen wir die Serie „Unbewusst“ mit einem Beruf ab, für den man keine schwachen Nerven oder Nase haben sollte. Mehr als 120 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich pro Tag.  Ob zum Zähneputzen, Kochen, Waschen, Duschen oder für den Toilettengang. Bei letzterem drücken wir einfach einen Knopf, Wasser strömt aus dem Spülkasten und alles wird hinuntergeschwemmt. Für uns ist damit das Thema beendet. Doch was passiert danach und warum dürfen wir nicht einfach alles ins WC schütten? Meine Kollegin Eva Reuter geht der Sache auf den Grund.

Der Große Zapfenstreich - Jürgen Knappe geht in den Ruhestand

Die Erste Erwähnung eines Zapfenstreichs findet sich im Jahr 1596. Über Jahrhunderte Entwickelte sich der Brauch weiter. Dazu kamen später Musik und ein Gebet. So entstand der Große Zapfenstreich wie wir ihn heute kennen. Wie auch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im vergangenen Jahr wird er als Abschiedszeremonie abgehalten. Gestern hat es eine solche Zeremonie auch in der Wilhelmsburgkaserne in Ulm für Jürgen Knappe gegeben. 1977 Schloss er die Grundausbildung ab. 2018 kam er als Befehlshaber des Multinationalen Kommandos Operative Führung nach Ulm. Jetzt gibt er nach über 40 Dienstjahren das Kommando ab. Eine von Knappes größten Aufgaben während seiner Amtszeit hier in Ulm: Der Aufbau des Joint Support and Enabling Command – kurz JSEC. Das NATO-Kommando organisiert Truppenbewegungen über Staatsgrenzen hinweg. Auch jetzt befindet sich dieses Kommando im Einsatz. Wegen des Krieges in der Ukraine wird von Ulm aus zurzeit die Bewegung Tausender Truppen an die NATO-Ostflanke organisiert. Die Übergabe erfolgt im laufenden Betrieb. Den Posten übernimmt jetzt Generalleutnant Alexander Sollfrank. Nach Abgabe seines Kommandos folgt am Abend der Große Zapfenstreich zu Ehren von Jürgen Knappe. Mit dem Aufmarsch des Wachbataillons und den Klängen des Musikkorps wird Knappe am 17.03.2022 dann schlussendlich in die Nacht und in den Ruhestand entlassen.

Technische Hochschule Ulm mit Fairtrade Siegel ausgezeichnet

Fairtrade steht für bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die Technische Hochschule Ulm ist nun erneut mit dem Fairtrade Siegel ausgezeichnet worden. Das ist laut Professorin Ursula Klaschka nur durch langjähriges Engagement möglich. Neben Fairtrade Produkten in der Cafeteria und in Automaten hat sich ein Blick in die Ulmer Innenstadt zeigt. Mit der Fairtrade Auszeichnung steht die Hochschule nicht alleine da. Seit über 30 Jahren gibt es bereits den Weltladen. Hier gibt es Produkte, wie der Name bereits vermuten lässt, aus aller Welt zu kaufen. Wichtig: Fair muss es sein.
Eva Gollan fügt an, dass Fairness natürlich auch seinen Preis hat. Und das bringt uns zu Benjamin Schmidt. Er betreibt ein Restaurant in Ulm und legt viel Wert auf Nachhaltigkeit.
Auch wenn der Wunsch nach Fairtrade bei Vielen vorhanden ist, die Realität zeigt, wie so oft, hat der Endkonsument die Chance einen Unterschied zu machen. Universtäten, Einkaufsläden und Restaurants

OB-Wahl: Die Kandidaten und Kandidatinnen stellen sich vor

Am 27. März wählt Laupheim einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Amtsinhaber Gerold Rechle war vergangenen Dezember an einem Krebsleiden verstorben. Fünf Kandidaten und eine Kandidatin haben sich auf das Amt beworben. In einer Online-Vorstellungsrunde der Schwäbischen Zeitung haben sie sich gestern Abend gemeinsam den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt vorgestellt. Wir stellen ihnen alle sechs vor, heute machen drei davon den Anfang. Den Anfang machen Kevin Wiest, Raymond Ihle und Robert Dilber.
Am Montag folgen dann Ingo Bergmann, Alexandra Scherer und Michael Springer.
Alle sechs vorgestellten Kandidaten stehen am 27. März zur Wahl. Wer sich selbst vor der Wahl noch ein Bild von den Bewerbern machen will, der kann sich für die offizielle Kandidatenvorstellung in der Herrenmahdhalle anmelden, die am 18. März stattfindet.

Michelin vergibt 5 Sterne in der Region

In Deutschland wurden jüngst 327 Michelin Sterne vergeben. So viele wie noch nie. Und auch die Region ist am kulinarischen Aufschwung beteiligt. 4 Restaurants wurden mit dem begehrten Stern ausgezeichnet.  Das „Siedepunkt“ in Böfingen überzeugt die Juroren durch moderne, saisonal geprägte Gerichte aus hochwertigen Produkten.  
Der Gasthof zum Bad in Langenau wurde auf Grund der klassisch-saisonalen Küche ausgezeichnet, in der sich aber auch modern-internationale Einflüsse finden 
Mit gehobener, schwäbischer Küche kann sich das Restaurant Ursprung in Königsbronn erneut einen Stern ergattern.  
Das zum LAGO zugehörige französisch moderne Restaurant „Seestern“ verteidigt erneut seinen Stern. Das Gourmethotel kann sich zudem über einen grünen Stern für das Restaurant Treibgut freuen – dieser zeichnet eine besonders nachhaltige Küche aus. 

Bombenentschärfung Aalen – Rückblick auf den Ablauf

Die Einsatzkräfte klingeln, niemand macht auf. Heute ausnahmsweise ein gutes Zeichen. Rund 3300 Menschen müssen am Samstag in Aalen evakuiert werden. Das Technische Hilfswerk geht sicher, dass die Bewohner ihre Häuser verlassen haben. Eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg wird entschärft. Eine Tonne Schwer – gefüllt mit 500 Kilogramm Sprengstoff. Ein Großaufgebot von mehreren Hundert Haupt- und Ehrenamtlichen Helfern muss deshalb heute koordiniert werden. Alle Bewohner im Betroffenen Bereich haben vorab ein Schreiben erhalten. Der Großteil hat sich alternative Aufenthaltsmöglichkeiten organisiert, für alle anderen stellt die Stadt das Schubart Gymnasium als Aufenthaltsort zur Verfügung. Auch mit der Corona Situation wurde geplant. Neben den Corona-Patienten haben auch weitere Menschen Hilfe benötigt. Um 6 Uhr haben die Evakuierungsarbeiten begonnen. Als sicher ist, dass alle Menschen ihre Häuser verlassen haben, gibt es um kurz nach 13 Uhr dann die Entwarnung. Die Bombe ist entschärft. Für Ralf Vendel, Leiter vom Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Stuttgart weder Aufregung noch Routine. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting zieht ein zufriedenes Fazit. Anschließend wird die Bombe gereinigt und eingelagert. Später soll sie dann in einer Speziellen Anlage vernichtet werden.

Ankunft der ersten Ukraine Flüchtlinge in Oberelchingen

Heute Mittag ist ein großer Hilfstransport mit Geflüchteten aus der Ukraine in Oberelchingen im Landkreis Neu-Ulm angekommen. Drei Busse haben 84 Menschen über die Grenze gebracht. Woher genau die Ukrainer herkommen lässt sich noch nicht sagen. Nach einem Coronatest und einer Erstverpflegung in einem Oberelchinger Lokal ging es für die Kriegsflüchtlinge weiter. Privatleute werden sie aufnehmen. Auch am Samstag werden wieder Busse erwartet.

Zollhündin geht in Rente

Tiere, insbesondere Hunde sind unsere treuen Begleiter im Alltag, während manche das Sofa hüten, erschnüffel andere Verbrechern – wie Vicky. Sie ist schon 13 Jahre alt, hat allmählich Probleme mit den Gelenken und muss jetzt ihrem Alter geschuldet das Amt niederlegen. Ihr Besitzer Helmut Ahrens, bezeichnet sie als „arbeitsgeil“, wahrscheinlich würde die Hundedame noch weiter nach Rauschgift suchen. Heute hatte sie ihren letzten, aber auch ereignisreichen letzten Arbeitstag.  PKWs, Pick-ups und Reisebusse wurden von ihrer feinen Nase durchsucht. Der Zoll konnte heute zwar keinen Großfund vermelden, dennoch hatte Vicky einen erfolgreichen letzten Arbeitstag. Denn auch wenn wenn es keinen Fund gibt, wird Vicky immer belohnt – ein vermeintlicher Schmuggel wird unter die Menge gemischt, damit sie immer einen Treffer landet und der flauschige Beamte die Lust nicht verliert. Eine Nachfolgerin gibt es auch schon – die dreijährige Lia.

Solidarität mit Ukraine – Spendenaktionen in der Region

Großer Menschenandrang ohne Struktur – das ist nichts für Marco Cusumano. Heute stellt er die Absperrungen aber nicht für sein Unternehmen in der Eventsicherheit auf, sondern für einen guten Zweck. Er sammelt hier im Neu-Ulmer Stadtteil Burlafingen Spenden für die Menschen in der Ukraine. Überbringen will er Sie selbst. Bis nach Krasnystaw in Polen. Von hier aus werden die Spenden an Geflüchtete vor Ort verteilt aber auch über die Grenze in die Ukraine gebracht. Bereits gestern hat es eine Spendenaktion am Münsterplatz in Ulm gegeben. Das Ziel dieser Spenden ist die Slowakisch-Ukrainische Grenze. Für die Fahrten wurden Busse organisiert. Diese sollen jedoch nicht nur die Hilfsgüter hin sondern auch Geflüchtete mit zurück bringen. Für diese Menschen sucht Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis aktuell Unterkünfte. Auch hier zeigen sich die Bewohner der Doppelstadt solidarisch. In den kommenden Tagen sind weitere Spendenaktionen in der Region geplant. Schon bald sollten dann die ersten Hilfsgüter bei den Betroffenen vor Ort ankommen.

Tabuthema Tod – Der Umgang mit dem Ableben

Der Tod. Er ist für uns alle gesetzt und eines der größten Themen der Philosophie. Auch Franz-Josef Wetz hat sich damit beschäftigt. In seinem Buch „Tot ohne Gott“ geht der in Schwäbisch Gmünd ansässige Philosoph darauf ein wie Menschen mit dem Tod in einer Zeit umgehen, in der immer mehr ohne Glauben oder Religion leben. Laut Wetz können wir mit dem Tod nicht fertigwerden. Es kommt aber darauf an wie wir mit dem Tod nicht fertig werden. Hier greift vor allem das Thema Trost.
Über die Themen Trauer und Trost sprechen wir auch mit Imogen Saß. Sie arbeitet in der Psycho-Sozialen Beratung im Hospiz Ulm. Das Hospiz hat keine religiöse Trägerschaft, betreut aber jeden Menschen, ganz abgesehen von Religiöser oder Spiritueller Neigung. Für Frau Saß selbst bleibt die Frage nach dem Tod in gewisser Weise offen. Der Tod also als großes Fragezeichen. Auch ohne mit einer Antwort zu rechnen. Imogen Saß findet, dass der Dialog um das Thema Tod normalisiert werden sollte.
Franz Josef-Wetz sieht es so: Dem Tod gegenüber steht immer ein natürliches Selbsterhaltungsstreben – das beim Menschen, wie bei jedem Lebewesen vorhanden ist. Dennoch müssen wir lernen uns mit dem Tod zu arrangieren. Dafür stehen uns verschiedene Quellen des Trostes zur Verfügung. Der Tod kann also viele Dinge sein. Er ist Angst, Verlust, Erleichterung oder Schock. Er ist unausweichlich und doch verdrängt. Sinnstiftend und schmerzhaft. Vor allem ist der Tod aber etwas, das wir alle teilen.

Bäume an Universitätsklinikum Ulm besetzt

Klimaaktivisten haben heute begonnen, Bäume am Universitätsklinikum Ulm zu besetzen. Damit wollen Sie die geplante Rodung zum Bau eines provisorischen Bettenlagers verhindern. Zuletzt hieß es von einer Sprecherin, dass der Bau frühestens im Herbst geplant sei. Die Aktivisten haben nach eigenen Angaben am Wochenende Markierungen an den Bäumen gefunden, die auf eine Fällung hindeuten. Die geplante Fällung der 120-150 Jahre alten Bäume wurde zuletzt im Gemeinderat kritisiert, da das Provisorium auch auf dem Parkplatz hätte Platz finden können.

Solidaritätsbekundung mit ukrainischer Partnerregion

Mit einer gemeinsamen Solidaritätserklärung für Tscherniwzi reagieren der Bezirk Schwaben, das Département Mayenne und der rumänische Kreis Suceava auf den aktuellen Konflikt mit Russland. Auch die kommende Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“ soll ein Zeichen für die Solidarität mit der Ukraine setzen.

Der Bezirk Schwaben, das französische Dèpartement Mayenne und der rumänische Kreis Suceava stehen fest an der Seite ihrer Partnerregion Tscherniwzi. Gemeinsam wollen die Partner zu einem friedlich vereinten Europa beitragen. „Deswegen erklären wir hiermit unsere Solidarität zu unseren Freunden in der Ukraine, die ihre territoriale Souveränität und damit auch ihre künftige Freiheit im europäischen Geiste bedroht sehen“, so Bezirkstagspräsident Martin Sailer. Und weiter: „Unsere Partnerschaft ist ein kleiner, aber wichtiger Mosaikstein im großen europäischen Gedanken. Wir, der Bezirk Schwaben, stehen Schulter an Schulter mit Tscherniwzi.“

Im Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Region wird auch die gemeinsame Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“ stehen, die heuer vom 1. bis 5. August in Tscherniwzi stattfinden wird. „Wir werden eine starke Delegation nach Tscherniwzi führen“, sagte Sailer. Der Vorsitzende der ukrainischen Gebietsverwaltung, Dr. Serhij Osatschuk, erwiderte, Tscherniwzi freue sich auf seine Gäste. „Setzen Sie ein Zeichen und kommen Sie nach Tscherniwzi“, sagte Osatschuk.

Bayrisches Kabinett kippt Sperrstunde

Erst auf, dann zu, dann länger, dann gar nicht. So fühlt sich das Wirrwarr mit den  Corona-Regelungen zumindest an. Wir als Grenzgänger müssen häufig zweimal nachsehen, was nun wo gilt. Die Regeln sind in Baden-Württemberg und Bayern nicht immer gleich, in Ulm wurde die Sperrstunde schon vor kurzem gekippt. Darüber wurde heute auch in Bayern debattiert. Für eine Gastronomin aus Offenhausen bedeuten die Lockerungen keine Veränderung im Betrieb, auch wenn sie sich für ihre Stammgäste und Mitarbeiter freut. Ein anderer Neu-Ulmer Gastronom kann sich hingegen freuen, denn er hat auch einen Barbetrieb, der jetzt wieder anlaufen kann. Auch das Kino in welchem sein Restaurant vertreten ist, darf nun wieder eine höhere Auslastung haben – und zwar 75%.

Ricarda Lang ist Bundesvorsitzende der Grünen

 

Ricarda Lang – wenn sie diesen Namen noch nicht kennen, dann sollten sie ihn sich spätestens jetzt merken. Die 28-Jährige aus dem Wahlkreis Schwäbisch-Gmünd Backnang startet mit ihrer politischen Karriere gerade voll durch. Vergangene Woche ist sie zusammen mit Orid Nouripour zur Bundesvorsitzenden der Grünen mit rund 76 Prozent gewählt worden. Sie tritt damit in die Fußstapfen von Annalena Baerbock und Robert Habeck. Dieses Ergebnis muss allerdings noch per Briefwahl bestätigt werden. Wegen einer Quarantäne konnte sie nicht persönlich auf dem Parteitag dabei sein. Wir haben mir ihre über ihre erste Woche nach der Wahl und über ihre Ziele als Parteivorsitzende gesprochen.

Popcorn mal anders: Hof verkauft besondere Geschmacksrichtungen

Ein gemütlicher Fernsehabend mit Popcorn, je nach Geschmack süß oder salzig. Aber können sie sich vorstellen Popcorn auch zum Salat oder einem Steak zu essen? Ein Bauernhof aus Langenau stellt den Snack in den verschiedensten Geschmacksrichtungen her, die zu viel mehr als nur einem guten Film passen. Paprika-Chili, Karamell oder klassisch süß – Das sind nur einige der Popcorn-Sorten die Carole Hieber selbst auf dem Albrechtenhof herstellt. Die Idee kam ganz spontan: Denn eigentlich produziert der Hof Mais für Polenta. Die Popcorn-Manufaktur gibt es erst seit rund vier Jahren, die Idee kommt allerdings an. Und daher sind für die Zukunft auch schon die nächsten Sorten geplant, zum Beispiel ein Schoko-Popcorn das original Schweizer Schokolade beinhaltet.

Einzelhändler sehen durch 3G keine deutliche Erleichterung

In den vergangenen Tagen haben die Corona-Maßnahmen erneut für einen Einkaufs-Tourismus gesorgt. Während in Baden-Württemberg 2G galt, musste man in Bayern keinen Impf- oder Genesenennachweis mehr vorzeigen. Gestern hat auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Maßnahme gekippt. Seitdem gilt in vielen Geschäften des Einzelhandels 3G. Ganz glücklich sind die Händler damit aber noch immer nicht. Laut Handelsverband Baden-Württemberg hat 2G dafür gesorgt, dass 30 Prozent der Menschen bestimmte Geschäfte nicht mehr betreten durften. Die Händler haben aber die Erfahrung gemacht, dass die Kontrollen am Eingang auch andere Menschen abschreckt. Rainer Wolf betreibt Geschäfte in beiden Bundesländern. Mit 2G waren die Umsätze in seinen vier Filialen deutlich niedriger. Wie das mit 3G in Ulm sein wird, kann er derzeit noch nicht abschätzen. Viele Händler im Ländle befürchten, dass sie auch mit 3G einen Großteil ihres Geschäftes ans Internet oder ins andere Bundesland verlieren. Sie fordern gleiche Regeln für alle.

Für mehr Inklusion: Landkreis Neu-Ulm wünscht Kritik

Am Bahnhof nachsehen, wann der Bus fährt oder in den zweiten Stock eines Gebäudes ohne Aufzug gehen - für viele Menschen ist das selbstverständlich. Menschen mit Behinderung haben es da nicht so einfach. In den banalsten Alltagssituationen wird der fehlende Aufzug oder der ausgedruckte Fahrplan zur Hürde. Barrierefreiheit und Inklusion sollen deshalb im Landkreis Neu-Ulm vorangetrieben werden und lädt deshalb Menschen mit Behinderungen dazu ein, sich bei Online-Workshops zu beteiligen. Heute hat der Erste stattgefunden. Sylvia Hofmeister und Helga Bröckl sind selbst betroffen. Sie sind haben eine Sehbehinderung und sie erklären, was sie im Landkreis ändern würden.  

Traum wird wahr: Skicrosser Daniel Bohnacker vor den Olympischen Spielen in Peking

Haben Sie auch einen großen Traum oder Wunsch? Ich denke viele von uns haben das und versuchen diese zu verwirklichen. So auch Daniel Bohnacker. Der Skicrosser aus Westerheim im Alb-Donau-Kreis arbeitet seit langem auf seinen Traum hin: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Trotz durchschnittlichen Saisonleistungen hat der Westerheimer die Olympia-Norm erfüllt. Da die Norm auch fünf Teamkollegen erreichen konnten und nur vier Startplätze für die Olympischen Spiele zur Verfügung stehen, musste Bohnacker bis zuletzt zittern. Mit glücklichem Ende. Er ist dabei bei den Olympischen Spielen in Peking. Im Februar geht´s los. Nach der Nominierung, vor dem nächsten Weltcup-Wochenende in Schweden und vor den Olympischen Spielen haben wir mit Daniel Bohnacker über die aktuelle Situation und seine Ziele gesprochen.

Kultur in Ulm: Das gibt´s 2022 im Stadthaus zu entdecken

Ob Musik, Fotografie, oder abstrakte Kunst. Das Stadthaus in Ulm bietet seinen Besuchern verschiedenste Kulturangebote. Wie das bei Kulturliebhabern ankommt? Das zeigen die Besucherzahlen. Im Jahr 2021 haben rund 72.000 Menschen dem Ulmer Stadthaus einen Besuch abgestattet und das trotz fünf monatigem Shutdown. Kultur schaffen. Das will Ulm auch im Jahr 2022 und deswegen hat das Stadthaus in Ulm schonmal einen Ausblick auf kommende Projekte gegeben. Alles in allem sollen viele Kulturbereiche abgedeckt werden. Neben Natur und Stadt finden deshalb auch Tanz und Musik dieses Jahr ihren Platz. Sodass für jeden etwas dabei ist. Und wenn das Feedback weiterhin so gut bleibt steht einem erfolgreichem Kulturjahr nichts mehr im Wege.

Verärgerung über Corona-Spaziergänger nimmt zu

Die Corona-Spaziergänger bekommen zunehmend Gegenwind. Heute Abend wollen Medizinstudenten in Ulm zeigen, dass es auch andere Meinungen gibt, als die der Maßnahmen-Gegner. Einer ärgert sich besonders über die Demonstranten: Der Chefarzt der Anästhesie am Klinikum Ehingen. Während er drinnen ums Leben der schwerkranken Corona-Patienten kämpft, fordern die Demonstranten vor dem Krankenhaus „Friede, Freiheit und Selbstbestimmung“. Jetzt hat der Arzt seinem Ärger Luft gemacht.
„Ich bin nicht auf den Beifall der Bevölkerung oder von Querdenkern angewiesen. Was mich aber wirklich stört, ist, dass den Spaziergängern die Angst und das persönliche Leid der Angehörigen und die schwere Erkrankung der Patienten völlig egal zu sein scheinen“ sagt Dr. med. Markus Brucke, Anästhesie-Chefarzt am Alb-Donau Klinikum Ehingen, der unter anderem auch die dortige Intensivstation leitet.
Das Verhalten der Spaziergänger ist für ihn respektlos gegenüber den zahlreichen Ärzten sowie den vielen Pflegekräften, die seit zwei Jahren mit den erheblichen Folgen dieser Pandemie zu tun haben und in dieser Zeit mehrere hundert Patienten gerettet haben. Insgesamt wurden bis heute deutlich mehr als 500 Covid-Patienten im Alb-Donau Klinikum stationär aufgenommen und behandelt, davon fast 150 auf der Intensivstation in Ehingen. Alle Mitarbeiter haben zu Beginn der Pandemie trotz knapper Schutzausrüstung und noch ohne schützende Impfung ihre eigene Gesundheit und die ihrer Familien aufs Spiel gesetzt.
Wenn in Ulm heute Abend die Gegner der Corona-Maßnahmen durch die Straßen ziehen, findet auf dem Münsterplatz eine angemeldete Gegendemonstration statt. Organisiert haben sie die beiden Ulmer Medizinstudenten Kajetan und Jakob. "Wir wollten den Querdenkern und "Spaziergängern" in Ulm nicht den öffentlich Raum überlassen. Wir wollten zeigen dass es ne stillte Mehrheit gibt, die sich nicht nur an die Maßnahmen zu Pandemiebekämpfung hält sondern auch entsprechend sich impfen lässt und probiert diese Pandemie so schnell wie möglich zu beenden", so Kajetan. Seinen vollen Namen will er aus Angst vor Angriffen auf ihn nicht nennen.
Während die Demonstranten ohne Abstand und Maske unterwegs sind, fordern die beiden Veranstalter der Gegendemonstration von ihren Teilnehmern strengere Schutzmaßnahmen, als es die städtischen Auflagen vorsehen. "Wir erwarten aber von unseren Teilnehmern dass sie FFP2 Makse tragen. Unsere Teilnehmer sind auch alle – die uns bekannt sind – vollständig geimpft oder sogar geboostert", so Kajetan. Aktuell rechnen die beiden Studenten mit 180 bis 200 Teilnehmern. Auch weitere Gegendemonstrationen zu den Spaziergängen können sie sich vorstellen.
 

Polizei stellt Impfausweise und Mobiltelefone sicher

Wer den Nachweis einer Impfung gegen Covid-19 hat, hat mehr Freiheiten. Doch nicht jeder ist bereit, dafür auch einen Pieks in Kauf zu nehmen. Schon im Oktober ist bekannt geworden, dass ein Hausarzt aus dem schwäbischen Wemding Impfnachweise ohne Impfung verteilt. Heute hat die Polizei in diesem Zusammenhang eine größere Aktion durchgeführt. In vier Bundesländern haben die Beamten dabei rund 100 Hausdurchsuchungen durchgeführt.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, einen bis Herbst 2021 in Wemding praktizierenden Arzt aufgesucht zu haben, um einen Impfnachweis zu erhalten. In beiderseitigem Einvernehmen kam es jedoch zu keiner Covid-Impfung.
Bei den Durchsuchungen wurden gut 70 Mobiltelefone sichergestellt. Diese werden nun nach tatrelevanten Inhalten ausgewertet. Außerdem geht die Polizei davon aus, dass sich auf mehreren Mobiltelefonen widerrechtlich erlangte digitale Impfzertifikate befinden. In diesem Zusammenhang wurden auch Dokumente sichergestellt, die den Anschein einer vorhandenen Covid-Impfung erwecken, darunter gut 80 Impfausweise. Neben dem strafrechtlichen Aspekt wurde durch die Sicherstellungen auch dem Infektionsschutz Rechnung getragen.
Bei knapp 50 Beschuldigten wurde heute zudem eine Blutentnahme zur Feststellung des Titer-Werts durchgeführt.
Im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit wurde vor Ort bei jedem Beschuldigten im Einzelfall geprüft, ob eine Sicherstellung des Mobiltelefons und eine Blutentnahme für die Ermittlungen erforderlich sind.
Nahezu alle Personen verhielten sich durchweg kooperativ. Die Polizei setzte aber auch einen Schwerpunkt darauf, den Beschuldigten die Maßnahmen und Hintergründe zu erläutern. Dazu waren beispielsweise auch Kommunikationsbeamte im Einsatz. Es kam zu keinen nennenswerten Fällen, bei denen die Beschuldigten gegen die Maßnahmen der Beamten agierten.
Im Zuge der Durchsuchungen kam es auch zu sog. „Zufallsfunden“. Dabei wurden beispielsweise 600 Gramm Marihuana, sowie geringe Mengen an Amphetamin und Kokain aufgefunden. Außerdem wurden eine Schreckschusspistole und ein Springmesser sichergestellt. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte fünf Stempel von Arztpraxen und Impfzentren, mehrere Blanko-Impfausweise und Blanko-Genesenen-Zertifikate.
Gegen die Beschuldigten wird wegen Beihilfe bzw. Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse und deren Verwendung ermittelt. Außerdem stehen Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz im Raum. Auch wegen der in Frage kommenden Delikte hinsichtlich der Zufallsfunde wird nun ermittelt.
Zudem soll es eine dreistellige Anzahl von Patienten gegeben haben, die den Arzt tatsächlich in der Absicht aufsuchten, geimpft zu werden. Diesen soll aber - ohne deren Wissen - kein Impfstoff verabreicht und eine Impfung nur vorgetäuscht worden sein. In diesen Fällen wird gegen den betreffenden Arzt unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, Betrugs und der wissentlichen unrichtigen Dokumentation einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus (§ 74 Abs. 2 IfSG) ermittelt. Das Ermittlungsverfahren gegen den Arzt führt die bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG). Die so getäuschten Patienten waren jedoch nicht von den heutigen Maßnahmen betroffen. Schon im November wurde gegen den Arzt ein vorläufiges Berufsverbot verhängt.
Die Auswertung, Untersuchung und Bewertung der sichergestellten Gegenstände werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen, weswegen keine zeitnahe Aussage über das Ergebnis zu erwarten ist.

Taucher suchen nach Tatwaffe

Polizeitaucher und Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben heute in einem mehrstündigen Einsatz an und in der Donau nach einer Tatwaffe gesucht. Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Neu-Ulm kurz vor Weihnachten ist ein 40-Jähriger Tatverdächtiger bereits festgenommen. Er soll auf einen Bekannten eingestochen haben. Die Ermittlungsarbeiten haben ergeben, dass der mutmaßliche Täter das Messer in die Donau geworfen haben soll. Nachdem bereits vergangenes Jahr Taucher nach dem Beweisstück gesucht haben, wurde heute ein zweiter Versuch gestartet.

Strafanzeigen gegen Organisatoren der "Corona-Spaziergänge"

Die Stadt Ulm stellt Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz gegen drei mutmaßliche Organisatoren des unangemeldeten “Corona-Spaziergangs” von vergangenem Freitag. Auch wenn die Polizei vor Ort nicht aktiv eingegriffen hat, konnte sie die drei Männer identifizieren, die als offensichtlich informelle Versammlungsleiter fungiert haben und wiederholt Sprechchöre und Aufzugsrichtung vorgegeben haben. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Vergangenen Freitag haben sich rund 3000 Menschen auf dem Münsterplatz versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.  

"Corona-Spaziergänge" - Kritik an laissez-faire Haltung der Stadt

Auch heute Abend spazieren sie durch die Straßen. Regelmäßig finden in der Region Corona-Spaziergänge statt. Während viele Städte diese unangemeldeten Versammlungen bereits verboten oder mit strengen Regeln belegt haben, lässt man in Ulm diesen Protesten weitgehend freie Bahn. Bislang ist hier alles friedlich abgelaufen. In der Bevölkerung regt sich aber zunehmend Widerstand. Jetzt wird auch die Stadtspitze für ihre laissez-faire Haltung im Umgang mit den Demonstranten kritisiert.

Kritik an den neuen Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz

Die Omikron-Welle rollt auf Deutschland zu. Experten sind sich sicher, auch vor uns wird sie nicht Halt machen. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind in Deutschland aber noch viele Schutzmaßnahmen aus der Delta-Welle in Kraft. Heute haben sich die Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz abgestimmt, wo nachgebessert werden soll. Dabei spielen vor allem 2G plus in der Gastronomie, eine verkürzte Quarantäne und Kontaktbeschränkungen eine Rolle.
Der baden-württembergische Industrie- und Handelskammertag kritisiert, die 2G Plus-Regelung bundesweit für die Gastronomie festzuschreiben. „Die verschärften Zugangshürden sind ein weiteres Pfund für die ohnehin schon schwer gebeutelte Branche. Das lässt sich in Baden-Württemberg, wo diese Regelung bereits greift, deutlich erkennen", so Hauptgeschäftsführer Martin Keppler.
Laut Olaf Scholz sind die Ministerpräsidenten geschlossen für eine allgemeine Impfpflicht. Die Zuständigkeit sieht der Bundeskanzler allerdings im Bundestag. Der Neu-Ulmer CSU-Abgeordnete Alexander Engelhard würde dieses Thema gerne möglichst schnell und möglichst gründlich diskutieren.
Aus Angst vor Ausfällen der kritischen Infrastruktur wird auch die Quarantäne-Regelung geändert. Zukünftig sind Kontaktpersonen, die einen vollständigen Impfschutz mit Auffrischungsimpfung vorweisen können, von einer häuslichen Absonderung ausgenommen. Das gilt auch für frisch geimpfte und genesene Personen.

Temperaturrekord in der Region: Was bedeutet das für den Winter?

Ein wenig überrascht ist Roland Roth vom Wetterwarte Süd-Standort Bad Schussenried schon. In Zeiten des Klimawandels ist das vergangene Jahr das zwanzig wärmste in den letzten 50 Jahren. 2021 liegt also eher im Mittelfeld. Im Durchschnitt was die Temperaturen betrifft, jedoch besonders auffällig, wenn es um Wetterextreme geht.
Ebenfalls ungewöhnlich: grüne Weihnachten sind wir ja mittlerweile gewohnt, aber dass der Jahresanfang weiterhin extrem warm geblieben ist, ist laut Roth schon ziemlich selten. Auch hier wurden Rekordtemperaturen gemessen. Erst seit heute herrschen bei uns wieder angemessen winterliche Temperaturen.
Schuld an den lang anhaltenden warmen Temperaturen ist laut Roland Roth unter Anderem der Jet Stream:
Eine genaue Vorhersage über den Wetterverlauf für diesen Winter sei mit dem derzeitigen Stand der Technik nicht möglich. Vorhersagen können nur für knapp eine Woche getroffen werden, so Roland Roth. Für den Februar kann aktuell noch keine Prognose gemacht werden. Ein allgemeiner Trend von wärmeren Temperaturen und extremen Wetterphänomenen sei allerdings auch bei uns in der Region klar zu erkennen.

Ohne 2G-Regelung kommen wieder mehr Kunden

Auf der einen Seite ist die Gerichtsentscheidung eine Erleichterung, auf der anderen auch eine Enttäuschung: Seit dem 8. Dezember dürfen Kunden in Bayern nur noch mit 2G-Nachweis in viele Ladengeschäfte. Kontrollen an den Eingängen sind die Folge. Nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes hat sich herausgestellt: In Modegeschäften hätte das nicht sein müssen.
Es gab ein Kommunikationsproblem, weshalb die Händler die strengeren Maßnahmen umgesetzt haben. Um die Ausnahmen von der 2G-Regelung zu konkretisieren, hatte die Bayerische Staatsregierung eine Liste mit Beispielen veröffentlicht. Schuhgeschäfte, Parfümerien und Autowaschanlagen wurden hier erwähnt. Bekleidungsgeschäfte allerdings nicht. Deshalb sind die Händler davon ausgegangen, dass diese Ausnahme nicht für sie gilt. Erst seit der Gerichtsentscheidung vergangene Woche stehen auch diese Geschäfte auf der Liste.
Rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland sind nicht geimpft. Weil diese bei einer 2G-Regelung ausgeschlossen sind, fallen sie als Kunden weg. Hinzu kommt, dass die Kontrollen auch andere Kunden abschrecken. Jetzt rechnen die Händler beidseits der Landesgrenze mit einem Einkaufstourismus in die Klamottenläden im Freistaat. In Baden-Württemberg hoffen die Einzelhändler, dass auch bei ihnen die Regelung wegfällt. Angesteckt hätte sich hier, laut dem Präsidenten des Handelsverbandes Baden-Württemberg, niemand.

Neujahrsvorsätze - Was wirklich dahinter steckt

Ein neues Jahr beginnt und wie es die Tradition so will, setzen sich die Menschen Vorsätze. Diesen Brauch haben die Römer eingeführt und bis heute ist er uns erhalten geblieben. Und auch die Ulmer haben sich fürs Jahr 2022 Ziele gesetzt. Doch diese dann auch wirklich zu verfolgen, das ist oft leichter gesagt als getan. Vorsätze richtig setzen und einhalten. Ist das wirklich der Schlüssel um gut ins neue Jahr zu starten? Mehr Sport machen, mit dem Rauchen aufhören, weniger Süßkram. Das sind wohl die berühmtesten Vorsätze zu Beginn des neuen Jahres. Es ist bekanntermaßen nicht so einfach den inneren Schweinehund zu besiegen. Was der Grund dafür sein könnte und was genau wir dagegen tun können, verrät uns Psychologie Professor Harald Gündel.

Kultusministerium versorgt Schulen mit OP- und FFP2-Masken

Das Bayerische Kultusministerium hat zugesagt, 6 Millionen OP-Masken und rund 2,7 Millionen FFP2 Masken für Schulen im Freistaat zur Verfügung zu stellen. Die Masken sollen Lehrern und anderen Mitarbeitern an den staatlichen Schulen sowie den Förderschulen ausgehändigt werden. Die Lieferung soll zeitnah nach den Weihnachtsferien erfolgen. Die OP-Masken sind dabei für den regulären Unterricht gedacht, das Kontingent an FFP2 Masken soll vor allem für Situation zum Einsatz kommen in denen besonderer Schutz notwendig ist.

Versuchte Tötung in Neu-Ulm

In der Nacht von Freitag auf Samstag findet ein vorbeifahrender PKW Fahrer einen blutenden Mann an der Augsburgerstraße in Neu-Ulm. Jetzt sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Ermittelt wird wegen versuchter Tötung und besonders schwerer räuberischer Erpressung. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat zu den Ereignissen der Tatnacht weitere Ermittlungen aufgenommen. Entscheidend sind momentan vor allem die Aussagen des Geschädigten und die eines Zeugen.  Laut ihm habe er zwei Personen, eine Frau und einen Mann, in das Haus eingeladen. Dort sei es nach dem Konsum von Alkohol zwischen ihm und dem Mann zu einem Streit gekommen. Er habe Geld gefordert. Nachdem der Geschädigte ablehnte habe der Angreifer mehrmals auf ihn eingestochen.

Sanierung der Reuttier Straße: Was bedeutet das für den Verkehr?

Die Reuttier Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsstraße in Neu-Ulm. Ab dem kommenden Jahr soll sie saniert werden. Das sorgt für Beeinträchtigungen, auf lange Sicht soll es aber die Verkehrssituation deutlich entspannen. So sollen nicht nur neue Fahrbahnstreifen dazu kommen, auch im Bereich der Abwasserleitungen gibt es Verbesserungsbedarf. Die Sanierungsarbeiten sollen im Frühjahr 2022 starten und noch vor Weihnachten 2024 abgeschlossen sein, im Zuge dessen kommt es aber auch immer wieder zu Behinderungen für alle Verkehrsteilnehmenden, ganz besonders allerdings für die Autofahrer. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro.

Mutter aus Oberstadion: 13 Jahre Gefängnis wegen Mord

Vor dem Landgericht Ulm ist heute das Urteil gegen eine Mutter aus Oberstadion gefallen. Das Urteil für die 37-jährige Mutter aus Oberstadion lautet: 13 Jahre Haft wegen Mordes in zwei Fällen. Der Richter am Ulmer Landgericht sieht es als erwiesen an: Die Frau hat ihre beiden Kinder getötet, indem sie diese mutmaßlich mit Heliumgas erstickt hat während sie schliefen. Der Vater hat die beiden Kinder am nächsten Morgen in der Wohnung der Familie in Oberstadion gefunden. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich 15 Jahre gefordert, kann mit der Entscheidung des Gerichts aber leben. Die Verteidigung hatte auf Totschlag anstelle von Mord und maximal 10 Jahre Freiheitsstrafe plädiert.

Impfzentrum bietet Sondertermine für Kinderimpfung an

Der Landkreis Neu-Ulm bereitet zwei Impftermine im Impfzentrum Weißenhorn für Kinder vor. Die STIKO empfiehlt, dass sich Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren impfen lassen, die eine Vorerkrankung haben. Es können sich aber auch Kinder ohne Vorerkrankung impfen lassen. Die beiden Termine sind am
18.12.2021 von 14 - 17 Uhr
und am
22.12.2021 von 14-18 Uhr.
Voraussetzung für eine Impfung ist, dass zu dem Impftermin das schriftliche Einverständnis eines Sorgeberechtigten mitgebracht wird und Kindern unter 16 Jahren von einem Sorgeberechtigten begleitet werden. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nötig. 

Mutmaßlicher Mord an zwei Kindern: Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre

Im Prozess gegen eine Frau aus Oberstadion, die ihre beiden Kinder getötet haben soll, fordert die Staatsanwaltschaft Ulm eine Strafe von 15 Jahren Haft. In ihrem Plädoyer geht die Anklage von heimtückischem Mord in zwei Fällen aus. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 36-jährige Angeklagte zum Tatzeitpunkt unter einem schweren suizidalen Syndrom gelitten hat. Das sieht auch der Verteidiger der Frau so und geht daher nicht von heimtückischem Mord aus, sondern von Totschlag. Deshalb beantragt die Verteidigung eine Freiheitsstrafe von höchstens 10 Jahren. Am Freitag soll das Urteil verkündet werden.

Eiskalte Kunst: Eisskulpturen bei der langen Einkaufsnacht

Noch 1,5 Wochen bis Weihnachten – Das bedeutet für viele Stress: Was um Himmel willen schenke ich und wo bekomme ich es wann her?  Von wegen besinnliche Vorweihnachtszeit. Damit beim Einkaufen aber nicht nur Stress sondern auch Spaß aufkommt, haben sich die Schloss Arkaden und der Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein für die lange Einkaufsnacht in Heidenheim etwas einfallen lassen. Und zwar mit Kettensägen. Die Eiskünstlerin Agnese Rudzite-Kirillova sägt aus einem 120 Kilo schweren Eisblöcken Skulpturen. Die Lettin vollführt ihr Handwerk an verschiedenen Orten in der Heidenheimer Innenstadt. Während der langen Einkaufsnacht, die in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nur bis 20 Uhr geht, soll sie für Unterhaltung und Ablenkung im weihnachtlichen Einkaufsstress sorgen.

Schutz vor der Kälte: Die neuen Ulmer Nester stehen

Die Ulmer Nester sind mittlerweile nicht nur in der Donaustadt bekannt: Die Kapseln, in denen Obdachlose übernachten können, sind als alternative für Menschen ohne Wohnsitz gedacht, die nicht in das Überachtungsheim wollen. Jetzt stehen die Nester wieder und haben sich im Vergleich zu letztem Jahr deutlich verändert. Sahen sie vor einem Jahr noch aus wie ein futuristischer Sarg, erinnern sie jetzt eher an eine Wetterwarte oder ein kleines Haus. Die beiden Nester stehen in der Innenstadt, eines auf dem Karlsplatz und eines auf dem alten Friedhof. Genau wie in den Vorjahren bekommen die Träger der Ulmer Nester über Sensoren gemeldet, wenn jemand in ihnen übernachtet. Dann kann ein Mitarbeiter am Morgen vorbeischauen und eventuell weitere Hilfe anbieten.

Mutmaßlicher Brandstifter sitzt in Untersuchungshaft

Nach dem Brand gestern Abend in diesem Mehrfamilienhaus am Ulmer Kuhberg sitzt ein 31-Jähriger in Untersuchungshaft. Gegen 17 Uhr quoll dichter schwarzer Rauch aus einer Wohnung im Erdgeschoss. Augenzeugen haben das Feuer rechtzeitig bemerkt.
Rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr haben den Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Zum Zeitpunkt des Ausbruches war die Wohnung leer. Aufgrund der Spurenlage hatten die Beamten recht schnell den Verdacht, dass das Feuer gelegt worden sein könnte. Im Laufe des Abends hat sich ein 31-jähriger Mann der Polizei gestellt. Heute wurde auf Antrag der Ulmer Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn erlassen.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude entraucht hatte, konnten die anderen Hausbewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Verwirrung um Corona-Hilfsmaßnahmen: SPD und Grüne liefern sich Schlagabtausch

Am Wochenende gab es für viele Gastronomen große Verwirrung: Zu Beginn des Wochenendes durften nur Geimpfte und Genesene mit einem Test ins Restaurant. Später wurde diese Testpflicht gelockert. Und auch bei den Corona-Hilfen scheint Durcheinander zu herrschen - viele Marktbeschicker und Gastronomen wissen nicht, welche Hilfen ihnen momentan zustehen.
Selbst die Politiker aus der Region scheinen sich da nicht einig zu sein. Jedenfalls, wenn man mit Grünen und SPD spricht. Beide Parteien wollen schnelle Hilfen für Betriebe, Gastro und Marktbeschicker. Und beide wollen es anders angehen. Während die SPD bei der letzten Landtagssitzung einen Antrag gestellt hat, die Betroffenen mit Hilfe des Landes zu unterstützen, pocht die Landesregierung darauf, erst einmal dem Bund Vorschläge zu machen. Wir haben versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Der Ampel-Check: Was bringt die neue Regierung der Region?

Ja ist denn schon Weihnachten? Die Ampel steht! Wie versprochen noch vor dem Neuen Jahr haben die Parteien heute den Koalitionsvertrag unterzeichnet. Morgen bekommt Deutschland einen neuen Kanzler, dann kann die Regierung starten. Zeit also für einen kleinen Koalitionsvertrag-Check für die Region.
Wie reagiert die hiesige Wirtschaft auf die Pläne der Ampel? Was sagt Ulms Klimaschutzmanager zu den Zielen der Parteien? Wie sozial ist der Koalitionsvertrag und was fehlt, was bleibt offen? Wir haben die wichtigsten Punkte im Koalitionsvertrag unter die Lupe genommen und Experten aus Ulm und Neu-Ulm gefragt, ob ihre Erwartungen erfüllt oder enttäuscht wurden. Soviel sei verraten: die Einigkeit der Parteien während der Koalitionsverhandlungen zeigt Wirkung: größtenteils herrscht Optimismus und Neugierde auf die Regierungsarbeit.

Radfahren für den guten Zweck – Der Nikolaus sammelt Spenden fürs Ahrtal

Ohne Bischofsstab. Dafür mit E-Bike und Anhänger. Daniel Presch hat sich heute früh von Staig bei Ravensburg in Richtung Ahrtal gemacht. Und zwar im Nikolauskostüm. Die Tour hat einen ernsten Hintergrund. Auf seinem Weg will er Spenden für die Hochwasseropfer sammeln. Die Auswirkungen der Katastrophe sind dort immer noch zu spüren.
Begleitet wird der Nikolaus natürlich von seinem treuen Gehilfen Knecht Ruprecht alias Sebastian Schäfer.
Wenn Sie die beiden bei ihrem Vorhaben unterstützen möchten, auf der Webseite "Dachzeltnomaden" gibt es alle wichtigen Informationen. Bis Samstag sind Nikolaus und Knecht Ruprecht noch unterwegs. Zwischendurch machen sie Halt, tauschen sich mit Interessierten aus und versuchen wieder etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Menschen im Ahrtal zu lenken, die noch immer Hilfe benötigen.

Ulmer Nester werden wieder aufgestellt

Am Montag werden die sogenannten Ulmer Nester wieder aufgestellt. Die Schlafkapseln sollen Obdachlosen in der Nacht niederschwellig Zuflucht vor Kälte bieten und werden von der Stadt und der Caritas betreut. In diesem Jahr sollen zwei neue Modelle zum Einsatz kommen. Das neue Design soll besseren Wärmeschutz bieten und ist aus anderen Materialien gebaut. Die Standorte der Nester bleiben dieselben: die Kapseln werden wieder am Karlsplatz und am Alten Friedhof aufgestellt. In den vergangenen Jahren seien die Nester fast täglich genutzt worden. Auch andere Städte haben das Ulmer Modell mittlerweile übernommen.

Ulmer Marktkaufleute enttäuscht über Aus für Weihnachtsmarkt

Schluss, aus, vorbei – es war ein kurzes Vergnügen mit dem Ulmer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Noch werden fleißig Handys, Ausweise und Testnachweise gezückt, an den Eingängen. Eineinhalb Wochen nach der Eröffnung muss er jetzt am Wochenende wohl wieder schließen. Trotz 2G plus. Der Baden-Württembergische Ministerpräsident hat ein Machtwort gesprochen.
Das trifft vor allem die Händler und Beschicker, die viel Geld und Zeit investiert haben. Der Bezirksvorsitzende im Landesverband der Schausteller und Marktkaufleute, Michael Steinmüller, ist enttäuscht: "Wir haben seit fast zwei Jahren faktisch ein Berufsverbot, weil sämtliche Veranstalte, Volksfeste, Märkte, etc. verboten werden." Er spricht in der aktuellen Situation von einer Achterbahnfahrt.  Mittlerweile laufen schon die ersten Vorbereitungen für den Abbau.
Unterdessen hat die SPD-Fraktion im Ulmer Rathaus beim Oberbürgermeister den Antrag gestellt, zu prüfen, ob die Händler mit Non-Food-Ständen nicht dezentral in der Stadt ihre Waren verkaufen könnten. Auch andere Städte verfolgen ein derartiges Konzept. Laut dem Fraktionsvorsitzenden Martin Ansbacher hätte das den Vorteil, dass vielleicht zumindest ein Teil des Schadens bei den Budenbetreibern und Schaustellern minimiert werden könnte.

Heute ist Welt-AIDS-Tag: Wie das Leben trotz Diagnose aussehen kann.

Diagnose: HIV-positiv. Früher mit einem Todesurteil verbunden ist damit heute meist ein völlig normales Leben möglich. Das weiß Michael Diederich, der selbst seit seiner Kindheit von der Krankheit betroffen ist und darüber aufklären möchte. Ganz besonders am heutigen Welt-AIDS-Tag. Sein Wunsch: Ängste in der Bevölkerung weiterhin abbauen. Unterstützt wird er dabei von der AIDS-Hilfe Ulm/Neu-Ulm. Michael Diederich hat sich durch ein Präparat für Bluterkranke mit HIV infiziert. Heute hat er eine Familie gegründet und eine Tochter. Er hat die Zeiten hintersich gelassen, in denen er nicht darüber reden kann. Diesen Lebensmut möchte er auch an andere Betroffene weitergeben. Denn ein Leben mit HIV ist heutzutage anders als man denkt.

Ulm & Neu-Ulm: Schlangen vor den Testzentren

Discotheken, Konzerte, Weihnachtsmärkte. Immer öfter braucht man in der Freizeit oder für die Arbeit einen negativen Schnelltest. Doch mit den veränderten Regelungen steigt auch der Andrang auf die Testzentren und Apotheken. Termine sind dabei immer schwerer zu bekommen. In Ulm sind manche der Testzentren für den gesamten Dezember ausgebucht, andere haben Wartezeiten von einer Woche bis wieder Termine frei werden. Aber es gibt auch Alternativen ohne Termin wie auch an der Neu-Ulmer Stadt-Apotheke. Das heißt aber nicht, dass die Schlangen hier kürzer sind. Im Gegenteil. Inhaberin Senay Basak berichtet von Warteschlangen von 30-40 Metern in denen man teilweise bis zu einer Stunde ansteht. Und all das momentan bei eisigen Temperaturen.

Viele Verkehrsunfälle in der Region

Nicht nur das Corona-Virus macht den Einsatzkräften in der Region ganz schön zu schaffen. Am Wochenende haben sich zahlreiche Unfälle ereignet. Auf lag das an den winterlichen Straßenverhältnissen. Bei einem mussten die Einsatzkräfte vorsichtig sein, weil eine Beteiligte zuvor positiv auf das Virus getestet wurde. Weil sie das schon beim Notruf mitgeteilt hatte, konnten die Einsatzkräfte die notwendigen Schutzmaßnahmen treffen. Zwischen Weißenhorn und Oberhausen hat eine Autofahrerin den Zusammenstoß heute Morgen den Zusammenstoß mit einem Linienbus nicht überlebt. Gegen Viertel nach sieben gerät die 19-jährige bei winterlichen Straßenverhältnissen ins Schleudern. Am Ende einer Linkskurve prallt sie mit der Fahrerseite gegen den Bus. Schon um dreiviertel Fünf muss die Feuerwehr zu einem brennenden LKW auf die A7 zwischen Niederstotzingen und Langenau ausrücken. Hier kommt es zu einem Auffahrunfall. Der Laster hat Teile von Fertigbauhäusern geladen, die leicht brennbar sind. Deshalb muss die Feuerwehr bis in den Vormittag hinein gegen die Flammen kämpfen. Anschließend bleibt die Autobahn in Richtung Ulm zur Unfallaufnahme und für die Bergungsarbeiten stundenlang gesperrt.

Einblick in die Corona-Intensivstation

Es ist ein Kampf um jeden einzelnen Patienten. Fünf von ihnen liegen derzeit hier auf der Corona-Intensivstation des Ulmer Bundeswehrkrankenhauses. Bis auf einen, der eine schwere Lungenerkrankung hat, sind alle ungeimpft. Die Ärztin Judith Bauer gibt einen kleinen Einblick in die Arbeit auf der Station.

"Die Patienten liegen viel länger bei uns. Jetzt in der vierten Welle viele Wochen, weil die Patienten deutlich jünger sind", erklärt die Ärztin von der inneren Intensivstation. "Von der Versorgung her sind sie sehr viel aufwändiger, als ein Patient der einen Herzinfarkt oder eine schwere Blutvergiftung erlitten hat.

Zum Teil müssen die Patienten täglich in die Bauchlage oder wieder zurück gedreht werden. Vier Helfer sind dazu notwendig - und viel Zeit. Zeit, die an anderer Stelle fehlt. Um Zeit zu sparen, finden verschiedene Maßnahmen mittlerweile in der Isolierung statt. Die Blutgasanalyse zum Beispiel. Alles, was den Bereich verlässt, muss in der Schleuße desinfiziert werden.

Weil die Zahlen weiter steigen ist auch in den nächsten Wochen keine Entspannung in Sicht. Die Pflegekräfte müssen viel öfter einspringen, als sonst. Gerne würden sie durchschnaufen. Weihnachten werden sie zum zweiten Mal in Folge viel Zeit mit hohem Personalaufwand in der Klinik stehen, obwohl auch sie gerne zu Hause bei ihren Liebsten wären.

Besucher dürfen die Station momentan nicht betreten. Wenn die Patienten noch ansprechbar sind, können die Angehörigen per Telefon oder Videokonferenz mit ihnen sprechen. Derzeit geht das nicht, weil alle der Patienten im künstlichen Koma liegen und künstlich beatmet werden müssen. Laut Judith Bauer haben in dieser Situation schon manche Angehörige den Ernst der Lage verstanden: "Wir haben schon erlebt, dass dann auf einmal der Hausarzt angerufen hat und uns gesagt hat, dass jetzt die Angehörigen mit 15 Mann bei ihm in der Praxis stehen und alle eine Impfung haben wollen."

Koalitionsvertrag: Politiker aus der Region zeigen sich zufrieden

Am vergangenen Mittwoch haben SPD, Grüne und FDP ihren Entwurf für den Koalitionsvertrag vorgelegt – dabei wurde auch bekannt gegeben, welche Partei welches Ministerium bekommt. Inhaltlich geht es im gemeinsamen Programm unter anderem um Klimaschutz, einen höheren Mindestlohn und die Legalisierung von Cannabis.
Die Politiker aus der Region sind zufrieden mit dem Ergebnis. Anne Jethon hat sich mit der Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz (Grüne) und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner (SPD) unterhalten. Beide sind zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Parteien gut funktioniert. Und das obwohl Grüne und FDP in vielen Punkten unterschiedlich sind. Zum Beispiel in der Sozialpolitik haben beide unterschiedliche Ansätze.

Czisch in Quarantäne: OB rechtfertigt Weihnachtsmarkt-Öffnung trotz hoher Inzidenzen

"Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag", sagt Gunter Czisch rückblickend auf den Moment, als er positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Seit vergangenen Montag sitzt der Oberbürgermeister in Quarantäne. Er sei doppelt geimpft und habe vermutlich auch deshalb keine Symptome entwickelt. Im Interview mit Anne Jethon erklärt er, wie er seinen Pflichten als Oberbürgermeister nachkommt. Außerdem spricht er über den Ulmer Weihnachtsmarkt und erklärt, warum er trotzdem an der Öffnung festhält.

Seit Tagen steigen die Inzidenzen in der Region. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Ulm bei 520,5. In Baden-Württemberg liegt sie bei 510. In vielen Regionen wurden Weihnachtsmärkte deshalb abgesagt. Am Montag hat die Stadt Aalen den Weihnachtsmarkt kurz vor der Eröffnung abgesagt. Die derzeitige Situation sei zu kritisch, sagte ein Sprecher der Stadt.

Stimmung auf dem Tiefpunkt: Stornierungswelle in der Gastronomie

„Ein Déjà-vu für Deutschland“. Der Titel steht schon mal für den kommenden Winter. Die Inzidenzen steigen erneut rasant an und die Gastronomen ziehen wie gewohnt den kürzeren.
Eine Stornierungswelle macht sich in der Hotel- und Restaurantszene bemerkbar. Weihnachtsfeiern sind nahezu ausnahmslos abgesagt.
Und dann ging es über die letzten Wochen doch ganz schnell. Die meisten haben ihre bereits gebuchten Feiern für den Winter wieder abgesagt. Obwohl Feiern unter bestimmten Bedingungen ja noch erlaubt wären.
Und auch in Baden-Württemberg spüren die Gastronomen die zunehmende Besorgnis in der Bevölkerung. In der Halle, einem Food Court in Ulm, ist man über die jüngsten Entwicklungen besorgt.
Die Restaurantbetreiber wünschen sich Planungssicherheit und eine klare Ansage der Politik. Ein Wunsch den das Corona-Virus vorerst verwehrt.

Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist eröffnet

In Neu-Ulm und ganz Bayern sind die Weihnachtsmärkte abgesagt. Auch Aalen hat sich kurzfristig noch gegen die Öffnung entschieden. Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist damit der einzig große in der Region der heute öffnet. Er könnte damit auch viele Besucher aus der Region anlocken. Bis zum 22.12 sollen hier Glühwein, Essen und allerlei Selbstgemachtes verkauft werden, fraglich ist noch ob das so bleibt. Denn das Land Baden-Württemberg kann noch immer die Notbremse ziehen. Martin Bendel, erster Bürgermeister und aktuell (22.11.) die Vertretung für Gunter Czisch während er sich in Quarantäne befindet, möchte nach den Vorgaben des Landes handeln. Das aktuelle Konzept mit Einlasskontrollen, Maskenpflicht und 2G sieht er aber als sicher genug an.

Fridays for Future demonstriert im Rahmen der Koalitionsgespräche

Die Ampelkoalitiongespräche sind auf der Zielgeraden. Im Laufe der nächsten Woche wollen SPD, Grüne und FDP einen Entwurf für einen Koalitionsvertrag vorlegen. Wie die Ergebnisse der Verhandlungen im Detail aussehen ist noch nicht nach außen gedrungen. Während Bundestagsabgeordnete an der Regierungsbildung arbeiten, möchte die Bewegung Fridays for Future ihren Forderungen nochmals Gewicht verleihen. So haben heute in 15 Städten bundesweit Proteste stattgefunden. So auch in Neu-Ulm. Zahlreiche Demonstranten haben sich auf dem Petrusplatz versammelt, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.
Die Fridays for Future Bewegung ist die Größte seit der Wiedervereinigung. Ein Symptom einer sich über den Klimawandel bewusstwerdenden Gesellschaft? Wir haben in der Ulmer Fußgängerzone nachgefragt was die Menschen hier von den Forderungen der Bewegung halten.
Wir haben Passanten befragt.
Das Stimmungsbild zeigt klar.
Eine Einhaltung der 1,5 Grad Grenze wird positiv wahrgenommen. In einem Neubaustopp von Autobahnen und Bundesstraßen sieht die Mehrheit jedoch keine Lösung. Bei der Abschaffung fossiler Subventionen gab es keine Einwände. Der Kohleausstieg bis 2030 ist für die meisten eine angemessene Forderung. Im letzten Punkt, dem Zulassungsstopp für Verbrennermotoren bis 2025 gehen die Meinungen auseinander. Eine knappe Mehrheit befürwortet allerdings das ambitionierte Ziel.
Das Gesamtbild zeigt, die meisten wollen Veränderung. Wenn es um das „wie“ geht ist man sich allerdings uneins. „wie“ und ob die Forderungen von Fridays for Future im Koalitionsvertrag Platz finden wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Kontroverse Künstlerin zu Gast in Ulm: Talk mit der Kabarettistin Lisa Eckhart

Wo die Kabarettistin Lisa Eckhart auftritt, sind Kontroversen meist vorprogrammiert. Die Österreicher Künstlerin sorgt immer wieder für Gesprächsstoff, vorgeworfen wurde ihr schon Rassismus und Anti-Semitismus. Laut ihr ist aber genau das der Sinn von Comedy – Keinen Ausnahmen zu machen und sich über alles und jeden lustig zu machen. Am 21. Und 22. November tritt sie im Roxy in Ulm auf. Zwei mal trägt sie ihr Bühnenprogramm „Die Vorteile des Lasters“ – beide Male in der „ungenierte Sonderausgabe“. Am 21. November liest sie außerdem aus ihrem Debütroman „Omama“ vor.  Unser Redakteur Markus Bayha hat sich im Vorfeld der Veranstaltungen mit ihr unterhalten.

Booster Impfung – Mit oder ohne Priorisierung?

Booster- oder Auffrischungsimpfungen sind derzeit viel im Gespräch. Sowohl Thomas Mertens von der ständigen Impfkomission als auch Gesundheitsminister Jens Spahn wollen eine Booster Impfung ab 18 Jahren. Während Politik und Experten mit den Impfungen schnell voran kommen möchten sind aber viele Impfzentren in Deutschland noch geschlossen. Neu-Ulmer Hausarzt Christian Kröner hofft, dass die Impfzentren bald wieder öffnen. Auch zum Thema Impfpriorisierung bei der Drittimpfung hat er eine klare Meinung: nicht sinnvoll. Er findet, dass durch die erneute Priorisierung bürokratische Hürden entstehen, die in der Pandemiebekämpfung wichtige Zeit kosten. Zudem argumentiert er, dass durch die Abstände zur Zweitimpfung ohnehin die Menschen zuerst geimpft werden, die auch zuvor mit Priorität geimpft wurden.

Von gelben Pässen und schwarzen Schafen: Corona-Lage im Landkreis

 
Seit Mittwoch gilt in Bayern erneut der Katastrophenfall. Überall im Land steigen die Inzidenzen weiter an. Auch im Landkreis Neu-Ulm kommen die Gesundheitsämter aufgrund der vielen täglich gemeldeten Neuinfektionen mit dem Abarbeiten nicht mehr hinterher. Der Druck in den Kliniken steigt, und auch der auf Ungeimpfte. Das ruft schwarze Schafe auf den Plan: Impfpassbetrüge im Landkreis Neu-Ulm häufen sich. Noch gibt es allerdings keine klare rechtliche Verfahrensweise: Urkundenfälschung oder nicht? Und, dürfen Apotheker Betrugsfälle überhaupt melden? Sie müssen schließlich die Daten ihrer Kunden schützen. In Senden haben sich die Mitarbeiter einer Apotheke in zwei Betrugsfällen dafür entschieden die Polizei einzuschalten. Die Sprecherin aller Neu-Ulmer Apotheken lobt ihr Vorgehen, fordert aber auch bessere Unterstützung und einen vernünftigen Rechtsrahmen für ihre Kollegen. Derweil schießen die Inzidenzen im Landkreis weiter exponentiell in die Höhe. Landrat Thorsten Freudenberger meint: seit Beginn der Pandemie war die Lage noch nie so schwierig, und Berlin scheint das zu verschlafen.

Polizei findet immer öfter illegale Inhalte auf Smartphones

Egal ob der Besitz von Kinderpornografie oder die Verbreitung gewaltverherrlichender Inhalte – die Zahlen in diesem Bereich steigen rasant. Besonders im Fokus der Präventionsarbeit stehen Kinder und Jugendliche, die oft unreflektiert illegale Inhalte verbreiten.

Im Bereich des Besitzes oder der Verbreitung illegaler Inhalte auf Smartphones stellt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West eine starke Zunahme der Delikte fest. Alleine die Steigerungsrate für den Besitz von Kinderpornografie beträgt 40 Prozent seit Anfang dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; seit 2018 stiegen die Fallzahlen sogar um über 400 Prozent.

Eine detaillierte Auswertung der Statistik ergab, dass in einem Großteil der Delikte Kinder und Jugendliche als tatverdächtig gelten. Oftmals resultiert der sorglose Umgang mit illegalen Inhalten wie Fotos oder Videos, gepaart mit der Unwissenheit um die Strafbarkeit der Dateien daraus, dass sich verbotene Inhalte schnell weiterverbreiten. Die Justiz leitet in jedem einzelnen Fall ein Strafverfahren ein.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West appelliert an die Eltern, ihre Verantwortung bei der Medienerziehung der eigenen Kinder wahrzunehmen. Die Polizei unterstützt Eltern dabei durch Vorträge, beispielsweise an Schulen, oder direkte Beratung bei den Polizeidienststellen. Der Appell von Polizeipräsidentin Claudia Strößner an die Eltern: „Bauen Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind auf, so dass es sich bei Ihnen meldet, wenn es verstörende Inhalte auf dem Smartphone entdeckt. Melden Sie illegale Inhalte auf jeden Fall bei der Polizei.“

Auch im Internet finden Eltern Informationen, beispielsweise auf www.klicksafe.de oder auf www.polizei-beratung.de, wo Informationen für Lehrerinnen und Lehrer bereitgestellt werden.

Erfolgsformeln – Die Gewinner des Ulmer Marketing Preises

Uzin Utz, die SWU und Magirus. Das sind nur einige der regionalen Unternehmen die beim Ulmer Marketingpreis bereits ausgezeichnet wurden. Auch gestern wurden wieder Preise verliehen. Drei verschiedene Kategorien mit drei verschiedenen Preisträgern. Zuerst der Preis für die Marketing-Persönlichkeit, die sich durch Integrität und Präsenz in der Region auszeichnet. Dann der Special Award für kurzfristige Marketingkampagnen und zuletzt der Hauptpreis. Der wurde für eine langfristige Unternehmensentwicklung und eine komplett ausgestattete Marketingkonzeption verliehen. Alle drei Preisträger haben sehr verschiedene Werdegänge und kommen aus unterschiedlichen Branchen. Wir wollten wissen: was steckt hinter dem Erfolg? Die Preisträger haben dafür ihre Erfolgsformeln mit uns geteilt.

Erinnerung an die Pogromnacht: Ulmer gedenken Opfer des Nationalsozialismus

Die Pogromnacht war der Anfang einer unvorstellbaren Gewalt gegen die Juden. Am 9. November 1938 inszenierten die Nazis als angeblichen “Volkszorn” die systematische Zerstörung von Synagogen. Mehr als 1400 Synagogen und jüdische Gemeinderäume wurden bei den Pogromen der Nationalsozialisten im November 1938 zerstört, Juden wurden ermordet – auch in Ulm. In einer Gedenkstunde auf dem Weinhof in Ulm wurde der Ulmer Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Klar ist für alle Beteiligten: Antisemitismus ist nicht nur Vergangenheit. Denn im Juni hat ein Täter einen Brandsatz an der Ulmer Synagoge gezündet. Die Zahl der erfassten antisemitischen Straftaten nimmt seit Jahren zu. 2020 erreichte sie einen neuen Höchstwert seit Beginn der statistischen Erfassung vor fast 20 Jahren – das geht aus den Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor.

Neue Infos zum Ulmer Weihnachtsmarkt

Vom 22. November bis zum 22. Dezember findet der Ulmer Weihnachtsmarkt statt. Heute hat die Stadt die wichtigsten Infos zum Weihnachtsmarkt bekannt gegeben. Wer den Weihnachtsmarkt besuchen will, muss sich demnach direkt am Markt registrieren. Zum Beispiel über die Luca-App oder die Corona-Warnapp. Die Besucher müssen die allgemeinen Hygieneregeln beachten und Maske tragen. Auf dem Markt sollen rund 110 Beschicker vor Ort sein – zirka 20 weniger als 2019. Neu mit dabei sind unter anderem Stände mit Holzdekorationen, Filzprodukten und Hundekeksen. Feierlich eröffnet wird der Markt am Montag, den 22. November um 18 Uhr am Hauptportal des Ulmer Münsters.

2G hat erste Auswirkungen in Bayern

Was jeder erwartet hat, ist jetzt doch ganz schnell eingetreten. Am Samstag ist die Corona-Ampel in Bayern auf gelb gesprungen. Heute sogar auf rot. Das bedeutet für den ganzen Freistaat 2G. Vieles ist nur noch geimpft oder genesen möglich. Angefangen vom Restaurantbesuch über das Kino bis hin zum Sport. Auch Baden-Württemberg droht in kürze die Alarmstufe zu erreichen.
Konsequenzen hat das vor allem für Jugendliche. Viele in dieser Altersgruppe haben noch keinen vollständigen Impfschutz. Daher fürchten Sportvereine wie der TSV Pfuhl, dass diese Maßnahme wieder zu Lasten der sportlichen Betätigung der Jugendlichen geht.
Die magische Altersgrenze liegt bei 12 Jahren. Alle die jünger sind, dürfen weiterhin ganz normal ihrer Freizeitgestaltung nachgehen. Alle ab 12 brauchen bei 2G in Innenräumen jetzt einen vollständigen Impfschutz oder müssen genesen sein. Die Folge: Ärzte berichten über zunehmende Impfbereitschaft besonders mit Blick auf die Weihnachtsferien.
Trotz steigender Infektionszahlen bleibt die Politik bei Anreizen, wie Wegfall der Mindestabstände und Maskenpflicht. Viele Mediziner halten das allerdings für fragwürdig und plädieren auch bei 2G weiterhin für eine Maskenpflicht. Denn auch als Geimpfter und Genesener kann man das Virus weiter verbreiten.

Post-Covid: Christian Kahrmann erzählt von Coronafolgen

Mit Voranschreiten der Pandemie wird immer mehr über die Langzeitfolgen der Erkrankung bekannt. Symptome die noch vier Wochen nach der Erkrankung anhalten werden auch Long-Covid genannt. Wenn sie bis zu 12 Wochen anhalten spricht man in der Regel von Post-Covid. Wir haben mit Schauspieler Christian Kahrmann gesprochen. Er hat auch heute, rund 8 Monate nach seiner Erkrankung, noch mit den Langzeitfolgen zu kämpfen. Neben der Krankheit selbst und den gesundheitlichen Folgen musste Christian Kahrmann auch weitere Schicksalsschläge in dieser Zeit durchleben. Während er selbst im Koma lag, verstarb sein Vater an Covid-19, kurz danach auch seine Mutter. Er erzählt uns von emotionalen wie körperlichen Narben und einer neuen Wertschätzung für das Leben.

Ehingerin möchte Miss Germany werden

Nur gut aussehen war gestern. Es ist mittlerweile mehr als ein reiner Schönheitswettbewerb: Die Wahl zur Miss Germany. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf der Optik der Kandidatinnen. Auch eine besonderes Lebensgesichte ist entscheidend. Und genau das hat Marina Betz aus einem Teilort von Ehingen dazu bewogen bei der Wahl zur Miss Germany teilzunehmen. Die 29-Jährige hat es bereits unter die besten 160 geschafft. Nun soll der nächste Schritt folgen. Dabei kann sie wohl nicht nur mit ihrer beruflichen Laufbahn überzeugen, sondern auch mit ihrem Hobby, das ihr hilft, sich auf den Wettbewerb optimal vorzubereiten. Bis zum 5. November ist es noch möglich für die Teilnehmerinnen an der Wahl zur Miss Germany abzustimmen.

The Voice of Germany: Ulmerin Laila überzeugt alle Juroren

Ihre ersten musikalischen Anfänge hat Laila im Opera House in Kairo gemacht. Zunächst nur am Klavier, hat sie schnell ihre Leidenschaft für den Gesang entdeckt. Nach dutzenden Auftritten und einigen Erfolgen bei nationalen Musikwettbewerben, versucht sie nun ihr Glück bei der Sendung „The Voice of Germany“. In der ersten Show hat sie überzeugt - trotz Nervosität.
Alle Juroren haben für sie den Buzzer gedrückt.
Nun geht es bei Laila medial so richtig los. Kommentare, Freundschaftsanfragen, Pressetermine. Da kommt sie auch mal schnell ins Schnaufen. Laila ist es jedoch wichtig, diese Zeit zu genießen
Ob sie es bis in die Live-Sendung geschafft hat, durfte Laila uns noch nicht verraten.

Neue Corona-Verordnung tritt  in Kraft

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung geändert, die neuen Regelungen treten bereits morgen in Kraft. Im Mittelpunkt der Änderungen stehen die Weihnachtsmärkte: Der Verkauf und Verzehr von Speisen ist erlaubt, ebenso andere Angebote, die zum Verweilen einladen. Damit sind dann zum Beispiel Fahrgeschäfte oder Live-Musik gemeint. Sowohl in der Basis- als auch in der Warnstufe gilt die 3G-Regelung und Maskenpflicht, sollte die Alarmstufe erreicht werden tritt die 2G-Regelung in Kraft. Die Veranstalter tragen die Gesamtverantwortung, sprich sie müssen sowohl ein Hygienekonzept als auch ein System zur Nachverfolgung der Kontaktdaten vorweisen.

Lückenschluss auf der Filstalbrücke

Bei traumhaftem Wetter wurde heute der Lückenschluss der Neubaustrecke zwischen Ulm und Wendlingen gefeiert. Auf der Filstalbrücke bei Merklingen haben Olaf Drescher, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, und Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, auf der Draisine den Lückenschluss auf der Brücke eingeweiht. Ab Dezember nächsten Jahres soll dann keine Draisine mehr rollen, sondern Züge langfahren. Die Strecke Ulm-Stuttgart soll sich im ersten Schritt durch die Neubaustrecke um 15 Minuten verkürzen. In einem zweiten Schritt - ab 2025 - können Bahnreisende dann eine halbe Stunde Fahrzeit einsparen. Das Projekt kostet das Land 950 Millionen Euro.

Neue Task Force soll Windkraftausbau beschleunigen

Während im Norden Deutschlands tausende Windräder stehen sind es in Bayern und Baden-Württemberg jeweils nur einige Hundert. Doch das könnte sich – zumindest auf der linken Donauseite - bald ändern. Eine neue Task Force vom Staatsministerium Baden-Württemberg soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Für die Grünen in Ulm eine erfreuliche Nachricht. Hier erhofft man sich kürzere Genehmigungsverfahren, vor allem für Windkraftanlagen. Laut Staatsministerium vergehen zurzeit bis zu sieben Jahre zwischen der Bauentscheidung und der Fertigstellung. Die soll durch die Task Force nun um die Hälfte gekürzt werden. Auch in Bayern wünscht man sich weniger Hürden. Die SPD spricht sich dort schon lange für die Aufhebung der sogenannten 10h Regelung aus.

Corona-Warnstufe: Drohen jetzt wieder neue Beschränkungen?

Draußen wird es kalt, die Grippe greift um sich und so langsam, aber sicher scheinen sich die Intensivbetten der Krankenhäuser wieder mit Corona-Patienten zu füllen. Jedes zehnte Intensivbett ist laut Landesgesundheitsamt derzeit mit COVID-19-Patienten belegt. Laut Gesundheitsminister Manne Lucha sei der Großteil der Intensivpatienten ungeimpft. Tritt die sogenannte "Corona-Warnstufe" in Kraft, ändert sich gerade für diese Menschen einiges.  Die dürfen dann öffentliche Veranstaltungen, Theater, Kinos oder Restaurants nur noch mit einem negativen PCR-Test besuchen. Den müssten sie dann selbst bezahlen. Außerdem gelten dann für ungeimpfte auch wieder Kontaktbeschränkungen. Ein Haushalt dürfte sich dann nur noch mit fünf weiteren Personen treffen.

Mordprozess gegen Mutter aus Oberstadion hat begonnen

Eine Tat, die die ganze Region erschüttert – In Oberstadion im Alb-Donau-Kreis findet ein Vater seine beiden Kinder tot in der Wohnung auf. Von der Mutter fehlt jede Spur. Nach einer groß angelegten Fahndung findet die Polizei kurze Zeit später die Mutter der beiden Kinder. Ab heute steht die 36-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Ulm. Die Angeklagte soll Ende April in Unterstadion im Raum Ehingen ihre beiden Kinder umgebracht haben. Ihren drei und sechs Jahre alten Kindern soll sie während diese schliefen Mund und Nase mit einer Plastiktüte abgedeckt und ihnen gleichzeitig Heliumgas zugeführt haben woraufhin die beiden erstickt sind. Danach soll sie versucht haben sich selbst das Leben zu nehmen. Laut Staatsanwaltschaft soll die 36-jährige Angeklagte ihre familiäre Situation als belastend empfunden haben, das könnt der Auslöser für die Tat gewesen sein. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil wird im Dezember erwartet.

Eröffnung der Tiefgarage am Ulmer Bahnhof verzögert sich

Rund 4200 Parkplätze gibt es in Ulm. Mit der Eröffnung der Tiefgarage am Bahnhof sollten am 20 November eigentlich weitere dazu kommen. Die verzögert sich jetzt aber auf das Frühjahr 2022.

Gefahr im Verzug - Unfall in Gerlenhofen

In Deutschland gibt es rund 16.000 Bahnübergänge. Rund die Hälfte von ihnen ist technisch gesichert. Sie haben Lichtzeichen oder Schranken, welche die Verkehrsteilnehmer vor heranfahrenden Zügen warnen. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu Unfällen. So auch am Bahnübergang in Gerlenhofen im Landkreis Neu-Ulm. Erst gestern Nachmittag (18.10.21) wurde eine 90-jährige Frau dort bei der Überquerung des Bahnübergangs von einem Zug erfasst. In Gerlenhofen gibt es keine Schranke. Der Übergang ist mit Warnlichtern und Andreaskreuzen ausgestattet. Heranfahrende Züge sind nur schwer zu hören. Pläne, um den Übergang sicherer zu machen werden von Seiten des Stadtrats und der Deutschen Bahn schon länger diskutiert.

Wunschbaum lässt Wünsche wahr werden

Das Amt für Soziales, Jugend und Familie in Aalen gestaltet in diesem Jahr wieder einen Wunschbaum. Kinder, Jugendliche und Senioren, die Sozialhilfe beziehen oder eine Spionkarte besitzen, dürfen im Haus der Jugend am 26. Oktober und am 4. November einen Wunschzettel abgeben. Die Wünsche sollten dabei einen Wert von 25 Euro nicht übersteigen und erfüllbar sein. Der Wunschbaum wird am 27. November aufgestellt, am 17. und 20. Dezember können die Geschenke dann im Rathaus abgeholt werden.

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg

Am 15. Oktober tritt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung ein. Beim sogenannten 2G-Optionsmodell sollen Kulturveranstalter und Restaurantbetreiber selbst entscheiden können, ob sie Besucher nach der 3G-Regel oder nach der 2G-regel einlassen. Entscheiden sie sich für 2G, lassen sie nur geimpfte und genesene Personen ein. Die müssen dann keine Masken in den Räumen der Veranstalter tragen. Entscheidet sich eine Lokalität gegen 2G, gelten die alten Regeln und eine Maskenpflicht fällt nicht weg. Eine weitere Änderung: es gibt eine schärfere Testpflicht in Betrieben mit Kundenkontakt.

Alternative zu Antibiotika?

 
An der Universität Ulm wird derzeit an sogenannten Antimikrobiellen Peptiden geforscht - auch Bacteriocine genannt. Dort wo Bacteriocine in speziellen Proben aufgetragen werden, töten sie Mikroorganismen ab. Die Forscher an der Uni Ulm wollen diese Wirkung nutzen, um sie in der Medizin einsetzen zu können. Durch die Forschung an den Bacteriocinen von Christian Riedel und seinem Team könnte eine Alternative zu regulären Antibiotika entstehen. Die Bacteriocine sind gerade deshalb interessant, weil viele Bakterien immer resistenter gegen Antibiotika werden. Bisher konnte man die Bactetiocine nur in zu unreiner Form produzieren um sie in der Medizin einsetzen zu können. Die Forschenden versuchen nun sie nun mit der neuen Produktionsform in reiner Form auch effektiv und kostengünstig herzustellen.

„Where Children Sleep“ kommt nach Neu-Ulm

Er ist ein Künstler, dessen Fotografien schon in der New York Times, Le Monde oder The Guardian erschienen sind: James Mollison. Der 48-Jährige Brite wurde schon 2004 durch eine Ausstellung bekannt, die Passfotos von Menschenaffen zeigten. Später hat er einen Buchband mit Fotografien zum Thema „Where Children Sleep“ - zu Deutsch: Wo Kinder schlafen – herausgegeben. Heute sind die Bücher heiß begehrt und werden auf Ebay teurer verkauft. Das Edwin Scharff Museum hat eine Ausstellung zu diesem Buchband gemacht und sogar den Künstler nach Neu-Ulm eingeladen.
Die Ausstellung findet von 09. Oktober 2021 bis 06. Februar 2022 statt. Am 08. Oktober eröffnet das Edwin Scharff Museum die Sonderausstellung. James Mollison wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Unternehmer berichten: Wie hat sich Corona auf die Stimmung der Kunden ausgewirkt?

Idar-Oberstein trauert.  Heute haben Freunde und Familie Abschied von Alex W genommen. Der Tankstellen-Kassierer war vor ein paar Wochen im Streit, um das Tragen einer Corona-Maske, von einem Kunden erschossen worden. Der tragische Fall hat in ganz Deutschland für Fassungslosigkeit gesorgt und bewegt auch die Menschen bei uns in der Region. Steigt nun die Angst bei Angestellten des Einzelhandels und der Gastronomie vor aggressiven Corona-Maßnahmen-Verweigerern? Wie Verhalten sich die Menschen in der Gastronomie und dem Einzelhandel? Haben die Einschränkungen sich negativ auf die Stimmung der Kunden ausgewirkt? Ein Lebensmittelhändler und eine Ulmer Gastronomin erzählen uns von ihren durchwachsenen Erfahrungen mit ihren Kunden. 

Mohrengasse behält ihren Namen: Stadt bringt Erklärungstafel an

Straßennamen sind in Ulm in den letzten Jahren ein viel diskutiertes Thema. Die Heilmeyersteige am Eselsberg zum Beispiel wird aufgrund der NS-Vergangenheit des Universitätsgründers Ludwig Heilmeyer in Eselsbergsteige umbenannt. Die Mohrengasse in der Innenstadt hingegen behält ihren Namen – Allerdings bekommt sie einen Zusatz. Das Straßenschild wird durch eine Erklärung ergänzt. Auf der steht:
„Die Mohrengasse hieß seit 1805 „Mohren Gäßlen“ nach der Gaststätte „Zum Mohren“, die – bei wechselnden Namen – schon um 1600 so hieß und bis 1944 im Eckhaus Weinhof 23 war. Der Name könnte auf den Hl. Maurus oder die Hl. Drei Könige aus der christlichen Geburtsgeschichte von Jesus zurückgehen. Belege für einen kolonialistischen oder herabwürdigenden Hintergrund der Benennung liegen in Ulm nicht vor. Nach intensiver Diskussion entschied sich der Gemeinderat der Stadt Ulm 2019 deshalb für die Beibehaltung des Straßennamens. Weil der Begriff jedoch eine Fremdbezeichnung aus europäischer Sicht darstellt, die rassistisch belastet ist, wurde diese Erläuterung angebracht, um sich von dieser Bedeutung entschieden zu distanzieren. Ulm versteht sich als internationale Stadt und verknüpft dies mit Maßnahmen gegen Rassismus.“
Vor allem die SPD im Gemeinderat hat sich aber dennoch für eine Änderung des Namens eingesetzt, hat aber keine Mehrheit bekommen.

Polizei macht Mutter des toten Babys ausfindig

Im Fall des tot aufgefundenen Babys auf einer Baustelle in Schelklingen-Hütten hat die Polizei die Mutter ausfindig machen können. Im Laufe des Montags haben die Ermittler Hinweise auf die junge Frau erhalten. Bei einer ersten Anhörung hat die Frau zugegeben, die Kindsmutter des toten Babys zu sein. Wie und warum die Frau die Tat begangen haben soll, ist noch nicht bekannt. Deshalb dauern auch die Ermittlungen an. Die junge Frau soll jetzt einen Pflichtverteidiger bekommen bevor sie förmlich vernommen wird.

Demonstration gegen Missbrauchsurteil

 
Zwei Jahre auf Bewährung wegen hundertfachen Kindesmissbrauches. Dieses Urteil sorgt bei vielen Menschen für Unverständnis. Vor eineinhalb Wochen ging vor dem Ulmer Landgericht der Prozess gegen einen 45-jährigen Mann zu Ende. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass er in 131 Fällen Kinder sexuell missbraucht hat. Heute haben rund 50 Menschen vor dem Gerichtsgebäude gegen genau dieses Urteil demonstriert, weil es ihnen zu mild ist. Laut dem Ulmer Landgericht sei der Sachverhalt komplex. Der 45-jährige Mann soll die zur Tatzeit 6- bis 13-jährigen Mädchen zum Beispiel gebadet und eingecremt haben. Dabei habe er sie unter anderem auch im Intimbereich berührt. Das ist als sexueller Missbrauch strafbar, müsse aber laut einem Sprecher des Gerichts anders gewertet werden, als zum Beispiel eine Vergewaltigung. Die Opfer konnten sich während des Prozesses an vieles nicht mehr erinnern. Hinzu kommt, dass die Gesetze von damals angewandt werden mussten und der Täter sich erfolgreich einer Therapie unterzogen hat. Unabhängig von der Demonstration hat die Staatsanwaltschaft Ulm schon vergangene Woche angekündigt, Revision zu beantragen, weil sie mit der mündlichen Urteilsbegründung nicht zufrieden ist. Ein schriftliches Urteil liegt noch nicht vor. Bis zu einer Revision vor dem Bundesgerichtshof dürfte es mindestens ein halbes Jahr dauern.  

Ein magisches Gebäude – Florian Zimmer Theater feiert Richtfest

Er hat schon für Michael Jackson gezaubert und ist der einzige Deutsche der mit dem „Golden Lion Award“ von Sigfried und Roy in Las Vegas ausgezeichnet worden ist. Der Magier Florian Zimmer. In Neu-Ulm entsteht momentan das „Florian Zimmer Theater“. Im Dezember war Spatenstich, heute wurde Richtfest gefeiert. Das ambitionierte Projekt soll ein Erlebnis für alle Altersklassen werden und nicht nur magische, sondern auch kulinarische Highlights bieten. Die erste Show des Magie-Künstlers trägt den - fast - passend den Titel „ULMglaublich“. Denn das Theater steht direkt gegenüber des Dietrich Theaters in Neu-Ulm. Die Eröffnung ist für Mai geplant. Darüber möchte Florian Zimmer heute aber nicht nachdenken. Heute soll gebührend das Richtfest gefeiert werden.

2021 wieder über den Weihnachtsmarkt schlendern?

Weihnachtsmärkte sollen in Baden-Württemberg dieses Jahr wieder möglich sein. Zwar müsse man wegen der vierten Corona-Welle vorsichtig sein, sagt der Amtschef des Gesundheitsministeriums. Dennoch würde die steigende Impfquote Weihnachtsmärkte ermöglichen. Dort soll dann die Maskenpflicht gelten, weil der Abstand nicht gewährleistet werden kann. Zugangskontrollen sollen überprüfen, ob die Besucher getestet, genesen oder geimpft sind.

In neun Monaten zum Halbmarathon - wie sich ein Laufanfänger an 21,0195 Kilometer heranwagt

Fast ein Dreiviertel des Jahres ist schon wieder vorbei - also noch drei Monate Zeit, sich neue Vorsätze für 2022 zu überlegen. Aber was ist eigentlich aus den alten geworden? 44 Prozent der Deutschen haben sich fest vorgenommen, mehr Sport zu machen. Bei unserer Volontärin Larissa hat das eigentlich bisher ganz gut geklappt: Am kommenden Sonntag läuft sie ihren allerersten Halbmarathon mit.

Uni und Hochschule planen wieder Vorlesungen in Präsenz

1,5 Jahre nicht vor Ort an der Uni sein. Keine neuen Freunde kennenlernen, nur Online-Vorlesung. So ging es vielen Studierenden in der vergangenen Zeit. Jetzt schöpfen alle wieder ein wenig Hoffnung – an der Hochschule Neu-Ulm ist ab dem kommenden Semester im Oktober ein Mix aus Online-Vorlesungen und Präsenz-Veranstaltungen geplant. Nach dem bayerischen Infektionsschutzgesetz ist das soweit möglich. Damit ist für die Neu-Ulmer Studenten eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht. Teststation und Hygienekonzept sind dafür auch schon organisiert. An der Universität Ulm soll es ebenso mit den Präsenzveranstaltungen weiter gehen. Die verschiedenen Verantwortlichen haben sich vorab zusammengesetzt und die Vorlesungen durchgeplant. Was die Studenten angeht ist der Konsens klar: endlich wieder Präsens.

 

Seestern im Hotel Lago holt ersten Platz im Restaurantführer

 

2019 hatten sie den ersten Platz abgeben müssen, jetzt halten sie ihn weiter fest. Auch im Restaurantführer 2022 für Ulm, Neu-Ulm und Umgebung siegt das Seestern im Hotel Lago. Dafür ist Michael Köstner vom KSM Verlag selbst zum Restaurant gekommen und hat den Preis an Klaus Buderath und Andreas Czepiczka übergeben. Das Restaurant fokussiert sich gerade in letzter Zeit immer mehr auf Nachhaltige Küche. Dazu zählen nicht nur regionale Zutaten, sondern eben auch jene bei denen die Küchenchefs genau wissen wo sie herkommen und wie sie entstehen. Das Essen wird im Seestern zu zweit vor- und zubereitet. Damit muss jeder der beiden alle Arbeitsschritte von Vorspeise bis Nachspeise einwandfrei beherrschen. Beide Köche streben dabei nach Perfektion.

Schwaben hat die Wahl: Zum Beispiel beim Thema Klima

Viele junge Menschen, die heute wieder weltweit fürs Klima protestiert haben, wünschen sich Antworten auf die Klimakrise. Denn es geht um ihre Zukunft. Auch auf dem Ulmer Münsterplatz haben Fridays for Future heute Nachmittag noch einmal für mehr Klimaschutz mobil gemacht, auch mit Blick auf die Wahl am Sonntag.
Dass der Mensch das Klima beeinflusst ist bereits seit 1941 bekannt. Die jüngsten Ergebnisse des Weltklimarats warnen noch einmal eindrücklich vor den Folgen. Dass sich wenig bewegt liegt auch daran, dass die Krise noch immer weit weg scheint. Dabei sind die Folgen längst auch bei uns angekommen. Im letzten Teil unserer Wochenserie zur Bundestagswahl zeigen wir Ihnen, wo sie in der Stadt und auf dem Land sichtbar werden und wie die Parteien sich in puncto Klimawandel in ihren Wahlprogrammen positionieren.

Schwaben hat die Wahl: Zum Beispiel beim Thema Digitalisierung

8 Jahre ist es her, dass Angela Merkel das Internet als Neuland ausrief. Schon damals sorgte das für Schmunzeln, heute im Jahr 2021 hechelt Deutschland technologisch noch immer hinterher. Im aktuellen Digitalisierungsranking des European Center for Digital Competitiveness in Berlin landen wir auf dem vorletzten Platz der sieben wichtigsten Industrienationen und dem drittletzten Platz der G20. Spätestens mit der Coronakrise ist das auch im Alltag sichtbar geworden: besonders an den Schulen. Homeschooling ohne Wlan-Zugang, digitale Unterrichtskonzepte und mit fehlenden Endgeräten für Lehrkräfte und Schüler? Ein Ding der Unmöglichkeit. An der Technischen Schule Aalen ist man da schon weiter. Muss man auch, denn fast alle Berufe die hier gelehrt werden erfordern digitales Know-How. Wie kompliziert es sein kann, den digitalen Rückstand aufzuholen zeigt sich um die Ecke im Aalener Landratsamt. Das soll schon Ende nächsten Jahres digital sein. Ist das zu schaffen?

Happy Birthday – Regio TV Schwaben feiert heute 15. Geburtstag

2006 fand in Deutschland die Fußballweltmeisterschaft statt: Das sogenannte Sommermärchen. Weltmeister wurde damals Italien. Deutschland schaffte es am Ende auf den dritten Platz. In Österreich feierte man 2006 das Mozartjahr, anlässlich des 250. Geburtstages des berühmten Komponisten. Auch für Regio TV Schwaben und die Stadt Ulm war 2006 ein besonders Jahr. Und der heutige 22.September ein ganz besonderer Tag. Denn am 22. September 2006 flimmerte das allererste Journal von Regio TV Schwaben auf den Bildschirmen der Zuschauer aus der Region. Wie die Anfangszeit damals war und was in den 15 Jahren so alles passiert ist, dass haben Andreas Berndt und Julia Constantin zusammengefasst. Sie nehmen uns in diesem Beitrag mit auf eine kleine Zeitreise.

 

 

Schwaben hat die Wahl: zum Beispiel beim Thema Integration

Die Bundestagswahl rückt näher. viele Wahlthemen spielen auch für unsere Region eine wichtige Rolle. Welche Antworten geben die Parteien in ihren Wahlprogrammen. Zum Beispiel auf die Frage nach Flucht und Integration. Nachdem es um Flüchtlinge durch die Pandemie leiser wurde, hat der Afghanistankonflikt das Thema kurz vor der Wahl mit einem Schlag wieder ins öffentliche Bewusstsein katapultiert. Während die Politik streitet wer und wie viele kommen sollten, dürfen oder müssten, sind Familienunternehmen bei uns im Ländle längst mittendrin in der Integrationsarbeit. Zum Beispiel bei der Firma Kurt Halder bei Ehingen oder dem Familienunternehmen Bäumler in Amstetten. Bei ihnen im Betrieb zeigt sich ganz konkret: Integration ist zwar eine Herausforderung, bringt aber auch Chancen mit sich.

 

Schwaben hat die Wahl: Zum Beispiel beim Thema Wohnen

Das Thema mangelnder Wohnraum begleitet uns schon seit einigen Jahren und wird immer drängender. Da muss man nicht nach München oder Berlin schauen, es reicht der Blick nach Neu-Ulm: die Stadt zählt mittlerweile zu den bayerischen Städten mit erhöhtem Wohnraumbedarf. Michael Veiga erklärt warum und sagt, was sich ändern müsste, um das Problem in den Griff zu bekommen. Er ist Geschäftsführer der Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft NuWog, die gemeinsam mit der Stadt sozialen Wohnraum schafft  und kennt den Markt schon lang. An die Politik stellt er klare Forderungen, wir schlüsseln auf, wie die Parteien in ihren Wahlprogrammen zum Thema Stellung beziehen. In Teil 1 unserer Wochenserie zur Bundestagswahl am 26. September 2021.

Ulmer bilden Rettungskette für Menschenrechte

Von Hamburg an der Nordsee bis nach Chioggia am Mittelmeer. Über 300 Organisationen haben sich am Wochenende an einer gigantischen Menschenkette beteiligt. Eine Woche vor der Bundestagswahl wollen sie damit auf die vielen Flüchtlinge aufmerksam machen, die seit dem Jahr 2014 im Mittelmeer ertrunken sind. In Neu-Ulm haben die Teilnehmer mit ihrer Menschenkette die Donau, den größten Grenzfluss Europas – überquert. Die Teilnehmer wollen auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam machen, die auf den Routen über das Mittelmeer ums Leben kommen. Diese Routen gelten als die tödlichsten der Welt. Seit 2014 sind hier, nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, über 20-tausend Menschen gestorben oder gelten als vermisst. 17 Organisationen in Ulm und Neu-Ulm haben zu der Aktion aufgerufen. Dass die Menschenkette ausgerechnet eine Woche vor der Bundestagswahl gebildet wird, ist kein Zufall. In diesem Jahr haben allerdings deutlich weniger Menschen daran teilgenommen, als bei der letzten Menschenkette vor zwei Jahren.

Die Hubert Jagdmesse: Alles rund um die Jagd

Essen so weit das Auge reicht. Wild, um genau zu sein. Reh, Wildschwein oder auch Dachs sind die Bestseller. Neben vielseitigen Gerichten hat die Hubert Jagdmesse in Münsingen aber auch noch ein weiteres Erfolgsgeheimnis. Spiel und Spaß.
Die Jagd benötigt Messen. Die Natur benötigt Jäger. Zumindest in der heutigen Zeit, so Markus Breuer-Feifel, selbst Jäger.
Das beste Wild nützt aber nichts, wenn es keine regionalen Köche und Produzenten gibt, die es verwerten können. Und am besten das ganze Tier.
Die Jagdmesse geht noch bis zum kommenden Sonntag. Vor Ort warten aber nicht nur kulinarische Spezialitäten. Der Besucher kann auch viel über nachhaltigen Konsum lernen.

Staatsanwaltschaft fordert Freispruch für Meşale Tolu

Im Prozess gegen die Ulmer Journalistin Meşale Tolu gibt es eine nicht ganz überraschende Wende. Heute hat die Staatsanwaltschaft in der Türkei einen Freispruch gefordert. Seit vier Jahren läuft die Verhandlung gegen die 37-Jährige. Ihr wurden die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation und Terrorpropaganda vorgeworfen. Acht Monate lang saß sie in Untersuchungshaft. Teilweise sogar mit ihrem Sohn.
Die Ulmer Journalistin ist von der Entscheidung nur wenig überrascht. Sie selbst kämpft seit vier Jahren für genau diesen Freispruch. Im Interview mit Regio TV Schwaben erklärt sie, dass sie sich dadurch nicht freier fühlen werde. Die vier Jahre der Strafverfolgung und die die Repressalien hinterlassen bei ihr Spuren. Das könne auch ein Freispruch nicht wieder gut machen.
Die Festnahme von Meşale Tolu und anderen deutschen Staatsangehörigen in der Türkei hat 2017 zu einer Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen beiden Regierungen geführt. Das Urteil wird für den 24. Dezember erwartet.

Iveco eröffnet E-LKW Produktionswerk

Heute hat Iveco das neue Produktionswerk für E- und Brennstoffzellen betriebene Lastwagen eröffnet. Die für den Weltmarkt produzierten LKW werden allerdings nicht unter dem Namen Iveco, sondern durch den Joint Venture Partner NIKOLA gebrandet. Für Geschäftsführer Gerrit Marx ist das Thema Nachhaltigkeit der Treiber für den Bau der LKW.
Gerade zu Beginn werden viele Fahrzeuge für den US-amerikanischen Markt produziert. Laut Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann liegt es einerseits daran, dass es sich um ein teils amerikanisches Unternehmen handelt. Der Markt in den USA sei aber zudem auf E-Mobilität besser vorbereitet. Deutschland soll aber bald folgen.
Mit der Produktion der LKW steuert die Region Ulm einen weiteren kleinen Teil bei, um ein klimaneutrales Deutschland 2045 zu erreichen.

Bereit, weil ihr es seid? Wie die Ulmer dazu stehen

14.000 Kilometer und 43 Orte liegen auf seiner Route, langsam gehts auf die Zielgerade und kurz vor der Bundestagswahl macht der Wahltourbus der Grünen Halt in Ulm. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will die Menschen der Region von sich und ihrem Wahlprogramm überzeugen. Neben ihrer Wahlkampfrede und der Beantwortung von Bürgerfragen auf dem Münsterplatz besucht die Grünenpolitikerin spontan die Synagoge am Weinhof. Rabbiner Shneur Trebnik ist dankbar über die Flexibilität im Zeitplan und begrüßt den Besuch als wichtiges Zeichen.
Auf dem Münsterplatz ist die Stimmung ausgelassen, die Anwesenden feiern die Spitzenkandidatin. Ob die Grünen das noch aus dem Umfragetief retten kann, bevor am 26. September die Würfel fallen?

Schulstart in Baden-Württemberg: Grundschüler sind euphorisch

Mehr Sport, mehr Zeit für die Familie, endlich mal den Keller aufräumen. Vorsätze kennen vor allem die Eltern. Doch zum Schulstart nach den Sommerferien gibt es die auch bei den Kindern. An der Jörg-Syrlin-Grundschule in Ulm haben die Schüler der 4. Klasse jedenfalls ihre Prioritäten gesetzt.
Mindestens genauso motiviert wie ihre Schüler ist auch Katja Böhnisch. Nach den vergangenen schwierigen Schuljahren freut sich die Grundschullehrerin auf ein eher konventionelles.
Und auch sie hat Vorsätze für das neue Schuljahr. Hierbei kann sie sicherlich mit der Zustimmung ihrer Klasse rechnen.
Beliebt ist sie bei ihren 25 Schülern. Die Viertklässler haben gegenüber ihrer Lehrerin auf jeden Fall nichts zu beanstanden.
Ein spektakuläres Wiedersehen in der Schule nach so langer Zeit ist es heute zwar nicht, dafür gibt es aber jede Menge glückliche Grundschüler.

Polizeioberkommissar Marc Layer im Talk

Wüste Beschimpfungen, rassistische Beleidigungen oder Drohungen. Im Internet, besonders in den sozialen Medien, ist die sogenannte Hate Speech längst Alltag geworden.
Christian Kröner aus Neu-Ulm ist als sogenannter Impfluencer bekannt geworden: Angefangen hat alles mit einem Hinweiszettel zum Thema Impfen an der Tür seiner Praxis. Zunächst ein Internethit – dann folgt ein Shitstorm. Doch der Hausarzt wehrt sich. Bringt beleidigende Kommentare und Drohungen bei der Kripo Neu-Ulm zur Anzeige. Und möchte darauf hinweisen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Damit sich solche Fälle aber gar nicht erst wiederholen, setzt die Polizei auch auf Prävention.
Wir sprechen mit dem Ulmer Polizeioberkommissar Marc Layer über dieses Thema.

Von überirdisch zu unterirdisch? Baumaßnahmen am Blaubeurer Tor

Von überirdisch zu unterirdisch? Im Pressegespräch am 09.09.2021 wurde der aktuelle Stand der Straßenumbaumaßnahmen bis zur Landesgartenschau 2030 vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Brücke am Blaubeurer Tor. Da diese nicht saniert werden kann und ein Neubau notwendig wäre, wird über Alternativen nachgedacht. Neben dem finanziellen Aspekt muss dabei auch beachtet werden, wie es gelingt, den Verkehr trotz Baustelle nicht lahm zu legen. Zudem wäre eine Straßenführung wünschenswert, die weniger anfällig für Verkehrsunfälle ist und den Verkehrsfluss positiv begünstigt.  Der Baubürgermeister Tim von Winning stellt die Idee der Stadt vor, die anstelle eines Neubaus der Brücke eine andere Baumaßnahme beinhalten.

Müllfrei? - Hinter den Kulissen eines Unverpacktladens

Schon vor tausenden von Jahren konnte jeder das eigene Getreide direkt aus dem Jutesack auf dem Markt kaufen, abfüllen und mitnehmen. Mit der Industriellen Revolution kamen später Maschinelle Nahrungsproduktion und einzeln verpackte Lebensmittel. Jetzt geht es wieder – mehr oder weniger -zurück zum Jutesack. Der Unverpacktladen. Er hat vor allem ein Ziel: Verpackungsmüll sparen. Der häuft sich nämlich in vielen Haushalten immer weiter auf. Innerhalb der letzten Jahre hat jeder Deutsche im Schnitt über 450kg Müll pro Jahr produziert. Ein Trend der immer weiter nach oben geht. Doch Konzepte wie das des Unverpacktladens sollen genau dem entgegenwirken. Anthony Saad hat auch hier in Ulm einen Unverpacktladen übernommen.

Motorradkontrollen auf der A8

Der Weg zum größten Biker-Event Europas war für einige Motorradfahrer an diesem Wochenende schon in Leipheim zu Ende. Zur European Bike Week in Kärnten werden jedes Jahr rund 100-tausend Motorradfreunde mit ihren zum Teil getunten Maschinen erwartet. Der Weg dorthin führt für viele Fahrer auch durch unsere Region.
Grund genug für die Verkehrspolizei Neu-Ulm zusammen mit der Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf der A8 mal genauer hinzusehen. Mit der Maßnahme sollte der Verkehrssicherheit Rechnung getragen und grenzüberschreitende Kriminalität bekämpft werden.
Im Laufe des Wochenendes wurden über 100 Motorradfahrer mithilfe für diesen Anlass bereitgestellter Polizeimotorräder von der Autobahn in die Kontrollstelle geleitet. Hier führten die speziell geschulten Beamten der Kontrollgruppe Motorrad sowie unterstützende Beamte der benachbarten Polizeidienststellen ganzheitliche Verkehrskontrollen durch. Unterstützung erhielten sie hierbei auch von der Fahndungs- und Kontrollgruppe sowie der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Neu-Ulm.
Schon alleine am ersten Tag fangen die Polizisten an insgesamt 13 Motorrädern technische Änderungen, wegen denen die Betriebserlaubnis erloschen war, zum Beispiel durch Umbauten an der Abgasanlage oder der Lenkeinrichtung. Nach dem Wochenende mussten 12 Motorräder komplett stehen bleiben. Bei ihnen war auch nach einem Umbau keine Weiterfahrt möglich.

Fit durch Herbst und Winter

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler. Jetzt ist es offiziell: Der Herbst ist da. Zumindest aus meteorologischer Sicht. Nebel, Regen, rutschige Straßen. Mit der nassen Jahreszeit kommen viele Gefahren. Aquaplaning, Laub auf der Fahrbahn, Wildwechsel. Die Liste ist lang. Jetzt ist es wichtig, sich auszukennen und zu wissen wie man wann richtig reagiert.

Auch beim Thema Winterreifen gibt es einiges zu beachten. Die Profiltiefe muss regelmäßig gecheckt werden, sollte ca. 4 Millimeter sein. Der jährliche Lichttest sorgt für mehr Sicherheit.

E-Scooter - Stadt Ulm hat künftig mehr Kontrolle

Es gibt sie mittlerweile wie Sand am Meer. Von allerlei Marken findet man sie in der ganzen Stadt. E-Scooter. Aber mit den Gefährten kommen auch allerlei Probleme. Denn durch das Leihsystem wird mit den Rollern nicht immer pfleglich umgegangen. Die Entsorgungsbetriebe fischen rund einen E-Scooter pro Woche aus der Blau. In der Donau ist das aber noch etwas schwerer. Abgesehen von Umweltverschmutzung ist auch die Handhabung im Verkehr ein Problem. Immer wieder sind Fahrer betrunken oder mit mehr als einer Person pro Roller unterwegs. Die Abstellung kann die Stadt in weiten Teilen schon einschränken aber ansonsten hat sie bisher wenig Einfluss auf die Anbieter. Genau das könnte sich jetzt aber durch ein Gerichtsurteil aus NRW ändern.

Vierte Corona-Welle: Ulmer Klinikum muss Kapazitäten schon wieder umplanen

Seit Mitte August spielt die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg keine Rolle mehr. Mit der neuen 3G-Regel dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete ins Kino, Restaurant oder zum Friseur. In Zukunft soll für die Bewertung der Corona-Lage viel mehr die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern eine Rolle spielen. Und in Ulm steigt die in den vergangenen Tagen stetig an. Professor Doktor Florian Gebhard hat mit uns über die Auswirkungen für die Klinik gesprochen. Er leitet die Corona-Taskforce dort und weiß, wie die Lage aktuell aussieht und was die steigenden Zahlen bewirken könnten.

Lehrlinge gesucht! Es gibt noch Stellen

„Lehrlinge gesucht!“ Mit diesem Appell wenden sich die Handwerkskammern an alle Schulabgänger, die noch keine Lehrstelle haben. Insgesamt sind die Kammern zwar zufrieden mit der Nachfrage in diesem Jahr, aber wie heißt es so schön: „Es darf ruhig ein bisserl mehr sein“! Denn auch wenn das neue Lehrjahr bereits übermorgen offiziell startet: Die Handwerkskammer Schwaben sieht im Raum Neu-Ulm noch einige offene Stellen – und setzt auf Spätentschlossene, die dann eben ein bisschen später einsteigen. Die Profis raten deshalb, sich an die Kammern oder an die Agentur der Arbeit zu wenden. Dort gibt es einen Überblick zum Angebot und vor allem persönliche Beratung...

Neue Dienstausweise bei Polizei in Schwaben Süd/West

Plastikkarte statt Papierlappen. Die Polizei in Bayern hat neue Dienstausweise. Endlich dürften viele sagen, denn die alten Lappen sahen alles andere als nach einer modernen Polizei aus. Damit wird der seit rund 35 Jahren genutzte ‚grüne Polizeidienstausweis‘ abgelöst. Seit dem Frühjahr werden die Polizisten in Bayern nach und nach ausgestattet. Jetzt hat auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West die neuen Dienstausweise eingeführt.
Die neuen Ausweise sollen fälschungssicher sein. Gerade jetzt, wo immer wieder falsche Polizeibeamte unterwegs sind, ist das wichtig. Dafür gibt es mehr als 20 unterschiedliche Sicherheitsmerkmale, wie zum Beispiel ein ‚Anti-Scan-Muster‘, ein spezieller Sicherheitsdruck, ein Kippbild des Beschäftigtenfotos sowie ein integriertes Hologramm.
Bei der Einführung verweist Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) darauf, dass die Polizeidienstausweise und Beschäftigtenausweise zukunftsfähig mit sogenannten ‚RFID-Chips‘ zur automatischen und berührungslosen Identifizierung ausgestattet sind. „Das gibt perspektivisch neue Möglichkeiten, um beispielsweise noch einfacher auf IT-Anwendungen zugreifen zu können.“
 

Fohlenmarkt in Riedlingen

Der Andrang ist groß. Die Stimmung heiter. Der Fohlenmarkt in Riedlingen zählt zu den größten Pferdezuchtveranstaltungen in der Region. Trotz Corona findet der Markt statt. Zwar unter freiem Himmel und mit dezimierter Zuschauerschaft, dafür mit hohem Zuchtpotenzial für die nächste Generation der Sportreitpferde. Die zu ersteigernden Fohlen werden zunächst vorgestellt und anschließend bei der Auktion heiß umworben und schließlich an den Höchstbietenden verkauft.
Norbert Freistedt, Vorstand des Pferdezuchtverbands, verrät uns im Beitrag, was ein gutes Fohlen ausmacht.

Pferdezüchter sind keine Sammler, sondern Verkäufer. Für ein Fohlen mit den richtigen Genen werden Höchstpreise erzielt. Deshalb sind Veranstaltungen wie der Fohlenmarkt in Riedlingen für Züchter von großem Wert. Das sieht auch Elisabeth Ruetz vom Pferdezuchtverein Ravensburg so.

Die Pandemie hat den Verkaufszahlen laut Norbert Freistedt nicht geschadet. Was jedoch dem Image schadet sind die jüngsten Ereignisse vom Modernen Fünfkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio. Der Pferdezuchtverband möchte dem entgegenwirken.
Die Pferdeauktion hier hat nun schon seit längerem Tradition. Auch für die nächsten Jahre soll Riedlingen der Umschlagplatz für Pferde im Sport Sektor bleiben.

Tierischer Genuss: Eis für Hunde

Mango-Brombeere. Das ist die neue Sorte einer Sendener Eisdiele. Das ist aber nicht die Besonderheit, sondern viel mehr, für wen sie gedacht ist: Hunde. Inspiriert von anderen Eisdielen und den eigenen Gästen, deren Hunde immer wieder von ihren Herrchen und Frauchen etwas abbekommen hatten, hat Tomas Cais jetzt erstmals das Eis für die Vierbeiner hergestellt. Im Unterschied zu den Sorten für ihre zweibeinigen Begleitungen ist das Eis deutlich weniger süß, denn statt Zucker wurde nur Honig zum Süßen verwendet. Auch sonst hat die Eisdiele versucht, hundefreundliche Zutaten zu verwenden. Weil Hunde auf Kälte dennoch empfindlich reagieren könnten, haben wir bei einer Tierärztin aus dem Kreis Neu-Ulm gesprochen: Wer die Größe seines Hundes berücksichtigt und dementsprechend nicht zu viel Eis verfüttert, kann seinem Hund die Leckerei sorglos gönnen.

Endlich flügge: "Ich bin ein Berblinger" feiert Premiere

Schon vor gut einem Jahr haben wir die Proben zum Rockmusical „Ich bin ein Berblinger“ begleitet (https://www.regio-tv.de/mediathek/video/ich-bin-ein-berblinger-rock-musical-ueber-den-schneider-von-ulm/) Passend zum Berblinger-Jubiläum sollte dem Schneider von Ulm im Roxy ein musikalisches Denkmal gesetzt werden. Passend zum Jubiläumsmotto ist das Projekt gescheitert, an Corona. Und das war nicht der erste Fehlversuch: zuvor scheiterte es schonmal an der Finanzierung. Damit Großes entsteht, braucht es offensichtlich manchmal ein paar Fehlversuche. Das zeigt uns die Geschichte Albrecht Ludwig Berblingers und eben auch die Geschichte des Musicals ihm zu Ehren. Auf der Ulmer Wilhelmsburg könnte es jetzt endlich halten, was es seit Langem verspricht, jetzt muss nur noch das Wetter halten.
Premiere ist morgen, weitere Aufführungen gibts am 28. und 29.08.21 sowie am 1., 2., 3. und 5.09.21. Tickets gibts online oder an der Abendkasse, aber schnell sein, bevor nochmal was schief läuft ;)

6000km auf der Vespa: Markus André Mayer fährt für einen guten Zweck

Sie gehört zu den weltweit beliebtesten Motorrollern und hat mittlerweile Kultstatus – die Vespa! Das erste Modell kam 1946 auf den Markt und bis heute hat sie viele Fans. Markus André Mayer nutzt das flotte Gefährt für einen guten Zweck. Er fährt auf seiner 3PS-Maschine verschiedene Touren, um Geld für krebskranke Kinder zu sammeln. Auf 6000 Kilometern besucht er Vespa-Clubs in sieben Ländern. Dadurch sind bei seiner jetzigen Tour schon 50.000 Euro zusammengekommen. Von den Ulmer Clubs sind knapp 2200 Euro in den Spendentopf geflossen. Nächstes Jahr will Markus André Mayer einen Weltrekordversuch starten – 25.000 km in 40 Ländern. Da sollte es ein leichtes sein, die 50.000 Euro für krebskranke Kinder aus diesem Jahr zu überbieten.

In Neu-Ulm gilt jetzt die 3G-Regelung

War’s das für den Inzidenzwert? Lange haben alle auf diese eine Zahl geschaut. Zukünftig will die Bundesregierung die Maßnahmen nicht mehr daran festmachen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jetzt verkündet. Zu spät aber für Bayern. Dort gilt seit heute schon ab einer 35er Inzidenz die 3G-Regelung. Den Landkreis Neu-Ulm könnte das doppelt treffen. Dort ist die Inzidenz so hoch, dass ab Donnerstag neue Verschärfungen drohen. Bleibt der Wert der 7-Tage-Inzident auch am Dienstag über 50, dann treten unter anderem Kontaktbeschränkungen in Kraft. Das bedeutet, dass die maximalen Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen sinken. Bei privaten Treffen wären dann nur noch die Angehörigen von maximal drei Hausständen erlaubt, sofern die Anzahl an Personen unter 10 bleibt. Kinder unter 14 sowie geimpfte und genesene Personen werden hier nicht mitgezählt. Kinobetreiber Roman Sailer hofft, dass die neuen Regelungen keinen Einbruch bei den Besucherzahlen mit sich bringen. Zuletzt war die Besucherzahl wieder gestiegen. Die 3G-Regelung gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, die sich in Innenräumen abspielen. Zum Beispiel auch der Gastronomie und dem Sport. Die IHK Schwaben appelliert an die Politik, dass es gerade in einer Grenzregion einheitliche Lösungen für beide Bundesländer brauche. Alles andere würde die Konjunktur gefährden.

Wer wars? Rund 700 Männer sind zum DNA-Test aufgerufen

Juli 1986, Enderby in Großbritannien: die grausame Vergewaltigung und Erwürgung einer 15-jährigen Schülerin versetzt ein ganzes Dorf in Schrecken. Um den Täter zu schnappen testet die Polizei ein völlig neuartiges Verfahren: die erste genetische Reihenuntersuchung der Geschichte. Doch der Täter hält sich für schlauer als die Ermittler und schickt einen Komplizen zum Test. Die kommen ihm schließlich doch noch auf die Spur: er hatte es sich nicht verkneifen können in den Kneipen der Region mit seinem Betrug zu prahlen.

Ob das in Blaubeuren ähnlich abläuft? Dort hat heute eine DNA-Reihentestung begonnen: rund 700 Männer im Alter von 41 und 52 Jahren sind dazu aufgerufen eine Speichelprobe abzugeben. Je mehr mitmachen, desto enger wird der Kreis der Tatverdächtigen und desto höher ist die Chance, dass die Ermittler den Täter schnappen. Der soll Ende 2020 mehrere Einbrüche begangen haben. Bei einem davon vergewaltigte er die Bewohnerin im Schlaf. Als sie aufwachte flüchtete er, hinterließ aber, wie schon andernorts DNA-Spuren. Mit ihrer Hilfe ist es der Kriminalpolizei gelungen, ein Täterprofil zu erstellen. Nun bitten die Ermittler um Hilfe aus der Bevölkerung. Wichtig zu wissen: die freiwillig abgegebenen DNA-Proben werden nur in diesem Fall verwendet und nicht dauerhaft gespeichert. Außerdem wird keiner der kommt als tatverdächtig behandelt, sondern hilft mit beim Ausschlussverfahren.Morgen zwischen 12.00 Uhr und 20.00 Uhr haben Freiwillige noch einmal die Chance ihre Speichelprobe abzugeben. Aufgerufen sind:
Alle Männer aus Blaubeuren und seinen Teilorten Gerhausen und Weiler, die zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 2020 dort gemeldet oder zugewiesen waren oder sich tatsächlich dort aufhielten.
Hinweise zu den Taten erbittet die Kriminalpolizei unter der Telefon-Nummer 0731 1880 oder per Mail an ulm.pp@polizei.bwl.de

Ludwig-Erhard-Brücke am Wochenende gesperrt

Von Freitagabend bis in die frühen Morgenstunden am Montag wird die Ludwig-Erhard-Brücke in Ulm komplett gesperrt. Zusätzlich dazu wird am Samstagmorgen kurzzeitig die Schillerstraße gesperrt. Das ganze Wochenende über wird der Verkehr in Richtung Innenstadt über die Zinglerstraße, die Neue Straße sowie die Frauenstraße umgeleitet. Aus der Innenstadt kommender Verkehr wird über die Friedrich-Ebert-Straße und die Neue Straße stadtauswärts gelenkt.

Fehlende Öffnungsperspektive: der Münsterturm bleibt im Lockdown

Endlich sind wir aus dem Lockdown raus und könnten wieder hoch, da heißt es Quarantäne für unsre schönste Sehenswürdigkeit: der Hauptturm des Ulmer Münsters ist aktuell nicht begehbar.
Seit Juni ist das wichtigste Ulmer Wahrzeichen für Touristen nicht zugänglich: der Hauptturm des Münsters mit seinen 768 Stufen und der unvergleichlichen Aussicht. Beschädigungen durch Abnutzung und Vandalismus haben Anlass gegeben, den Turm mal genauer unter die Lupe zu nehmen und auf Sicherheit zu untersuchen. Jetzt liegt das Ergebnis vor: 9 Stufen in der Höhe von 70 Metern entsprechen nicht den statischen Anforderungen. Gefährlich sei das zwar nicht, aber auf Dauer doch ein Risiko, deshalb müssen sie ausgetauscht werden. Heißt: bis zum Ende des Jahres können Touristen nicht hoch auf den Turm. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Prozessauftakt: Mehr als 400 Fälle von Kindesmissbrauch

Ein 45-jähriger aus Ulm muss sich seit heute vor dem Landgericht Ulm verantworten. Ihm wird vorgeworfen seine Halbschwester sowie vier weitere Mädchen mehr als 400-mal sexuell missbraucht zu haben. Zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt waren die Mädchen zwischen 6 und 13 Jahren alt. Zum Prozessauftakt bestätigt der Mann, dass die Geschädigten öfters in seiner Wohnung in Ulm übernachtet haben sollen, dabei soll auch Alkohol konsumiert worden sein. An einzelne konkrete Tatvorwürfe könne er sich aber nicht erinnern. Laut Anklageschrift soll er unter anderem die Mädchen gebadet und anschließend mit Körperlotion eingerieben haben. Dabei soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein. Zwar gibt der Angeklagte zu, sich schon immer für kleine Mädchen interessiert zu haben, allerdings sei das inzwischen nicht mehr der Fall. Er habe sich in Therapie begeben, sei mittlerweile verheiratet.

Mit viel PS ins Grüne: Cem Özdemir wirbt um Stimmen vor der Haustür

Der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September 2021 ist in vollem Gange. Ein politischer Vertreter nach dem anderen wirbt auch bei uns vor der Haustür um Stimmen. Heute in der Region gesichtet: Cem Özdemir.
Auf seiner Wahlkampftour macht er halt in Ulm und Blaubeuren und versucht dort die beiden vermeintlichen Kontraste Umwelt und Industrie in Einklang zu bringen. Nach einer Werksbesichtigung bei Iveco gehts weiter in die Blaubeurer Sirgensteinhöhle. Gastgeber Marcel Emmerich aus dem hiesigen Wahlkreis kann sich da schonmal ein Bild davon machen, was ab September auf ihn zukommt. Er hat seinen Platz im Bundestag schon sicher und ist damit der dritte Ulmer im Reichstagsgebäude.

Kröner: Fast alle Impfungen wirksam

Trotz der Kühlpanne waren bisher so gut wie alle Impfungen in der Neu-Ulmer Hausarztpraxis von Dr. Christian Kröner wirksam. Die Ergebnisse von rund 1.000 Antikörpertests liegen vor. Nur bei vereinzelten Impfungen mit dem Vakzin von Johnson&Johnson sei laut dem Neu-Ulmer Hausarzt die Wirksamkeit reduziert. Ob die zu hohe Kühltemperatur dafür verantwortlich ist, lässt sich aber nicht sagen. Von der Kühlpanne sind rund 5.000 Patienten betroffen.

Dokumentierte Gewalt: Manne Lucha besucht Gewaltopferambulanz

Sie ist schwer zu greifen, spielt sich meist im Verborgenen ab und hat dadurch in der Pandemie noch mehr Raum erhalten: Häusliche Gewalt. In Ulm wird sie zusammen mit anderen Gewaltverbrechen jetzt professionell dokumentiert, in vertraulichem Rahmen und mit nicht zu unterschätzender Wirkung. Sozialminister Manfred "Manne" Lucha hat sich den Ort des Geschehens heute angesehen. Die neue Gewaltopferambulanz am Michelsberg ist eine von vieren in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit Schulungen von medizinischem Personal und digitaler Vernetzung verschiedener Anlaufstellen sollen sie Gewalt jeder Art im Land etwas entgegensetzen. Der Leiter des Ulmer Instituts für Rechtsmedizin Sebastian Kunz erklärt, wie das gelingen kann und warum Opfer von Gewalttaten dadurch geholfen wird.
Betroffene können bei der neuen Ambulanz telefonisch einen Termin vereinbaren. Gespräche werden vertraulich behandelt, die Spurensicherung ist optional. Eine Weitergabe der Beweismittel erfolgt nur, wenn Betroffene die Rechtsmediziner ausdrücklich von der Schweigepflicht befreien und ihren Fall zur Anzeige bringen wollen. Das können sie, je nach Tathergang, auch noch Jahre nach der Dokumentation.
https://www.uniklinik-ulm.de/rechtsmedizin/gewaltopferambulanz.html

Riskanter Fluchtversuch aus der U-Haft

Am Samstag hat ein Untersuchungshäftling versucht aus der Ulmer Justizvollzugsanstalt zu entkommen. Über ein Regenrohr wollte er vom Dach klettern, ist dabei aus etwa 15 Metern Höhe abgestürzt und auf ein parkendes Auto gefallen. Passanten haben den Schwerverletzten entdeckt, der daraufhin in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Bei dem Mann handelt es sich um einen Untersuchungshäftling, nähere Angaben zu seiner Person oder der Straftat, die ihm vorgeworfen wird, will die Polizei aktuell nicht machen. Auch wie es dem Häftling gelungen ist, während des Hofgangs aufs Dach des Gefängnisses zu gelangen bleibt unklar.

Pilotversuch für digitale Strafakten in Ulm

 

Digitalisierung – das ist das Zauberwort, das vieles einfacher machen soll. Im Süden treiben Baden-Württemberg und Bayern den digitalen Wandel in der Justiz besonders voran. Wenn ein Strafverfahren ansteht, müssen bislang zum Beispiel Gerichtsakten hin und her verschickt werden. Das kostet Zeit und Geld. Zur Verhandlung müssen alle Beteiligten teils über weite Strecken anreisen. Die Justizminister von Bayern und Baden-Württemberg wollen das Ändern. Daher werden nach und nach E-Akten, Videoverhandlungen und ein elektronischer Rechtsverkehr eingeführt.
 
In Ulm soll die elektronische Strafakte als Pilotprojekt für Baden-Württemberg noch Ende dieses Jahres starten, das Teilt CDU-Justizministerin Marion Gentes bei dem Treffen in der Donaustadt mit. Bei einem länderübergreifenden Fach-Gipfel tauschten sich Fachdelegationen beider Länder über Erfahrungen, Initiativen und Ideen aus. 

Nach 17 Monaten Hyperschlaf: Das Regina 2000 in Ellwangen öffnet wieder

Lange gehofft und am Ende schon fast nicht mehr damit gerechnet: Nach 17 Monaten Corona-Pandemie, Insolvenzverfahren und Pächterwechsel ist es am Donnerstag endlich soweit: Das Kino Regina 2000 in Ellwangen öffnet wieder. Der neue Pächter ist für Ostalb-Kinofans kein Unbekannter: Ralf-Christian Schweizer führt bereits den Kinopark in Aalen sowie das Capitol & Kino-Center Heidenheim. Die Leitung des Kinos übernimmt Geschäftspartner Christian Reich.
Unter Pandemiebedingungen darf Schweizer das Filmtheater Regina 2000 zu 60 Prozent auslasten. Für den Besuch des Regina 2000 muss die 3G-Regel erfüllt sein, Maskenpflicht und Abstandspflicht auf den Sitzplätzen entfallen dafür. Kinotickets und weitere Informationen zu den Corona-Beschränkungen gibt es auf der Webseite des Kinos.

So helfen Einsatzkräfte aus der Region in Ahrweiler

Eine Zerstörung wie im Krieg - so beschreibt Andreas Huber vom Roten Kreuz aus Illertissen die Schäden nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Er war ehrenamtlich mit dem Betreuungskontingent Schwaben in Ahrweiler. Die Einsatzkräfte haben sich drei Tage lang um die Betreuung und Verpflegung von Einsatzkräften und Bewohnern gekümmert. Ohne Strom und fließendes Wasser haben sie mehrere Tausend Mahlzeiten am Tag zubereitet.
Noch immer sind hunderte Helfer ehrenamtlich im Einsatz. Alleine vom Roten Kreuz aus dem Kreisverband Neu-Ulm sind bereits 20 Einsatzkräfte nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Die meisten sind bereits wieder zurück. Eine Schnelleinsatzgruppe Transport ist mit zwei Rettungsfahrzeugen aktuell noch vor Ort.

Was bei Mückenstichen am besten hilft

In einer Woche beginnen die Sommer- und die Handwerkerferien. Es ist Urlaubszeit. Wer weiter weg fliegt, hat sich bestimmt schon mit ihnen auseinandergesetzt: den Mücken. Zumindest indirekt. Denn zum Beispiel für Reisen in Länder in Asien oder Südamerika stehen Impfungen an – gegen Krankheiten wie Malaria, die von den Insekten übertragen werden. Wer hier bleibt - ob wegen der Pandemie oder einfach so - muss sich darum nicht kümmern. Denn hier sind die Mücken harmloser. Und trotzdem: So ein Stich kann ganz schön jucken. Man kann zwar dafür sorgen, dass es erst gar nicht soweit kommt (https://www.regio-tv.de/mediathek/video/mehr-stechmuecken-in-diesem-jahr/), manchmal bringt aber auch der beste Schutz nichts. Vor allem, weil es in diesem Jahr wegen des vielen Regens mehr Mücken gibt als in den vergangenen zwei Jahren. Wir haben deshalb bei der Neu-Ulmer Hautärztin Dr. Karin Kunzi-Rapp nachgefragt: Warum juckt das überhaupt und was hilft?

Reise in die Vergangenheit – SWU restauriert „Bierbähnle“

Hätten sie auch manchmal gerne eine Zeitmaschine, mit der sie in die Vergangenheit reisen könnten? Immerhin gibt es in der Geschichte so einige Dinge, die bestimmt interessant wären. Kein Problem, hat sich die SWU gedacht, und das über 100 Jahre alte „Bierbähnle“ restauriert. Seit 1910 ist es in Ulm im Betrieb - und hat deshalb schon so einiges mitgemacht. Es ist aber nicht der einzige Oldtimer, den sich die Besucherinnen und Besucher im historischen Furhpark ansehen können.  Fahrzeuge aus unterschiedlichen Jahrzehnten sind mit dabei - und jetzt wieder buchbar. Jürgen Späth, Leiter der Schienenfahrzeuge hat erklärt, warum das Bierbähnle so besonders ist.

Kuhkuscheln

„Ich mag nicht mehr laufen…“, „Wie weit ist es denn noch?“, „Hier ist es sooo langweilig…!“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Jetzt sind Sie nämlich gefragt. Und mit der Schönheit der Natur, der Idylle werden Sie Ihre Kinder nicht kriegen.  Eva Reuter, die übrigens selbst nie ein Fan von Sonntagsspaziergängen war, hat da einen Tipp für Sie. Zu früher Stunde hat sie sich dafür auf den Weg nach Neuselhalden, einem Ortsteil von Steinheim am Albuch, gemacht. Dort bieten Hannah und Silke Fischer eine ganz besondere Freizeitaktivität an: Kuhkuscheln und Kuhspaziergänge. Und das ist nicht nur was für Kinder. Gerade bei Stress wirken die Rindviecher Wunder. Denn sie übertragen ihre Ruhe und Gelassenheit auf den Menschen. Ob es bei Eva auch gewirkt hat?

„Des kriega mir scho na!" – Schwörmontag 2021

 
Zum zweiten Mal in Folge Schwörmontag im Ausnahmezustand. Keine Feier, kein Nabada, limitierte Gästezahl bei der Schwörrede. Die stand 2021 daher auch ganz im Zeichen der Krise. Oder besser gesagt Krise-n. Oberbürgermeister Gunter Czisch gedachte neben Impf-Apellen, um die Pandemie zu bewältigen auch der Opfern der Flutkatastrophe in Deutschland, als sichtbares Zeichen der Klimakrise. Trotz vieler Problemfelder und Herausforderungen, war die Stimmung im Weinhof von Hoffnung und Zuversicht geprägt. Auch aufgrund der bewegenden Worte Ann Dorzbacks, der zusammen mit Otto Künzel die Bürgermedaille der Stadt verliehen wurde. 650 Gäste, 500 davon ausgelost konnten die Schwörfeierlichkeiten vor Ort verfolgen. Für alle anderen Bürgerinnen und Bürger wurde ein Livestream bereitgestellt.

So feiert Ulm am diesjährigen Schwörwochenende

Für viele Ulmer ist es das wichtigste Wochenende im Jahr mit den schönsten Veranstaltungen. Schwörkonzert – Schwörrede – Lichterserenade – Nabada. Aber: Wegen der Corona-Pandemie sieht es auch in diesem Jahr wieder ganz anders aus. Vieles entfällt oder wird unter angepassten Bedingungen abgehalten. Trotzdem lädt die Stadt Ulm alle zum Mitfeiern ein.
Statt der vielen Menschenmassen dürfen sich, wie im vergangenen Jahr, maximal kleine Gruppen am Donauufer treffen. Auch auf die großen Partys in der ganzen Stadt müssen die Ulmer und ihre Gäste verzichten. Doch die Gastronomen machen das Beste aus der Situation und haben ihr Angebot an die bestehenden Auflagen angepasst.
Gefeiert werden darf im Außenbereich bis 23 Uhr. Drinnen zum Teil sogar bis drei Uhr nachts. Livemusik und DJs wird es allerdings auch in diesem Jahr nicht geben. Sonst es ist wie ein ganz normaler Montag.
Kein normaler Montag wird es für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Wasserwacht und DLRG. Auch wenn beim Sprung in die Donau ein dreistelliges Bußgeld droht, sind die Helfer zur Sicherheit vor Ort. Auch die Polizei wird mit Booten auf der Donau patrouillieren.

Brückenschlag an der Filstalbrücke

Die Berge und Täler der Schwäbischen Alb stellen die Bahn bei der Neubautrasse Ulm Wendlingen vor so einige Herausforderungen. Bei Geschwindigkeiten weit über 200 Kilometer pro Stunde sollen die Züge möglichst geradeaus fahren. Keine Kurven, keine großen Steigungen. Deshalb sind in der Region einige imposante Bauwerke entstanden. Zum Beispiel die Filstalbrücke. Hier ist jetzt der Brückenschlag geschafft.
Das imposante Bauwerk, das wie der Name schon sagt, das Filstal überspannt, schließt nun die letzte Lücke der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke  und überspannt auf einer Länge von knapp 500 Metern das Filstal. Mit 85 Metern ist sie die dritthöchste Eisenbahnbrücke in Deutschland. Sie besteht aus zwei parallelen, eingleisigen Brückenteilen und verbindet zwei Eisenbahntunnel: den Boßler- und den Steinbühltunnel.
Ursprünglich sollten hier bereits ab dem Jahr 2019 die ersten Züge verkehren. Dann wurde der Termin auf Ende 2022 gelegt. Doch auch dieser Termin wackelte kurzfristig. Die Bahn hatte sich schon um Alternativlösungen bemüht. Doch dann konnten die Bauarbeiten so optimiert werden, dass der Termin wohl doch eingehalten werden kann. Wenn jetzt alles klappt, können hier bereits in 1½ Jahren die ersten Zügen fahren.

37-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs und Entführung verurteilt

 

Das Landgericht Ulm hat heute einen 37-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen wegen Entführung und Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von Zehn Jahren verurteilt. Damit bleiben die zuständigen Richter zwei Jahre unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Das Gericht hat das umfassende Geständnis des Verurteilten zu Beginn des Prozesses als strafmildernd bewertet. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der 37-jährige 2006 einen damals 13-jährigen Jungen in Ulm-Lehr in sein Auto gezerrt und auf einem Feldweg missbraucht hat. Ähnliches hat der Verurteilte rund ein Jahr später in Heidenheim mit einem damals 12-Jährigen wiederholt. Die Beamten sind Jahre später aufgrund anderer Ermittlungen dem Täter auf die Spur gekommen.

Luftfilter-Debatte: So sieht es in der Region aus

Sie sollen Viren absaugen und so Schülerinnen und Schüler vor einer Corona-Infketion schützen – so die Theorie. Die Debatte um die Luftfilter geht aber immer noch weiter. Der Grund: In den vergangenen Tagen hat das Bundesumweltamt in einem Interview mit dem Handelsblatt angegeben, dass mobile Luftfilter gegen Viren helfen können. Außerdem will die Baden-Württembergische Landesregierung den Schulen 60 Millionen Euro für Luftfilter zur Verfügung stellen. In Bayern sind es sogar 190 Millionen Euro Unterstützung. Eine Studie der Uni Stuttgart besagt aber: Nur in wenigen Klassenzimmern seien die Luftfilter sinnvoll. Die Experten sprechen sich sogar gegen eine Nutzung aus. Auch in der Region gibt es rege Diskussionen zum Thema.

Besseres Image für die Pflege: RKU startet in den vierten Pflegemanagementkongress

Eine bessere Ausbildung für Pflegeberufe, Arbeit auf Augenhöhe mit anderen Bereichen des Gesundheitswesens und Lösungen im Fachkräftemangel: Das sind die Themen, die in diesem Tagen beim vierten Pflegemanagementkongress an den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) besprochen werden. Im Fokus der Veranstaltung steht das sogenannte Magnetkrankenhausmodell. Ein Konzept, das in den USA entwickelt worden ist, um die Arbeit in Pflegeberufen wieder attraktiver zu machen und so dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. In kaum einer anderen Zeit war gut funktionierende Pflege so extrem wichtig wie in den letzten Monaten. Durch die Corona-Pandemie ist der Fachkräftemangel in diesem Bereich schonungslos deutlich geworden. Über 35 Referenten sind zu dem Kongress eingeladen, unter anderem aus Berlin, Heidelberg, Hamburg, aber auch aus Belgien und USA/Montana. Auf der Webseite des RKU können sich Interessierte auf einem virtuellen Posterrundgang die Forschungsprojekte der Wissenschaftler ansehen.

Höhepunkt des Jahres: Ulm blickt auf demokratischen Anfang zurück

Eigentlich sollte sie auf dem Ulmer Weinhof stattfinden, aber wegen Unwetterwarnung wird sie nach drinnen verlegt: die Feier zum Demokratiejubiläum der Stadt. So stürmisch die Zeiten, so groß der Wunsch sich seiner Erfolgsgeschichte zu erinnern: rund 70 geladene Gäste und prominente Festredner feiern 75 Jahre gelungene Demokratie in Ulm. Blickt man zurück, hätte das auch einen ganz anderen Ausgang nehmen können.
Wie schwierig der demokratische Neuanfang in der Stadt war und welche Entwicklung er nahm, das können Interessierte auch in der neuen Ausstellung des Ulmer Stadtarchivs entdecken. Bis Mitte September wird sie dort im Erdgeschoss des Schwörhauses zu sehen sein.
Das Themenjahr "75 Jahre Demokratie in Ulm" endet mit dem Festakt natürlich nicht. Jede Menge weitere Veranstaltungen und Projekte stehen auf dem Plan.

Tempo 30 in der Stadt: Ulm wagt Vorstoß mit weiteren Städten

Tempo 30 anstatt Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit in den Städten? – Das wollen mehrere deutsche Städte. Neben Hannover, Aachen, Leipzig, Münster und Freiburg stehen auch Augsburg und Ulm hinter dieser Forderung. Gemeinsam haben sie ein Positionspapier veröffentlicht, indem sie die Gründe dafür darlegen. Die Straßen sollen sicherer, der Verkehrslärm verringert und die Luft sauberer werden. Zusätzlich dazu soll bei Tempo 30 auch der Verkehr mit weniger Störungen laufen. Momentan dürfen die Städte noch nicht selbst entscheiden, ob die Regelgeschwindigkeit innerorts bei 50 oder 30 liegen soll, das wollen sie jetzt ändern. Für den ADAC ist die Tempo 30-Regelung allerdings nicht die Lösung des Problems: Die Umweltbelastung sei nicht wirklich geringer und viele Autofahrer würden in Wohngebiete ausweichen.

Rettung für Marder, Vögel und Co.: Sabrina Schrauf und ihre Wildtierhilfe

Eigentlich wollte Sabrina Schrauf nur zum Zahnarzt und auf dem Weg dorthin entdeckt sie sie am Straßenrand: Die kleine Rabenkrähe Frieda. Für Sabrina Schrauf sogar ein lebensverändernder Moment, den Frieda ist der erste Schützling, den sie bei sich aufnimmt und gesund pflegt. Seit etwas mehr als einem Jahr leitet Sabrina Schrauf nun schon eine private Auffangstation für Wildtiere. Ihre Station gehört zu der Wildtierhilfe Baden-Württemberg, die landesweit die erste Anlaufstelle für in Not geratene Tiere ist. Etwa 20 Tiere betreut sie derzeit, darunter die Siebenschläferdame Merle, einige Marder und vier Spatzenkinder. Für die meisten Menschen wäre das schon ein Vollzeitjob, nicht für Sabrina Schrauf: Außer ihrer Arbeit in der Wildtierhilfe, führt sie mit ihrer Familie in ihrer Freizeit einen kleinen landwirtschaftlichen Hof, ist Mutter von zwei Töchtern und arbeitet beim Arbeiter-Samariter-Bund. Wir haben sie gefragt, wieso ihr die Wildtierhilfe so wichtig ist und wie gefährlich Unwetter und Hitze für die jungen Tiere wirklich sind.

Impfzentren und Hausärzten bleibt der Impfstoff übrig

Die Termine werden nicht wahrgenommen, Impfstoff bleibt übrig. Auch bei uns in der Region macht sich die Impfmüdigkeit breit. Das Impfzentrum in Weißenhorn sucht jetzt nach Lösungen und appelliert: wer sich jetzt nicht impfen lässt, könnte im Herbst vielleicht schon zu spät dran sein.

Ähnlich sieht es der Neu-Ulmer Hausarzt  Christian Kröner. Er wurde bundesweit bekannt unter anderem weil er eine Methode entwickelt hat, wie man aus einer Ampulle noch eine Impfung mehr herausbekommen kann. Auch sonst engagiert er sich sehr für das Thema Impfen und bezeichnet sich selbst als Impf-fluenzer. Kein Wunder also, dass er die aufkommende Impfmüdigkeit nicht nachvollziehen kann, ganz im Gegenteil, wie der Beitrag zeigt.

Tierschutzskandal: Polizei durchsucht landwirtschaftlichen Betrieb

Die Bilder sind erschreckend: Schwerverletzte Tiere mit offenen Wunden, abgebissene Schwänze, Schweine, die sich gegenseitig auffressen und todkranke Tiere zeigen die Aufnahmen der Tierrechtsgruppe SOKO Tierschutz vom Februar. Die haben im Alb-Donau-Kreis massive Tierrechtsverstöße aufgedeckt - und dem Veterinäramt des Landkreises eine Teilschuld zugeschrieben. Jetzt hat Soko Tierschutz eine Anzeige gegen den verantwortlichen Landwirt erstattet. Die Polizei stand deshalb am vergangenen Mittwoch mit einem Durchsuchungsbeschluss vor den Türen des landwirtschaftlichen Betriebs. Was die Polizei und das Landratsamt dazu sagen, sehen Sie im Beitrag.
! Triggerwarnung !
Der kommende Beitrag zeigt drastische Gewalt gegen Tiere. Falls es Ihnen damit nicht gut geht, schauen Sie sich den Beitrag besser nicht an.

Die komplette Krankengeschichte auf einen Blick: Die elektronische Patientenakte

Bei einem medizinischen Notfall muss es schnell gehen. Ein Problem, vor dem die behandelnden Ärzte in solchen Situationen oft stehen: Die Angehörigen wissen nicht oder nur unzureichend, welche Blutgruppe der Patient hat, wogegen er allergisch ist, welche Vorerkrankungen vorliegen oder welche Medikamente er einnimmt.
Mit der elektronischen Patientenakte - kurz ePA - könnte das zukünftig einfacher werden. In diese digitale Akte sollen Patienten verschiedene medizinische Daten und ärztliche Befunde selbstständig eintragen und hochladen können.
Die Gematik, eine Gesellschaft, die unter anderem im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens vorantreibt, sieht große Vorteile in der Nutzung der elektronischen Patientenakte.
Durch einen umfassenden Einblick in die Krankengeschichte könnten – beispielsweise bei einem Arztwechsel – belastende Mehrfachuntersuchungen vermieden und an direkt an bereits vorliegende Behandlungsergebnisse angeknüpft werden. Auch die Verarbeitung der Daten könne laut Gematik damit effizienter gestaltet werden „Viele bisher analog oder in Papierform ablaufende Arbeitsschritte können durch die ePA digitalisiert und damit vereinfacht werden.“
Das Besondere an der digitalen Akte: Ärzte und Versicherungen haben keinen direkten Zugriff auf die Daten, sondern brauchen zur Einsicht die ausdrückliche Einwilligung des Patienten und entsprechende Daten zur Entschlüsselung. „Mit der ePA werden Nutzer darin bestärkt, souverän und eigenverantwortlich mit ihren Gesundheitsdaten umzugehen. So werden Patienten Teil des Teams, das sich um ihre Gesundheit kümmert. Zugleich können sie eine aktivere Rolle bei ihrer eigenen Gesundheitsversorgung spielen“, schreibt die Gematik in diesem Kontext.
Bereits seit Anfang des Jahres können Versicherte die digitale Akte bei ihrer Krankenkasse beantragen. Die Nutzung dieses digitalen Helfers ist jedoch freiwillig.
Ab 1. Juli müssen die Ärzte in Deutschland gesetzlich verpflichtend nun auch die Voraussetzungen zur Verwendung der ePA nachweisen können. Dazu gehört unter anderem auch die Beantragung eines sogenannten Heilberufsausweises, der die Ärzte berechtigt, Daten in die elektronische Akte einzutragen.
Bis 2022 will der Bund die elektronische Akte noch mit einigen weiteren Funktionen versehen. So sollen ab dem 1. Januar deutschlandweit alle Krankenhäuser technisch mit der elektronischen Patientenakte arbeiten können, der Zugriff der Ärzte auf Dokument in der ePA soll fachbezogen weiter eingegrenzt werden und auch Krankschreibungen sollen bis dahin über die App möglich sein.
Wie ein Neu-Ulmer Arzt sich auf die Umstellung vorbereitet hat, wo derzeit noch die größten Probleme liegen und wie die bisherige Resonanz auf die elektronische Patientenakte bei der AOK Ulm-Biberach ist.
Mehr zur elektronischen Patientenakte:
Schwäbische Zeitung: Ärzte müssen ab Juli die elektronische Patientenakte befüllen – Sorge um die Sicherheit der Daten
Schwäbische Zeitung: Elektronischen Patientenakte vor dem Start
Schwäbische Zeitung: „Kein Sprint“: E-Patientenakten starten meist noch verhalten

Streit um Grundschulschließung in Nersinger Ortsteil

Wenn Schulen geschlossen werden, dann hatte das im letzten Jahr fast immer mit einem Corona-Ausbruch oder den neuesten Maßnahmen zu tun. In Oberfahlheim bei Nersingen ist das anders: Hier soll die Grundschule für immer geschlossen werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Und es sorgt für Unmut: Eine Steuerungsgruppe zum Erhalt der Schule hat sich gebildet. Von Unterschriftensammlungen bis zu einer möglichen geplanten Demonstration wollen die Mitglieder nichts unversucht lassen, um auch die Vorteile des Erhalts aufzuzeigen. Die Schulleitung hat sich für die Schließung ausgesprochen, um ein pädagogisches Konzept umsetzen zu können. Das sieht gezieltere Förderung durch mehr Personal vor, die vor allem durch mehr Personal in größeren Schulen möglich sei.

Prozessauftakt: Frau und Bruder wegen Mordes vor Gericht

Gemeinsam mit dessen Lebensgefährtin soll ein 25-jähriger Mann seinen Bruder umgebracht haben. Der Angeklagte habe ein Liebesverhältnis mit der 31-jährigen Frau seines ermordeten Bruders begonnen. Nachdem das 26-jährige Opfer von dem Verhältnis erfahren habe, wurde es handgreiflich. Daraufhin hätten beide der Angeklagten den Mord geplant. Am 21. Dezember 2020 soll der Angeklagte seinem Bruder an einem abgelegenen Feldweg in Ebersbach an der Fils aufgelauert haben und ihn dann durch mehrere Schläge mit einem Vorschlaghammer getötet haben. Die Verteidiger hatten beantragt, dass Verfahren auszusetzen, da ihm nicht alle Beweise vorliegen würden. Darüber muss das Gericht noch entscheiden. Das Verfahren wird kommenden Freitag fortgesetzt. Für den Prozess sind insgesamt 12 Verhandlungstage angesetzt.

Gewitter: Erneut vielerorts Überschwemmungen und Hochwasser

Chaos vielerorts in der Region – Die heftigen Regenfälle der letzten Nacht verursachen in der Region Überschwemmungen und Hochwasser. Besonders hart trifft es erneut Biberach – Stromausfälle, zeitweise kein Telefon, sieben leichtverletzte und ein Schaden, der in die Millionenhöhe gehen dürfte. Über 500 Einsätze verzeichnet hier die Feuerwehr allein letzte Nacht. Normalerweise seien es pro Jahr zwischen 400 und 500. Aber auch der Landkreis Neu-Ulm blieb nicht verschont. Vielerorts muss das Technische Hilfswerk auch heute noch vielerorts Keller leerpumpen. Laut Kreisbrandinspektion gibt es auch hier in der Nacht rund 300 Einsätze. Für die kommenden Tage gibt es nur teilweise Entwarnung. Bereits ab Sonntag könnte es wieder zu heftigen Regenfällen kommen.

Starke Unwetter in Ulm und der Region

In der Region hat es in der vergangenen Nacht starke Unwetter gegeben. Die Entsorgungsbetriebe und auch die Feuerwehr der Stadt Ulm sind seit Stunden unterwegs, um aufzuräumen und Schäden zu beseitigen. Auch zahlreiche Keller sind in der Nacht vollgelaufen. Besonders getroffen hat es den Ulmer Süden, unter anderem in den Ortsteilen Wiblingen, Donaustetten und Gögglingen. Auch eine Unterführung in der Nähe des Ehinger Tors im Ulmer Stadtgebiet wurde durch die starken Regenfälle geflutet. Hier sind in der vergangenen Nacht zwei Autos stecken geblieben und mussten vom ADAC abgeschleppt werden. Seit dem frühen Nachmittag ist der Tunnel wieder frei, noch können EBU und Feuerwehr aber noch keine Entwarnung geben, denn laut Deutschem Wetterdienst sonst noch weitere Unwetter zu erwarten.

Fahrradkette für nachhaltige Verkehrsplanung

Am Samstag den 19.06 hat der Arbeitskreis Mobilität der Grünen in Ulm eine Fahrradkette veranstaltet. Dafür haben sich mehrere Hundert Menschen am Metzgerturm in Ulm getroffen und entlang der Donau eine Kette gebildet. Anschließend hat sich die Demonstration flussabwärts in die Stadt und bis zum Münsterplatz bewegt. Die Demonstration wurde dabei von der Polizei begleitet. Mit der Aktion wollte der Arbeitskreis Mobilität ein Zeichen für nachhaltige Verkehrsplanung setzen. Es ging außerdem darum für ein buntes und fahrradfrohes Ulm einzustehen. Die Organisatoren sind mit der Aktion zufrieden. Wegen des Erfolgs in diesem Jahr wollen sie versuchen nächstes Jahr eine noch größere Kette auf die Beine zu stellen und damit vielleicht sogar den Weltrekord brechen.

So wird der Ulmer Kultursommer

Der Ulmer Kultursommer 2021 steht in den Startlöchern. Und Ulm erwartet Großes. Denn das Zukunfts- und Rettungsprogramm „Neustart Kultur“ der Bundesregierung fördert bundesweit 117 Projekte mit insgesamt 30 Millionen Euro. Und der Ulmer Kultursommer ist eines davon. Am Schwörwochenende soll die erste Veranstaltung stattfinden. Der Ort dafür bleibt noch geheim, meint Samuel Rettig, der Projektleiter des Kultursommers. Die Events sollen auch an Orten stattfinden, die bisher noch kein Schauplatz von Kulturdarstellungen waren - beispielsweise dem Rosengarten. Der Kultursommer richtet sich an alle Interessens- und Altersgruppen: Es gibt nicht nur eine bunte Mischung aus Musik, Theater, Tänzen und mehr, sondern beispielsweise auch bei den Konzerte verschiedene Musikrichtungen. Noch können sich Gastronomiebetriebe und Kunstschaffende anmelden: kultursommer@ulm.de

Katastrophenschutz Neu-Ulm zieht Bilanz

Die erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz in Neu-Ulm hat heute ihre letzte Sitzung abgehalten. Nach der Aufhebung des Katastrophenfalles für Bayern zieht die Gruppe jetzt eine Bilanz der letzten 15 Monate. Immer wieder wird eines betont: Die Solidarität. Gerade die 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes werden hier erwähnt. Auch die zahlreichen Einsätze von Polizei und Bundeswehr in Zeiten der Pandemie werden betont. Thorsten Freudenberger räumt aber auch Fehler ein. Das Fehlen von Masken und Schutzausrüstung, gerade zu Beginn der Pandemie sei „peinlich“ so der Landrat. Man wolle aber auch aus diesen Fehlern lernen. Ziel sei es, für den nächsten Katastrophenfall noch besser gerüstet zu sein.

Wie Sie bei einem Notfall am Badesee helfen können!

In den nächsten Tagen zeigt der Sommer zum ersten Mal in diesem Jahr so richtig, was er kann. Die Temperaturen von weit über 30 Grad lassen sich am besten am Baggersee aushalten. Wegen der Pandemie rechnen Wasserwacht und DLRG gerade an den heimischen Gewässern mit einem großen Ansturm und mahnen zur Vorsicht. Die Helfer empfehlen, die Baderegeln zu beachten und sich beim Sprung ins Wasser vorher abzukühlen. Wer weit vom Ufer wegschwimmen will, kann Hilfsmittel mitnehmen. Die können auch bei einem Wassernotfall, wie zum Beispiel einem Krampf, Leben retten. Bei einem Notfall soll man laut Wasserwacht sofort andere Badegäste auf die Situation aufmerksam machen und über die 112 Hilfe holen. Rettungsversuche sind nur für geübte Schwimmer ratsam. Hier soll der Person am besten ein Gegenstand gebracht werden, an der sie diese festhalten kann. Sollte eine Person nicht mehr Ansprechbar sein und auch nicht mehr atmen, muss sofort ein Notruf auf der 112 abgesetzt und mit einer Herz-Druck-Massage begonnen werden. Sollte ein Defibrillator in der Nähe sein, raten die Einsatzkräfte, diesen zusätzlich zu verwenden. Damit könne man nichts falsch machen. Am wichtigsten sei laut den Helfern der Wasserwacht, dass die Herz-Druck-Massage bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fortgeführt wird.    

Hohe Nachfrage nach digitalem Impfnachweis

Der Ansturm ist groß. Seit heute Früh um 7:30 Uhr können die ersten Apotheken den digitalen, europaweit einheitlichen Impfnachweis ausstellen. Sie sind die ersten, die diesen Service anbieten. Weitere Apotheken und Hausarztpraxen sollen in den nächsten Wochen angeschlossen werden. Laut Bundesgesundheitsministerium sogar bis Ende des Monats.

Weil in der Region die Inzidenzwerte noch relativ hoch sind, wird oft noch entweder ein negatives Corona-Testergebnis oder ein Impfnachweis gefordert. Deshalb hatten viele Apotheker gleich am Morgen jede Menge zu tun. Als Senay Basak ihren ersten Kunden registrieren wollte, war die Website zunächst nicht mehr erreichbar. Im Laufe des Vormittags stabilisierte sich das System dann aber.

Die Prozedur dauert nur ein paar Minuten. Die meisten Kunden warten, während die Apothekerin die Daten vom Impfpass in ein Online-Formular überträgt. Viel Zeit zum Testen dieser neuen Software hatten die Mitarbeiter heute Morgen aber nicht. Auch in den Impfzentren werden seit heute die QR-Codes ausgestellt. Allerdings nur für diejenigen, die auch gerade zu diesem Zeitpunkt geimpft werden. Nachträglich den Nachweis funktioniert nach Angaben des Leiters des Ulmer Impfzentrums nicht.

Die Apotheken rechnen auch in den nächsten Tagen mit einem großen Ansturm. Über 21 Millionen Menschen in Deutschland sind schon vollständig geimpft.

Neues Parkkonzept: wirds jetzt unbequem für Autofahrer?

Etwa 1.400 oberirdische Parkplätze gibt es in der Ulmer Innenstadt. Um die konkurrieren täglich rund 5.000 Fahrzeughalter mit Besuchern von außerhalb. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, schon gar nicht, wenn die Stadt klimafreundlich werden will.
Ein neues Parkkonzept solls richten. Aber damit nicht genug: auch mit höheren Parkgebühren und der Überlegung mehr autofreie Zonen einzurichten will die Stadt gegensteuern und die Ulmerinnen und Ulmer weg vom Auto und hin zu anderen, umweltfreundlicheren Verkehrslösungen lenken. Wie genau das Parken künftig gestaltet werden soll und welche Lösungen es für die gibt, die nicht aufs Auto verzichten können haben wir Baubürgermeister Tim von Winning gefragt.
Wie man Parkplätze auch anders nutzen und wie das die Lebensqualität im Öffentlichen Raum steigern kann, das zeigt ein neues Projekt der lokalen agenda ulm 21 gemeinsam mit Anwohnern, Ladenbesitzern und Sponsoren in der Sterngasse: Hier steht seit Kurzem Ulms erstes Parklet. Wir wollten wissen was es damit auf sich hat.

Public Viewing - so funktioniert's in der Region

Mit einem Jahr Verspätung beginnt heute die Fußball EM2020. Ab heute treten bis zum 11. Juli insgesamt 24 Nationen gegeneinander an, um den Nachfolger von Titelverteidiger Portugal auszuspielen. Während bei früheren EMs und WMs das öffentliche Public Viewing fest dazugehörte, sieht es dieses Jahr anders aus. Corona macht der Tradition des gemeinsamen Fußballschauens einen Strich durch die Rechnung, das Public Viewing im großen Stil ist nämlich verboten. Gemeinsam Spiele anzuschauen ist aber dennoch möglich, zwar unter Auflagen und im kleinen Kreis, aber ganz wird es nicht verboten. Die Gastronomen Oliver Gomez und Michael Freudenberg haben einiges an Planung in ihre Unternehmen gesteckt, um ihren Gästen das bestmögliche Fußballerlebnis zu bieten, trotz der Einschränkungen.

Digitaler Impfnachweis startet mit Schwierigkeiten

Wie kommen die Daten aus dem gelben Büchlein ins Handy? Nach der großen Ankündigung des Bundesgesundheitsministers gibt es seit heute den digitalen Impfnachweis. Wer die App mit dem Namen „Cov-Pass“ sucht, wird sich allerdings noch schwer tun. Weder bei Apple noch bei Android taucht die App bei der Suche sofort auf. Viele Hausärzte, wie Stefan Thamasett aus Neu-Ulm, wissen noch nicht, wie sie den digitalen Nachweis ausstellen können.
Auch die Apotheken können den digitalen Nachweis ausstellen. Bei den Ersten soll das bereits ab Montag möglich sein. Der Ulmer Apotheker Timo Ried hofft, dass nicht alle Kunden schon am Montagmorgen vor der Türe stehen. Außerdem empfiehlt er, die App schon vorher zu installieren, damit es schnell geht. Welche Apotheken den Service anbieten, soll man dann auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de finden.
Zu Geduld rät auch das Bundesgesundheitsministerium. Dieses teilt auf seiner Internetseite mit: "Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden."
Im Ulmer Impfzentrum ist diese Lösung derzeit aber nicht möglich. Laut dem medizinischen Leiter, Prof. Dr. Bernd Kühlmuß, stehe weder für den Versand per Post noch für das Abholen vor Ort Personal zur Verfügung. Wer nicht zum Impftermin komme, werde auch nicht reingelassen. Die Menschen, die ihre abschließende Impfung erhalten, würden laut Kühlmuß ab Montag den digitalen Impfnachweis gleich mitbekommen.

OB-Wahlen in Heidenheim und Aalen: Das sind die Kandidaten

Unterschiedlicher könnten die Kandidaten zur Aalener Oberbürgermeisterwahl nicht sein. Beinahe jede politische Richtung ist vertreten, die Kandidaten kommen aus der Wirtschaft, dem Handwerk, dem Bildungssektor oder der Gastronomie. Sechs Männer und eine Frau hatten sich um das Amt des Oberbürgermeisters beworben, für Wanderprediger Ronny Enßlin und den pensionierten Handelsschulrat Albert Seitzer aus Schwäbisch Gmünd hat es allerdings aufgrund fehlender Unterstützungsunterschriften nicht gereicht.
Am Dienstagabend haben sich die Kandidatin und die Kandidaten in einer ersten Podiumsdiskussion in der Ostalb-Arena den Fragen des Innenstadtvereins Aalen City Aktiv gestellt.
Als Organisator der Veranstaltung hat der Verein den Diskussionsfokus vor allem auf Wirtschaftsthemen und die Gestaltung der Aalener Innenstadt gelegt. Dennoch blieb im Anschluss noch Zeit für einige eingesendete Fragen aus der Aalener Bevölkerung.
Am 22. Juni veranstaltet die Stadt Aalen eine weitere Wahlveranstaltung in der Stadthalle, bei der die vier verbleibenden Kandidaten abermals die Möglichkeit haben werden, sich und ihre Programme zu präsentieren. Danach haben die Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 4. Juli Zeit, sich für einen Kandidaten zu entscheiden.
Zur Wahl stehen nach aktuellem Stand:
Catherine Rommel, 56 Jahre, CDU, Finanz- und Unternehmensberaterin
Frederick Brütting, 37 Jahre, SPD, Jurist und aktueller Bürgermeister von Heubach
Marcus Waidmann, 54 Jahre, AfD, selbstständiger Unternehmer und Stadtrat im Aalener Gemeinderat
Matthias Müller, 53 Jahre, parteilos, langjährig Gemeindevollzugsdienst tätig
Stefan Schmidt, 55 Jahre, dieBasis, Betreiber des Restaurants Seehof in Alfdorf
Auch in Heidenheim haben vier OB-Kandidaten im Naturtheater unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen ihre Programme für die nächste Amtsperiode vorgestellt. Hier findet die Wahl zum Oberbürgermeister bereits am 20. Juni statt.
Nach aktuellem Stand kandidieren hier:
Klaus Nopper, 53 Jahre, CDU, Rechtsanwalt
Matthias Förster, 38 Jahre, Die Partei, IT Berater für Fertigungsprozesse
Michael Salomo,32 Jahre, SPD, Bürgermeister von Haßmersheim
Matthias Ludewig, 44 Jahre, DieBasis, Möbelproduzent
Heidenheim hat sich zur Vorstellung der Bewerber in diesem Jahr für ein digitales Format entschieden. Die Aufzeichnung gibt es zum Nachschauen auf der Seite der Stadt www.heidenheim.de/rathaus-und-verwaltung/wahlen/obwahl.

Hochwasser im Landkreis Biberach

Dauereinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Biberach. Die heftigen Wärmegewitter mit starken Regenfällen haben vergangene Nacht viele Helfer in Atem gehalten. Viele Kellerräume, niedrig gelegene Wohnungen und Tiefgaragen wurden überschwemmt. Ein 65-jähriger Mann ist vom Hochwasser im Keller seines Hauses von den Wassermassen überrascht worden. Rettungstaucher konnten ihn nur noch tot bergen.
Der kleine Bach Umlach, der durch Ummendorf fließt, ist normal 70 Zentimeter tief. Am Vormittag erreichte der Pegel kurzzeitig die Zwei-Meter-Marke. Die Roth erreichte bei Roth bereits am späten Abend ihren Spitzenpegelstand, der an ein 50-jähriges Hochwasser heranreicht. Wie hoch der Sachschaden nach diesem Hochwasser ist, wird sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Polizei fahndet weiter nach dem Täter

Nach dem Brandanschlag am Samstagmorgen auf die Synagoge in Ulm fehlt vom Täter nach wie vor jede Spur. Der Zeugenaufruf der Polizei hat bislang keine Hinweise ergeben. Auch Experten von Staatsschutz und Landeskriminalamt sind in die Ermittlungen eingebunden. Der Mann wird wie folgt beschrieben: ca 1,80 m groß schwarze Kapuzenjacke Jeans weiße Turnschuhe mit schwarzen Streifen Direkt nach der Tat gegen 8:30 Uhr soll er den Weinhof mit normaler Geschwindigkeit gehend in Richtung der Neuen Mitte verlassen haben. Hinweise nimmt die Polizei in Ulm entgegen. Laut einem Überwachungsvideo hat der Mann an der Synagoge zunächst eine Flüssigkeit auf die Steinfassade geschüttet. Anschließend soll er diese in Brand gesetzt haben. Ein Augenzeuge hat die Tat beobachtet und sofort den Notruf gewählt. Der Ulmer Ortsrabbiner Schneur Trebnik verzeichnet schon seit Wochen eine sich aufheizende Stimmung. Immer wieder werde er auf der Straße angesprochen und beleidigt. Erst Mitte Mai hatte eine Frau Protestplakate vor der Synagoge aufgestellt. Obwohl das Feuer am Samstagmorgen schnell gelöscht werden konnte, könnte der Schaden größer sein, als auf den ersten Blick angenommen. Laut Trebnik sollen neben der Steinfassade auch die darüberliegenden Fenster betroffen sein. Mindestens eine aufwändige Reinigung werde für diese notwendig. Wie hoch der Sachschaden genau ist, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.  

Auseinandersetzungen zwischen Polizei und feiernden Jugendlichen auf der Ulmer Donauwiese

„Des einen Freud – des andern Leid“… könnte man angesichts der aktuellen Corona-Situation sagen: Die niedrigen Inzidenzzahlen erlauben wieder mehr Freiheiten. Aber das führt – wie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Ulmer Donauwiese – leider auch zu mehr Übergriffen, zu falsch verstandenen Freiheiten: Leid-tragende waren dort Polizisten, die ein wachsames Auge auf die Feierlaune hatten und dann selbst angepöbelt, ja angegriffen wurden. Nach Polizeiangeben ist es vor allem der starke Alkoholgenuss, der zu dem aggressiven Verhalten führt. Trotzdem sind die Ausschreitungen in Ulm nicht mit den Krawallen zu vergleichen, die vor wenigen Tagen in Stuttgart zu mehreren Festnahmen geführt haben.

Der Tiergarten Ulm darf ab heute wieder öffnen

Der Tiergarten in Ulm darf seit heute wieder Besucher willkommen heißen. Die vergangenen Monate waren nicht leicht. Seit Anfang November 2020 war alles dicht, nur im März dieses Jahres war ein paar wenige Tage geöffnet. Doch jetzt geht’s wieder richtig los. Wir haben den Tiergarten vor der Öffnung nochmal besucht. Es gibt auch einen Neuzugang. Seit April wohnt der zweijährige Erdmännchen-Mann Jack in Ulm und wartet seitdem auf Besucher. Die sind zwar wieder erlaubt. Spontan vorbeikommen geht aber immer noch nicht. Vorhermuss ein Termin vereinbart werden. Der Eintritt ist nur mit einem negativen Corona-Test oder dem Nachweis einer Impfung oder Genesung möglich.

Die Polizei fahndet nach Schüssen in einem Göppinger Wohnviertel

Es müssen Szenen wie in einem Fernsehkrimi gewesen sein, was sich da am Samstagabend gegen 22 Uhr in Göppingen abgespielt hat: Plötzlich fallen in der Innenstadt mehrere Schüsse. Sie treffen einen 23- jährigen Mann, er überlebt schwer verletzt und befindet sich derzeit in einer Klinik. Der oder die Täter flüchten mit dem Auto. Stundenlang untersucht ein Großaufgebot der Polizei den Göppinger Bereich um die Schiller- und die Öchslinstraße, hält Spuren fest und findet Projektile. Nach wie vor sind der oder die Täter flüchtig, das besondere Augenmerk der Polizei gilt einem weißen Kleinwagen, dessen hintere Scheibe kaputt sein müsste. Die Fahndung läuft auf Hochtouren...

Corona Impfung - schon für Kinder ab 12 Jahren ?

Wieder einmal haben sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs zusammengefunden, um weitere Schritte in der Corona-Politik auf den Weg zu bringen. Ein wichtiges Thema bei diesem Impfgipfel: Sollen schon bald bereits Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr geimpft werden? Ein kontrovers diskutiertes Thema: Die einen sagen, man müsse möglichst schnell viele Menschen aller Altersklassen impfen, um unser aller Leben bald wieder ein Stück Normalität zu geben. Andere zögern, da kaum Studien zur Impfstoff-Verträglichkeit bei Jugendlichen vorliegen. Wir haben dazu eine Neu-Ulmer Kinder- und Jugendärztin befragt – und wollten natürlich auch wissen, was die Menschen auf der Straße zu den Impfplänen sagen.

Tourismus steht in den Startlöchern

Die Pfingstferien haben begonnen, doch schlechtes Wetter vermiest die Urlaubsstimmung. Geht es nach der Tourismusbranche soll sich das aber schnellstmöglich ändern. Die Inzidenzzahlen sinken immer weiter. Im Landkreis Heidenheim ist die Zahl heute den ersten Tag unter 100. Damit werden auch Tourismus und Freizeitangebote wieder möglich und mit etwas Glück kann nächste Woche schon wieder geöffnet werden. Die Anbieter stecken auf jeden Fall in den Startlöchern. Im Archäopark Vogelherd sind die Vorbereitungen in vollem Gange und auch die Charlottenhöhle bei Giengen hat die besucherfreie Zeit für umfangreiche Neuerungen genutzt. Die Gäste werden schon sehnsüchtig erwartet. Diese sollten allerdings ein paar Tipps beachten.

Zweite Chance für ausrangierte Laptops

Da sagt nochmal einer, Rentner und Technik passen nicht zusammen: Das Gegenteil beweisen vier junggebliebene Senioren, die im Stadtteiltreff Zanger Berg in Heidenheim ausrangierte Laptops wieder fit machen und dann an gemeinnützige Einrichtungen spenden. 110 Geräte haben Kurt Neumeister und sein Team bereits repariert und es werden täglich mehr.
Mit dem Secondhand-Projekt wendet sich Neumeister vor allem an Menschen, die sich keinen Laptop leisten können, jedoch aufgrund von Homeschooling, Online-Schulungen oder Homeoffice zwingend auf ein solches Gerät angewiesen sind. Seit zwei Jahren ist Kurt Neumeister in Rente, davor hat er im IT-Bereich gearbeitet.
Finanzielle Unterstützung erhalten die Senioren vom Rotary Club Heidenheim-Giengen. Der Club übernimmt die Schirmherrschaft des Projekts und stellt Gelder für die Ersatzteile und die Reparaturen bereit.
Wer ebenfalls einen Laptop oder ein Tablet spenden möchte, kann eine Mail an laptopspende.hdh@gmail.com senden oder das Gerät zu den Öffnungszeiten des Stadtteiltreffs, freitags von 9 bis 11 Uhr, vorbeibringen.

Weltbienentag: Dieses Jahr noch deutlich zu kalt

Biene Maja ist vermutlich die berühmteste Biene der Welt. Dabei hätten die Bienen, die bei uns durch die Lüfte summen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient. Honig- und Wildbienen – Das sind die beiden bekanntesten Vertreter der Hautflügler, die bei uns leben. Aber wussten sie, dass es insgesamt über 550 verschiedene Arten allein in Deutschland gibt? Und viele von ihnen sind bedroht. Dabei sind Bienen unglaublich wichtig für Mensch und Natur. Sie liefern nicht nur Honig sondern sind auch für die Bestäubung zahlreicher Pflanzenarten zuständig. Dieses Jahr ist bis jetzt besonders kalt für die Bienen. Denn eigentlich wären sie schon viel aktiver, wenn doch nur das Wetter besser wäre. Wir schauen uns am Weltbienentag mal an wie es ihnen geht.

Ulm bekommt neuen Intensivbus

Not macht erfinderisch. Das beweist der Ulmer Intensivtransportbus. Im vergangenen Jahr hatte der Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes die Idee dafür. Grund war, dass es bedingt durch das Corona-Virus eine hohe Anzahl an Intensivpatienten gab, die gleichzeitig transportiert werden mussten. Jetzt gibt es einen Nachfolger.
Im April vergangenen Jahres zauberte das Personal des Neu-Ulmer Omnibus-Herstellers Daimler in nur knapp vier Wochen einen Großraum-Rettungswagen für vier Patienten, der in einen ehemaligen Linienbus eingebaut wurde. Mitten in der ersten Corona-Welle wurde damit eine Idee von David Richter, dem Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm, umgesetzt. Nach einem Jahr Erfahrungen wurde nun der Nachfolger binnen sechs Wochen umgebaut und im Beisein von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) übergeben.
Der über zwölf Meter lange Bus kann vier Schwerstkranke liegend transportieren und sie während der Fahrt auf dem Niveau einer Intensivstation versorgen. Im vergangenen Jahr wurden so über 70 Patienten teilweise auf langen Strecken zwischen baden-württembergischen Krankenhäusern verlegt. Nicht nur Corona-Patienten wurden gefahren, sondern zum Beispiel auch schwerverletzte Ukrainer, die von der Bundeswehr aus Kiew nach Memmingen geflogen wurden und nach dem Transport mit dem Großraum-Intensivtransportwagen im Ulmer BwK weiterbehandelt wurden. Auch bei einem schweren Verkehrsunfall bei Blaubeuren mit mehreren Verletzten konnten vier Verletzte gleichzeitig abtransportiert werden und beim Amokalarm im Dezember am Ulmer Kuhberg standen in unmittelbarer Tatortnähe vier mobile Intensivstations-Betten bereit.
Diese Erfahrungen wurden nun im Nachfolger eingebracht und Detailänderungen vorgenommen, das Grundkonzept hat sich bewährt. Auch Gesundheitsminister Lucha lobte die Möglichkeit, mit nur zwei Notärzten gleich vier Patienten zu transportieren und damit auch das ärztliche Und das Pflegepersonal zu schonen.
Der erste Bus wird zukünftig von Mannheim aus eingesetzt und bildet gemeinsam mit dem neuen Fahrzeug eine schlagkräftige Ergänzung des bestehenden Systems an Intensivtransportwagen in Baden-Württemberg, die normalerweise nur einen einzelnen Patienten befördern können. Neben Beatmungsgeräten, Ultraschallgerät und Blutgasanalyse sind zahlreiche Sauerstoffflaschen an Bord, um alle vier Patienten ohne Unterbrechung rechnerisch von Ulm bis mindestens nach Hannover vollständig mit Sauerstoff versorgen zu können. Mehrere Ulmer Busunternehmen unter Führung der SWU Verkehr stellen erfahrene Busfahrer zur Verfügung, das DRK Ulm und die Uniklinik Ulm stellen das medizinische Personal.

Inzidenz unter 165: Präsenzunterricht wieder möglich

 
Endlich wieder in die Schule gehen – So denken aktuell viele Schülerinnen und Schüler. Im Alb-Donau-Kreis und im Ostalbkreis ist das jetzt wieder möglich, da die Inzidenz konstant unter 165 liegt. Und auch im Kreis Neu-Ulm liegt die Inzidenz unter 165, hier dürfen allerdings nur Grundschulen Präsenzunterricht anbieten. Für alle weiterführenden Schulen gilt im Freistaat eine Inzidenz von unter 100 – zumindest bis zu den Pfingstferien. Danach  soll es auch in Bayern Wechselunterricht für alle Schularten geben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder heute nach einer Kabinettssitzung bekannt gegeben. Es gibt aber auch Kritik an den Schulöffnungen. Denn: Bereits ab kommender Woche sind Pfingstferien. Lohnt es sich also überhaupt die Schulen jetzt wegen ein paar Tagen zu öffnen?

Catherine Rommel will Oberbürgermeisterin werden

Mit Catherine Rommel geht die mittlerweile 7. Bewerberin ins Rennen um das Amt des Aalener Oberbürgermeisteramts. Über die Nachfolge von Thilo Rentschler entscheiden die Wähler am 4. Juli. Die 56-Jährige ist die Adoptivtochter des früheren Stuttgarter OBs Manfred Rommel und Enkelin des umstrittenen Generalfeldmarschalls Erwin Rommel, genannt „Wüstenfuchs“. Sie ist im Bezirksbeirat Stuttgart-Sillenbuch aktiv und arbeitet als Kommunalberaterin. Rommel wird als freie, aber von der Aalener CDU unterstützte Kandidatin antreten.

Nahost-Konflikt hat auch Auswirkungen in der Region

Die Eskalation im Nahost-Konflikt heizt auch die Stimmung in Deutschland auf. Mit deutlichen Worten haben Bundespräsident und Bundeskanzlerin die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland verurteilt. In den vergangenen Tagen ist es an mehreren Orten zu Gewalt gegen jüdische Einrichtungen gekommen. In Ulm wurden zwar nur zwei Plakate vor der Synagoge gefunden. Besorg ist man hier trotzdem.
"Hört auf, Unschuldige zu töten" und "Vergesst Eure eigene Geschichte nicht" steht auf den zwei Plakaten, die am Mittwochabend vor der Ulmer Synagoge aufgestellt wurden. Verantwortlich dafür soll laut Erkenntnissen der Polizei eine 32-Jährige gewesen sein. Eine Straftat haben die Beamten allerdings nicht feststellen können.
Nicht erst seit der Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen Hamas spürt der Ortsrabbiner für Ulm, Shneur Trebnik,  dass sich die Stimmung aufheizt. Er wurde auch in den vergangenen Wochen zunehmend öfter angefeindet.
In einer gemeinsamen Erklärung verurteilt auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Ulm und Neu-Ulm die Attacken. Darin heißt es: "Die aktuelle Eskalation beunruhigt uns. Ebenso beunruhigen uns antisemitische Proteste vor Synagogen in deutschen Städten. In aller Schärfe verurteilen wir alle Versuche, jüdische Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, aber auch jüdische Gemeinden und Synagogen anzugreifen. Auch hier in Ulm. Jüdische Menschen und Gemeinden weltweit unter Verweis auf die Politik des Staates Israel zu attackieren, ist eine antisemitische Straftat, der mit allen Mitteln des Rechtsstaats entgegenzutreten ist."

Pflegekräfte fordern bessere Arbeitsbedingungen

Vor einem Jahr gab es ganz viel Applaus. Die Pandemie hat die Pflegekräfte zu Beginn ins Scheinwerferlicht gerückt. Allerdings ist Applaus ist das Brot des Künstlers; Pflegekräfte können sich davon nicht viel kaufen und mittlerweile ist der Applaus auch verstummt. Die Arbeit allerdings geht weiter. Statt Applaus fordern die Pflegekräfte eigentlich schon lange bessere Arbeitsbedingungen und eine fairere Bezahlung. Heute, am internationalen Tag der Pflegenden, wollen die Beschäftigten in dieser Branche genau darauf aufmerksam machen.
Unter dem Motto „vom Klatschen zum Handeln“ fordert ihr Arbeitgeber, die Evangelische Heimstiftung, eine Pflegereform, die diesen Namen verdient. Sie muss die Grundlage schaffen, damit die Pflegenden mehr Geld und mehr Zeit für ihren Job bekommen und die Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen verlässlich begrenzt werden können.
Denn in der aktuellen Finanzierungslogik der Pflegeversicherung werden die Kosten für eine bessere Bezahlung der Pflegenden auf die Pflegebedürftigen und deren Angehörige abgewälzt. Das ist ungerecht – gute Pflege muss auch morgen für alle bezahlbar sein. Eine Pflegereform kann diese Logik mit einer echten Deckelung der Eigenanteile umkehren: Die Pflegebedürftigen bezahlen dann einen fixen Betrag und den Rest übernimmt die Pflegekasse. Nur so können die Mehrkosten, die durch den Tariftreuegrundsatz und bessere Personalschlüssel entstehen, finanziert werden.

Marcel Emmerich wird Abgeordneter in Berlin

Jetzt ist es offiziell: Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Danyal Bayaz wird Finanzminister in der neuen grün-schwarzen Landesregierung. Das bedeutet auch, dass Marcel Emmerich noch vor der Bundestagswahl über die Landesliste für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau-Kreis in den Bundestag nachrücken wird. Und das bereits in drei Wochen. Auf der Liste zur Bundestagswahl 2017 belegt Emmerich nämlich Platz 16 und dieser zieht jetzt. Die Grünen stellen zwar nur 13 Abgeordnete aus Baden-Württemberg, aber es gab schon zwei Nachrücker in der laufenden Legislaturperiode. Nur wenige Stunden nach der offiziellen Entscheidung steht er Eva Reuter im Studio Rede und Antwort.

Eisheiligen: So wird das Wetter in den kommenden Wochen

 

Wahrscheinlich haben Sie am Wochenende auch die Sommerklamotten aus dem Schrank gekramt und sind raus in die Sonne. Die kurzen Hosen können Sie aber gleich wieder einpacken – denn in den kommenden Tagen wird’s nochmal richtig kalt. Schuld sind die Eisheiligen. Sie sorgen dafür, dass es Mitte Mai noch einmal zu den letzten Frostnächten vor dem Sommer kommen kann. So besagt es eine alte Bauernregel, auf die noch immer viele Landwirte achten. Denn sie sind davon abhängig – gibt es Frost, kann die Ernte davon stark beeinträchtigt werden. Denn viele Keime, Setzlinge oder Früchte vertragen eine solche Kälte nicht und sterben ab. Wetterexperte Roland Roth weiß, wie das Wetter in den kommenden Tagen sein wird.

Urlaub soll ab Pfingsten wieder möglich sein

In Bayern ist Urlaub ab Pfingsten wieder möglich. Ab dem 21. Mai dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen in den Orten wieder öffnen, in denen die 7-Tages-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Bei einer Inzidenz über 50 ist aber weiterhin ein negativer Test für Übernachtungsgäste nötig, bei vollständig Geimpften und Genesenen entfällt die Testpflicht. Das hat Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Kabinettssitzung bekannt gegeben.

100. Geburtstag Sophie Scholl: So gedenken die Ulmer der Widerstandskämpferin

Sie war eine der ersten Ulmerinnen, die Abitur gemacht hat, ihr Vater war für einige Zeit sogar Bürgermeister der Stadt, während sie selbst sich von einer überzeugten Anführerin der Ulmer Bund Deutscher Mädel zu einer engagierten Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus entwickelt hat. Ihre positive Sturheit und ihre Willenskraft beeindrucken bis heute Menschen weit über die Region hinaus. Die Rede ist von Sophie Scholl. Am Sonntag wäre sie 100 Jahre alt geworden.
Nicola Wenge, Historikerin am Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, hat sich intensiv mit Sophie Scholl und ihrer Zeit in Ulm beschäftigt.
Als viertes Kind von Robert und Magdalena Scholl ist Sophie 1932 im Alter von elf Jahren nach Ulm gezogen und hat hier bis zu ihrem Studium in München ihre Jugend verbracht. Mit ihrer Familie hat sie zunächst im ersten Stock der Olgastraße 139, später in einer Wohnung am Münsterplatz gewohnt. Orte, an denen sich bis heute noch ihre Spuren finden und sie in der Stadt präsent halten.
In Ulm sind an diesem Wochenende zahlreiche Veranstaltungen zu Ehren von Sophie Scholl geplant. So unter anderem ein Online-Gedenkgottesdienst um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche, eine Podiumsdiskussion im Ulmer Theater mit Historikerin Barbara Beuys sowie die Premiere des Stückes „Name: Sophie Scholl“ um 19.30 Uhr.
Einige Veranstaltungen wie zum Beispiel der Stadtrundgang oder die musikalische Lesung „Wir schweigen nicht!“ Die Weiße Rose der Lutherkirche mussten allerdings pandemiebedingt verschoben werden.

Pflegekräfte prangern Zustände auf Covid-Station an

Die Schilderungen von Pflegekräften der Ulmer Universitätsklinik klingen unglaublich. Die Belastung auf den Corona-Intensivstationen sei kaum noch auszuhalten. Es ist ein Hilferuf. Aus Angst vor arbeitsrechtlichen Maßnahmen wollen die Pflegerinnen und Pfleger nicht erkannt werden. Sie wenden sich an die Gewerkschaft ver.di und schildern ihre Erlebnisse.
Demnach bleibe keine Zeit zum Essen, Trinken oder um auf’s Klo zu gehen. Pflegekräfte wären schon zusammengebrochen. Weil keine Schleuse vorhanden ist, müssten sich die Pflegekräfte auf einem Gang umziehen. „Zum Teil betreuen die Kollegen/-innen zwei Beatmungspatienten gleichzeitig und helfen dann noch bei weiteren aus“, so Jannik Widon Gewerkschaftssekretär aus dem Fachbereich Gesundheit bei ver.di. „Die Kollegen haben mir berichtet, dass es eine hohe Fluktuation an Hilfskräften gibt. Da wird jemand 3-4 Wochen eingearbeitet und wird dann wieder abgezogen und dass ganze Spiel beginnt von vorne. Das ist keine Entlastung für die Fachkräfte!“, so Jannik Widon weiter und stellt Forderungen an die Klinikleitung auf.
Das Universitätsklinikum Ulm weist die von einzelnen Pflegekräften gegenüber ver.di erhobenen Vorwürfe zurück. Diese entsprechen nicht den Tatsachen und auch nicht der Wahrnehmung der großen Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter, die sich von der Berichterstattung erschüttert zeigten. Behauptungen, auf der COVID-19 Intensivstation des UKU herrschten „chaotische Zustände“, die sich negativ auf die Versorgung der Patienten auswirkten, wären unzutreffend.

37-jähriger wegen sexuellem Missbrauch von Jungen vor Gericht

Vor dem Landgericht Ulm muss sich seit heute ein 37-jähriger Mann verantworten. Der Angeklagte soll 2006 in Ulm und 2007 in Heidenheim Jungen in sein Auto gestoßen, auf den nackten Hintern geschlagen und anschließend sexuell missbraucht haben. Dass der mutmaßliche Täter überhaupt vor Gericht steht ist einem anderen Verfahren aus dem Jahr 2018 zu verdanken. Dem Mann aus Ebersbach an der Fils im Kreis Göppingen wird vorgeworfen kinderpornographische Bilder und Videos verbreitet zu