Instagram Regio TV Schwaben

instagram Banner Homepage

Hier gibt es alle Instagram-Beiträge in voller Länge

So wird der Ulmer Kultursommer

Der Ulmer Kultursommer 2021 steht in den Startlöchern. Und Ulm erwartet Großes. Denn das Zukunfts- und Rettungsprogramm „Neustart Kultur“ der Bundesregierung fördert bundesweit 117 Projekte mit insgesamt 30 Millionen Euro. Und der Ulmer Kultursommer ist eines davon. Am Schwörwochenende soll die erste Veranstaltung stattfinden. Der Ort dafür bleibt noch geheim, meint Samuel Rettig, der Projektleiter des Kultursommers. Die Events sollen auch an Orten stattfinden, die bisher noch kein Schauplatz von Kulturdarstellungen waren - beispielsweise dem Rosengarten. Der Kultursommer richtet sich an alle Interessens- und Altersgruppen: Es gibt nicht nur eine bunte Mischung aus Musik, Theater, Tänzen und mehr, sondern beispielsweise auch bei den Konzerte verschiedene Musikrichtungen. Noch können sich Gastronomiebetriebe und Kunstschaffende anmelden: kultursommer@ulm.de

Katastrophenschutz Neu-Ulm zieht Bilanz

Die erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz in Neu-Ulm hat heute ihre letzte Sitzung abgehalten. Nach der Aufhebung des Katastrophenfalles für Bayern zieht die Gruppe jetzt eine Bilanz der letzten 15 Monate. Immer wieder wird eines betont: Die Solidarität. Gerade die 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes werden hier erwähnt. Auch die zahlreichen Einsätze von Polizei und Bundeswehr in Zeiten der Pandemie werden betont. Thorsten Freudenberger räumt aber auch Fehler ein. Das Fehlen von Masken und Schutzausrüstung, gerade zu Beginn der Pandemie sei „peinlich“ so der Landrat. Man wolle aber auch aus diesen Fehlern lernen. Ziel sei es, für den nächsten Katastrophenfall noch besser gerüstet zu sein.

Wie Sie bei einem Notfall am Badesee helfen können!

In den nächsten Tagen zeigt der Sommer zum ersten Mal in diesem Jahr so richtig, was er kann. Die Temperaturen von weit über 30 Grad lassen sich am besten am Baggersee aushalten. Wegen der Pandemie rechnen Wasserwacht und DLRG gerade an den heimischen Gewässern mit einem großen Ansturm und mahnen zur Vorsicht. Die Helfer empfehlen, die Baderegeln zu beachten und sich beim Sprung ins Wasser vorher abzukühlen. Wer weit vom Ufer wegschwimmen will, kann Hilfsmittel mitnehmen. Die können auch bei einem Wassernotfall, wie zum Beispiel einem Krampf, Leben retten. Bei einem Notfall soll man laut Wasserwacht sofort andere Badegäste auf die Situation aufmerksam machen und über die 112 Hilfe holen. Rettungsversuche sind nur für geübte Schwimmer ratsam. Hier soll der Person am besten ein Gegenstand gebracht werden, an der sie diese festhalten kann. Sollte eine Person nicht mehr Ansprechbar sein und auch nicht mehr atmen, muss sofort ein Notruf auf der 112 abgesetzt und mit einer Herz-Druck-Massage begonnen werden. Sollte ein Defibrillator in der Nähe sein, raten die Einsatzkräfte, diesen zusätzlich zu verwenden. Damit könne man nichts falsch machen. Am wichtigsten sei laut den Helfern der Wasserwacht, dass die Herz-Druck-Massage bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fortgeführt wird.    

Hohe Nachfrage nach digitalem Impfnachweis

Der Ansturm ist groß. Seit heute Früh um 7:30 Uhr können die ersten Apotheken den digitalen, europaweit einheitlichen Impfnachweis ausstellen. Sie sind die ersten, die diesen Service anbieten. Weitere Apotheken und Hausarztpraxen sollen in den nächsten Wochen angeschlossen werden. Laut Bundesgesundheitsministerium sogar bis Ende des Monats.

Weil in der Region die Inzidenzwerte noch relativ hoch sind, wird oft noch entweder ein negatives Corona-Testergebnis oder ein Impfnachweis gefordert. Deshalb hatten viele Apotheker gleich am Morgen jede Menge zu tun. Als Senay Basak ihren ersten Kunden registrieren wollte, war die Website zunächst nicht mehr erreichbar. Im Laufe des Vormittags stabilisierte sich das System dann aber.

Die Prozedur dauert nur ein paar Minuten. Die meisten Kunden warten, während die Apothekerin die Daten vom Impfpass in ein Online-Formular überträgt. Viel Zeit zum Testen dieser neuen Software hatten die Mitarbeiter heute Morgen aber nicht. Auch in den Impfzentren werden seit heute die QR-Codes ausgestellt. Allerdings nur für diejenigen, die auch gerade zu diesem Zeitpunkt geimpft werden. Nachträglich den Nachweis funktioniert nach Angaben des Leiters des Ulmer Impfzentrums nicht.

Die Apotheken rechnen auch in den nächsten Tagen mit einem großen Ansturm. Über 21 Millionen Menschen in Deutschland sind schon vollständig geimpft.

Neues Parkkonzept: wirds jetzt unbequem für Autofahrer?

Etwa 1.400 oberirdische Parkplätze gibt es in der Ulmer Innenstadt. Um die konkurrieren täglich rund 5.000 Fahrzeughalter mit Besuchern von außerhalb. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, schon gar nicht, wenn die Stadt klimafreundlich werden will.
Ein neues Parkkonzept solls richten. Aber damit nicht genug: auch mit höheren Parkgebühren und der Überlegung mehr autofreie Zonen einzurichten will die Stadt gegensteuern und die Ulmerinnen und Ulmer weg vom Auto und hin zu anderen, umweltfreundlicheren Verkehrslösungen lenken. Wie genau das Parken künftig gestaltet werden soll und welche Lösungen es für die gibt, die nicht aufs Auto verzichten können haben wir Baubürgermeister Tim von Winning gefragt.
Wie man Parkplätze auch anders nutzen und wie das die Lebensqualität im Öffentlichen Raum steigern kann, das zeigt ein neues Projekt der lokalen agenda ulm 21 gemeinsam mit Anwohnern, Ladenbesitzern und Sponsoren in der Sterngasse: Hier steht seit Kurzem Ulms erstes Parklet. Wir wollten wissen was es damit auf sich hat.

Public Viewing - so funktioniert's in der Region

Mit einem Jahr Verspätung beginnt heute die Fußball EM2020. Ab heute treten bis zum 11. Juli insgesamt 24 Nationen gegeneinander an, um den Nachfolger von Titelverteidiger Portugal auszuspielen. Während bei früheren EMs und WMs das öffentliche Public Viewing fest dazugehörte, sieht es dieses Jahr anders aus. Corona macht der Tradition des gemeinsamen Fußballschauens einen Strich durch die Rechnung, das Public Viewing im großen Stil ist nämlich verboten. Gemeinsam Spiele anzuschauen ist aber dennoch möglich, zwar unter Auflagen und im kleinen Kreis, aber ganz wird es nicht verboten. Die Gastronomen Oliver Gomez und Michael Freudenberg haben einiges an Planung in ihre Unternehmen gesteckt, um ihren Gästen das bestmögliche Fußballerlebnis zu bieten, trotz der Einschränkungen.

Digitaler Impfnachweis startet mit Schwierigkeiten

Wie kommen die Daten aus dem gelben Büchlein ins Handy? Nach der großen Ankündigung des Bundesgesundheitsministers gibt es seit heute den digitalen Impfnachweis. Wer die App mit dem Namen „Cov-Pass“ sucht, wird sich allerdings noch schwer tun. Weder bei Apple noch bei Android taucht die App bei der Suche sofort auf. Viele Hausärzte, wie Stefan Thamasett aus Neu-Ulm, wissen noch nicht, wie sie den digitalen Nachweis ausstellen können.
Auch die Apotheken können den digitalen Nachweis ausstellen. Bei den Ersten soll das bereits ab Montag möglich sein. Der Ulmer Apotheker Timo Ried hofft, dass nicht alle Kunden schon am Montagmorgen vor der Türe stehen. Außerdem empfiehlt er, die App schon vorher zu installieren, damit es schnell geht. Welche Apotheken den Service anbieten, soll man dann auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de finden.
Zu Geduld rät auch das Bundesgesundheitsministerium. Dieses teilt auf seiner Internetseite mit: "Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden."
Im Ulmer Impfzentrum ist diese Lösung derzeit aber nicht möglich. Laut dem medizinischen Leiter, Prof. Dr. Bernd Kühlmuß, stehe weder für den Versand per Post noch für das Abholen vor Ort Personal zur Verfügung. Wer nicht zum Impftermin komme, werde auch nicht reingelassen. Die Menschen, die ihre abschließende Impfung erhalten, würden laut Kühlmuß ab Montag den digitalen Impfnachweis gleich mitbekommen.

OB-Wahlen in Heidenheim und Aalen: Das sind die Kandidaten

Unterschiedlicher könnten die Kandidaten zur Aalener Oberbürgermeisterwahl nicht sein. Beinahe jede politische Richtung ist vertreten, die Kandidaten kommen aus der Wirtschaft, dem Handwerk, dem Bildungssektor oder der Gastronomie. Sechs Männer und eine Frau hatten sich um das Amt des Oberbürgermeisters beworben, für Wanderprediger Ronny Enßlin und den pensionierten Handelsschulrat Albert Seitzer aus Schwäbisch Gmünd hat es allerdings aufgrund fehlender Unterstützungsunterschriften nicht gereicht.
Am Dienstagabend haben sich die Kandidatin und die Kandidaten in einer ersten Podiumsdiskussion in der Ostalb-Arena den Fragen des Innenstadtvereins Aalen City Aktiv gestellt.
Als Organisator der Veranstaltung hat der Verein den Diskussionsfokus vor allem auf Wirtschaftsthemen und die Gestaltung der Aalener Innenstadt gelegt. Dennoch blieb im Anschluss noch Zeit für einige eingesendete Fragen aus der Aalener Bevölkerung.
Am 22. Juni veranstaltet die Stadt Aalen eine weitere Wahlveranstaltung in der Stadthalle, bei der die vier verbleibenden Kandidaten abermals die Möglichkeit haben werden, sich und ihre Programme zu präsentieren. Danach haben die Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 4. Juli Zeit, sich für einen Kandidaten zu entscheiden.
Zur Wahl stehen nach aktuellem Stand:
Catherine Rommel, 56 Jahre, CDU, Finanz- und Unternehmensberaterin
Frederick Brütting, 37 Jahre, SPD, Jurist und aktueller Bürgermeister von Heubach
Marcus Waidmann, 54 Jahre, AfD, selbstständiger Unternehmer und Stadtrat im Aalener Gemeinderat
Matthias Müller, 53 Jahre, parteilos, langjährig Gemeindevollzugsdienst tätig
Stefan Schmidt, 55 Jahre, dieBasis, Betreiber des Restaurants Seehof in Alfdorf
Auch in Heidenheim haben vier OB-Kandidaten im Naturtheater unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen ihre Programme für die nächste Amtsperiode vorgestellt. Hier findet die Wahl zum Oberbürgermeister bereits am 20. Juni statt.
Nach aktuellem Stand kandidieren hier:
Klaus Nopper, 53 Jahre, CDU, Rechtsanwalt
Matthias Förster, 38 Jahre, Die Partei, IT Berater für Fertigungsprozesse
Michael Salomo,32 Jahre, SPD, Bürgermeister von Haßmersheim
Matthias Ludewig, 44 Jahre, DieBasis, Möbelproduzent
Heidenheim hat sich zur Vorstellung der Bewerber in diesem Jahr für ein digitales Format entschieden. Die Aufzeichnung gibt es zum Nachschauen auf der Seite der Stadt www.heidenheim.de/rathaus-und-verwaltung/wahlen/obwahl.

Hochwasser im Landkreis Biberach

Dauereinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Biberach. Die heftigen Wärmegewitter mit starken Regenfällen haben vergangene Nacht viele Helfer in Atem gehalten. Viele Kellerräume, niedrig gelegene Wohnungen und Tiefgaragen wurden überschwemmt. Ein 65-jähriger Mann ist vom Hochwasser im Keller seines Hauses von den Wassermassen überrascht worden. Rettungstaucher konnten ihn nur noch tot bergen.
Der kleine Bach Umlach, der durch Ummendorf fließt, ist normal 70 Zentimeter tief. Am Vormittag erreichte der Pegel kurzzeitig die Zwei-Meter-Marke. Die Roth erreichte bei Roth bereits am späten Abend ihren Spitzenpegelstand, der an ein 50-jähriges Hochwasser heranreicht. Wie hoch der Sachschaden nach diesem Hochwasser ist, wird sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Polizei fahndet weiter nach dem Täter

Nach dem Brandanschlag am Samstagmorgen auf die Synagoge in Ulm fehlt vom Täter nach wie vor jede Spur. Der Zeugenaufruf der Polizei hat bislang keine Hinweise ergeben. Auch Experten von Staatsschutz und Landeskriminalamt sind in die Ermittlungen eingebunden. Der Mann wird wie folgt beschrieben: ca 1,80 m groß schwarze Kapuzenjacke Jeans weiße Turnschuhe mit schwarzen Streifen Direkt nach der Tat gegen 8:30 Uhr soll er den Weinhof mit normaler Geschwindigkeit gehend in Richtung der Neuen Mitte verlassen haben. Hinweise nimmt die Polizei in Ulm entgegen. Laut einem Überwachungsvideo hat der Mann an der Synagoge zunächst eine Flüssigkeit auf die Steinfassade geschüttet. Anschließend soll er diese in Brand gesetzt haben. Ein Augenzeuge hat die Tat beobachtet und sofort den Notruf gewählt. Der Ulmer Ortsrabbiner Schneur Trebnik verzeichnet schon seit Wochen eine sich aufheizende Stimmung. Immer wieder werde er auf der Straße angesprochen und beleidigt. Erst Mitte Mai hatte eine Frau Protestplakate vor der Synagoge aufgestellt. Obwohl das Feuer am Samstagmorgen schnell gelöscht werden konnte, könnte der Schaden größer sein, als auf den ersten Blick angenommen. Laut Trebnik sollen neben der Steinfassade auch die darüberliegenden Fenster betroffen sein. Mindestens eine aufwändige Reinigung werde für diese notwendig. Wie hoch der Sachschaden genau ist, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.  

Auseinandersetzungen zwischen Polizei und feiernden Jugendlichen auf der Ulmer Donauwiese

„Des einen Freud – des andern Leid“… könnte man angesichts der aktuellen Corona-Situation sagen: Die niedrigen Inzidenzzahlen erlauben wieder mehr Freiheiten. Aber das führt – wie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Ulmer Donauwiese – leider auch zu mehr Übergriffen, zu falsch verstandenen Freiheiten: Leid-tragende waren dort Polizisten, die ein wachsames Auge auf die Feierlaune hatten und dann selbst angepöbelt, ja angegriffen wurden. Nach Polizeiangeben ist es vor allem der starke Alkoholgenuss, der zu dem aggressiven Verhalten führt. Trotzdem sind die Ausschreitungen in Ulm nicht mit den Krawallen zu vergleichen, die vor wenigen Tagen in Stuttgart zu mehreren Festnahmen geführt haben.

Der Tiergarten Ulm darf ab heute wieder öffnen

Der Tiergarten in Ulm darf seit heute wieder Besucher willkommen heißen. Die vergangenen Monate waren nicht leicht. Seit Anfang November 2020 war alles dicht, nur im März dieses Jahres war ein paar wenige Tage geöffnet. Doch jetzt geht’s wieder richtig los. Wir haben den Tiergarten vor der Öffnung nochmal besucht. Es gibt auch einen Neuzugang. Seit April wohnt der zweijährige Erdmännchen-Mann Jack in Ulm und wartet seitdem auf Besucher. Die sind zwar wieder erlaubt. Spontan vorbeikommen geht aber immer noch nicht. Vorhermuss ein Termin vereinbart werden. Der Eintritt ist nur mit einem negativen Corona-Test oder dem Nachweis einer Impfung oder Genesung möglich.

Die Polizei fahndet nach Schüssen in einem Göppinger Wohnviertel

Es müssen Szenen wie in einem Fernsehkrimi gewesen sein, was sich da am Samstagabend gegen 22 Uhr in Göppingen abgespielt hat: Plötzlich fallen in der Innenstadt mehrere Schüsse. Sie treffen einen 23- jährigen Mann, er überlebt schwer verletzt und befindet sich derzeit in einer Klinik. Der oder die Täter flüchten mit dem Auto. Stundenlang untersucht ein Großaufgebot der Polizei den Göppinger Bereich um die Schiller- und die Öchslinstraße, hält Spuren fest und findet Projektile. Nach wie vor sind der oder die Täter flüchtig, das besondere Augenmerk der Polizei gilt einem weißen Kleinwagen, dessen hintere Scheibe kaputt sein müsste. Die Fahndung läuft auf Hochtouren...

Corona Impfung - schon für Kinder ab 12 Jahren ?

Wieder einmal haben sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs zusammengefunden, um weitere Schritte in der Corona-Politik auf den Weg zu bringen. Ein wichtiges Thema bei diesem Impfgipfel: Sollen schon bald bereits Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr geimpft werden? Ein kontrovers diskutiertes Thema: Die einen sagen, man müsse möglichst schnell viele Menschen aller Altersklassen impfen, um unser aller Leben bald wieder ein Stück Normalität zu geben. Andere zögern, da kaum Studien zur Impfstoff-Verträglichkeit bei Jugendlichen vorliegen. Wir haben dazu eine Neu-Ulmer Kinder- und Jugendärztin befragt – und wollten natürlich auch wissen, was die Menschen auf der Straße zu den Impfplänen sagen.

Tourismus steht in den Startlöchern

Die Pfingstferien haben begonnen, doch schlechtes Wetter vermiest die Urlaubsstimmung. Geht es nach der Tourismusbranche soll sich das aber schnellstmöglich ändern. Die Inzidenzzahlen sinken immer weiter. Im Landkreis Heidenheim ist die Zahl heute den ersten Tag unter 100. Damit werden auch Tourismus und Freizeitangebote wieder möglich und mit etwas Glück kann nächste Woche schon wieder geöffnet werden. Die Anbieter stecken auf jeden Fall in den Startlöchern. Im Archäopark Vogelherd sind die Vorbereitungen in vollem Gange und auch die Charlottenhöhle bei Giengen hat die besucherfreie Zeit für umfangreiche Neuerungen genutzt. Die Gäste werden schon sehnsüchtig erwartet. Diese sollten allerdings ein paar Tipps beachten.

Zweite Chance für ausrangierte Laptops

Da sagt nochmal einer, Rentner und Technik passen nicht zusammen: Das Gegenteil beweisen vier junggebliebene Senioren, die im Stadtteiltreff Zanger Berg in Heidenheim ausrangierte Laptops wieder fit machen und dann an gemeinnützige Einrichtungen spenden. 110 Geräte haben Kurt Neumeister und sein Team bereits repariert und es werden täglich mehr.
Mit dem Secondhand-Projekt wendet sich Neumeister vor allem an Menschen, die sich keinen Laptop leisten können, jedoch aufgrund von Homeschooling, Online-Schulungen oder Homeoffice zwingend auf ein solches Gerät angewiesen sind. Seit zwei Jahren ist Kurt Neumeister in Rente, davor hat er im IT-Bereich gearbeitet.
Finanzielle Unterstützung erhalten die Senioren vom Rotary Club Heidenheim-Giengen. Der Club übernimmt die Schirmherrschaft des Projekts und stellt Gelder für die Ersatzteile und die Reparaturen bereit.
Wer ebenfalls einen Laptop oder ein Tablet spenden möchte, kann eine Mail an laptopspende.hdh@gmail.com senden oder das Gerät zu den Öffnungszeiten des Stadtteiltreffs, freitags von 9 bis 11 Uhr, vorbeibringen.

Weltbienentag: Dieses Jahr noch deutlich zu kalt

Biene Maja ist vermutlich die berühmteste Biene der Welt. Dabei hätten die Bienen, die bei uns durch die Lüfte summen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient. Honig- und Wildbienen – Das sind die beiden bekanntesten Vertreter der Hautflügler, die bei uns leben. Aber wussten sie, dass es insgesamt über 550 verschiedene Arten allein in Deutschland gibt? Und viele von ihnen sind bedroht. Dabei sind Bienen unglaublich wichtig für Mensch und Natur. Sie liefern nicht nur Honig sondern sind auch für die Bestäubung zahlreicher Pflanzenarten zuständig. Dieses Jahr ist bis jetzt besonders kalt für die Bienen. Denn eigentlich wären sie schon viel aktiver, wenn doch nur das Wetter besser wäre. Wir schauen uns am Weltbienentag mal an wie es ihnen geht.

Ulm bekommt neuen Intensivbus

Not macht erfinderisch. Das beweist der Ulmer Intensivtransportbus. Im vergangenen Jahr hatte der Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes die Idee dafür. Grund war, dass es bedingt durch das Corona-Virus eine hohe Anzahl an Intensivpatienten gab, die gleichzeitig transportiert werden mussten. Jetzt gibt es einen Nachfolger.
Im April vergangenen Jahres zauberte das Personal des Neu-Ulmer Omnibus-Herstellers Daimler in nur knapp vier Wochen einen Großraum-Rettungswagen für vier Patienten, der in einen ehemaligen Linienbus eingebaut wurde. Mitten in der ersten Corona-Welle wurde damit eine Idee von David Richter, dem Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm, umgesetzt. Nach einem Jahr Erfahrungen wurde nun der Nachfolger binnen sechs Wochen umgebaut und im Beisein von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) übergeben.
Der über zwölf Meter lange Bus kann vier Schwerstkranke liegend transportieren und sie während der Fahrt auf dem Niveau einer Intensivstation versorgen. Im vergangenen Jahr wurden so über 70 Patienten teilweise auf langen Strecken zwischen baden-württembergischen Krankenhäusern verlegt. Nicht nur Corona-Patienten wurden gefahren, sondern zum Beispiel auch schwerverletzte Ukrainer, die von der Bundeswehr aus Kiew nach Memmingen geflogen wurden und nach dem Transport mit dem Großraum-Intensivtransportwagen im Ulmer BwK weiterbehandelt wurden. Auch bei einem schweren Verkehrsunfall bei Blaubeuren mit mehreren Verletzten konnten vier Verletzte gleichzeitig abtransportiert werden und beim Amokalarm im Dezember am Ulmer Kuhberg standen in unmittelbarer Tatortnähe vier mobile Intensivstations-Betten bereit.
Diese Erfahrungen wurden nun im Nachfolger eingebracht und Detailänderungen vorgenommen, das Grundkonzept hat sich bewährt. Auch Gesundheitsminister Lucha lobte die Möglichkeit, mit nur zwei Notärzten gleich vier Patienten zu transportieren und damit auch das ärztliche Und das Pflegepersonal zu schonen.
Der erste Bus wird zukünftig von Mannheim aus eingesetzt und bildet gemeinsam mit dem neuen Fahrzeug eine schlagkräftige Ergänzung des bestehenden Systems an Intensivtransportwagen in Baden-Württemberg, die normalerweise nur einen einzelnen Patienten befördern können. Neben Beatmungsgeräten, Ultraschallgerät und Blutgasanalyse sind zahlreiche Sauerstoffflaschen an Bord, um alle vier Patienten ohne Unterbrechung rechnerisch von Ulm bis mindestens nach Hannover vollständig mit Sauerstoff versorgen zu können. Mehrere Ulmer Busunternehmen unter Führung der SWU Verkehr stellen erfahrene Busfahrer zur Verfügung, das DRK Ulm und die Uniklinik Ulm stellen das medizinische Personal.

Inzidenz unter 165: Präsenzunterricht wieder möglich

 
Endlich wieder in die Schule gehen – So denken aktuell viele Schülerinnen und Schüler. Im Alb-Donau-Kreis und im Ostalbkreis ist das jetzt wieder möglich, da die Inzidenz konstant unter 165 liegt. Und auch im Kreis Neu-Ulm liegt die Inzidenz unter 165, hier dürfen allerdings nur Grundschulen Präsenzunterricht anbieten. Für alle weiterführenden Schulen gilt im Freistaat eine Inzidenz von unter 100 – zumindest bis zu den Pfingstferien. Danach  soll es auch in Bayern Wechselunterricht für alle Schularten geben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder heute nach einer Kabinettssitzung bekannt gegeben. Es gibt aber auch Kritik an den Schulöffnungen. Denn: Bereits ab kommender Woche sind Pfingstferien. Lohnt es sich also überhaupt die Schulen jetzt wegen ein paar Tagen zu öffnen?

Catherine Rommel will Oberbürgermeisterin werden

Mit Catherine Rommel geht die mittlerweile 7. Bewerberin ins Rennen um das Amt des Aalener Oberbürgermeisteramts. Über die Nachfolge von Thilo Rentschler entscheiden die Wähler am 4. Juli. Die 56-Jährige ist die Adoptivtochter des früheren Stuttgarter OBs Manfred Rommel und Enkelin des umstrittenen Generalfeldmarschalls Erwin Rommel, genannt „Wüstenfuchs“. Sie ist im Bezirksbeirat Stuttgart-Sillenbuch aktiv und arbeitet als Kommunalberaterin. Rommel wird als freie, aber von der Aalener CDU unterstützte Kandidatin antreten.

Nahost-Konflikt hat auch Auswirkungen in der Region

Die Eskalation im Nahost-Konflikt heizt auch die Stimmung in Deutschland auf. Mit deutlichen Worten haben Bundespräsident und Bundeskanzlerin die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland verurteilt. In den vergangenen Tagen ist es an mehreren Orten zu Gewalt gegen jüdische Einrichtungen gekommen. In Ulm wurden zwar nur zwei Plakate vor der Synagoge gefunden. Besorg ist man hier trotzdem.
"Hört auf, Unschuldige zu töten" und "Vergesst Eure eigene Geschichte nicht" steht auf den zwei Plakaten, die am Mittwochabend vor der Ulmer Synagoge aufgestellt wurden. Verantwortlich dafür soll laut Erkenntnissen der Polizei eine 32-Jährige gewesen sein. Eine Straftat haben die Beamten allerdings nicht feststellen können.
Nicht erst seit der Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen Hamas spürt der Ortsrabbiner für Ulm, Shneur Trebnik,  dass sich die Stimmung aufheizt. Er wurde auch in den vergangenen Wochen zunehmend öfter angefeindet.
In einer gemeinsamen Erklärung verurteilt auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Ulm und Neu-Ulm die Attacken. Darin heißt es: "Die aktuelle Eskalation beunruhigt uns. Ebenso beunruhigen uns antisemitische Proteste vor Synagogen in deutschen Städten. In aller Schärfe verurteilen wir alle Versuche, jüdische Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, aber auch jüdische Gemeinden und Synagogen anzugreifen. Auch hier in Ulm. Jüdische Menschen und Gemeinden weltweit unter Verweis auf die Politik des Staates Israel zu attackieren, ist eine antisemitische Straftat, der mit allen Mitteln des Rechtsstaats entgegenzutreten ist."

Pflegekräfte fordern bessere Arbeitsbedingungen

Vor einem Jahr gab es ganz viel Applaus. Die Pandemie hat die Pflegekräfte zu Beginn ins Scheinwerferlicht gerückt. Allerdings ist Applaus ist das Brot des Künstlers; Pflegekräfte können sich davon nicht viel kaufen und mittlerweile ist der Applaus auch verstummt. Die Arbeit allerdings geht weiter. Statt Applaus fordern die Pflegekräfte eigentlich schon lange bessere Arbeitsbedingungen und eine fairere Bezahlung. Heute, am internationalen Tag der Pflegenden, wollen die Beschäftigten in dieser Branche genau darauf aufmerksam machen.
Unter dem Motto „vom Klatschen zum Handeln“ fordert ihr Arbeitgeber, die Evangelische Heimstiftung, eine Pflegereform, die diesen Namen verdient. Sie muss die Grundlage schaffen, damit die Pflegenden mehr Geld und mehr Zeit für ihren Job bekommen und die Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen verlässlich begrenzt werden können.
Denn in der aktuellen Finanzierungslogik der Pflegeversicherung werden die Kosten für eine bessere Bezahlung der Pflegenden auf die Pflegebedürftigen und deren Angehörige abgewälzt. Das ist ungerecht – gute Pflege muss auch morgen für alle bezahlbar sein. Eine Pflegereform kann diese Logik mit einer echten Deckelung der Eigenanteile umkehren: Die Pflegebedürftigen bezahlen dann einen fixen Betrag und den Rest übernimmt die Pflegekasse. Nur so können die Mehrkosten, die durch den Tariftreuegrundsatz und bessere Personalschlüssel entstehen, finanziert werden.

Marcel Emmerich wird Abgeordneter in Berlin

Jetzt ist es offiziell: Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Danyal Bayaz wird Finanzminister in der neuen grün-schwarzen Landesregierung. Das bedeutet auch, dass Marcel Emmerich noch vor der Bundestagswahl über die Landesliste für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau-Kreis in den Bundestag nachrücken wird. Und das bereits in drei Wochen. Auf der Liste zur Bundestagswahl 2017 belegt Emmerich nämlich Platz 16 und dieser zieht jetzt. Die Grünen stellen zwar nur 13 Abgeordnete aus Baden-Württemberg, aber es gab schon zwei Nachrücker in der laufenden Legislaturperiode. Nur wenige Stunden nach der offiziellen Entscheidung steht er Eva Reuter im Studio Rede und Antwort.

Eisheiligen: So wird das Wetter in den kommenden Wochen

 

Wahrscheinlich haben Sie am Wochenende auch die Sommerklamotten aus dem Schrank gekramt und sind raus in die Sonne. Die kurzen Hosen können Sie aber gleich wieder einpacken – denn in den kommenden Tagen wird’s nochmal richtig kalt. Schuld sind die Eisheiligen. Sie sorgen dafür, dass es Mitte Mai noch einmal zu den letzten Frostnächten vor dem Sommer kommen kann. So besagt es eine alte Bauernregel, auf die noch immer viele Landwirte achten. Denn sie sind davon abhängig – gibt es Frost, kann die Ernte davon stark beeinträchtigt werden. Denn viele Keime, Setzlinge oder Früchte vertragen eine solche Kälte nicht und sterben ab. Wetterexperte Roland Roth weiß, wie das Wetter in den kommenden Tagen sein wird.

Urlaub soll ab Pfingsten wieder möglich sein

In Bayern ist Urlaub ab Pfingsten wieder möglich. Ab dem 21. Mai dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen in den Orten wieder öffnen, in denen die 7-Tages-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Bei einer Inzidenz über 50 ist aber weiterhin ein negativer Test für Übernachtungsgäste nötig, bei vollständig Geimpften und Genesenen entfällt die Testpflicht. Das hat Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Kabinettssitzung bekannt gegeben.

100. Geburtstag Sophie Scholl: So gedenken die Ulmer der Widerstandskämpferin

Sie war eine der ersten Ulmerinnen, die Abitur gemacht hat, ihr Vater war für einige Zeit sogar Bürgermeister der Stadt, während sie selbst sich von einer überzeugten Anführerin der Ulmer Bund Deutscher Mädel zu einer engagierten Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus entwickelt hat. Ihre positive Sturheit und ihre Willenskraft beeindrucken bis heute Menschen weit über die Region hinaus. Die Rede ist von Sophie Scholl. Am Sonntag wäre sie 100 Jahre alt geworden.
Nicola Wenge, Historikerin am Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, hat sich intensiv mit Sophie Scholl und ihrer Zeit in Ulm beschäftigt.
Als viertes Kind von Robert und Magdalena Scholl ist Sophie 1932 im Alter von elf Jahren nach Ulm gezogen und hat hier bis zu ihrem Studium in München ihre Jugend verbracht. Mit ihrer Familie hat sie zunächst im ersten Stock der Olgastraße 139, später in einer Wohnung am Münsterplatz gewohnt. Orte, an denen sich bis heute noch ihre Spuren finden und sie in der Stadt präsent halten.
In Ulm sind an diesem Wochenende zahlreiche Veranstaltungen zu Ehren von Sophie Scholl geplant. So unter anderem ein Online-Gedenkgottesdienst um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche, eine Podiumsdiskussion im Ulmer Theater mit Historikerin Barbara Beuys sowie die Premiere des Stückes „Name: Sophie Scholl“ um 19.30 Uhr.
Einige Veranstaltungen wie zum Beispiel der Stadtrundgang oder die musikalische Lesung „Wir schweigen nicht!“ Die Weiße Rose der Lutherkirche mussten allerdings pandemiebedingt verschoben werden.

Pflegekräfte prangern Zustände auf Covid-Station an

Die Schilderungen von Pflegekräften der Ulmer Universitätsklinik klingen unglaublich. Die Belastung auf den Corona-Intensivstationen sei kaum noch auszuhalten. Es ist ein Hilferuf. Aus Angst vor arbeitsrechtlichen Maßnahmen wollen die Pflegerinnen und Pfleger nicht erkannt werden. Sie wenden sich an die Gewerkschaft ver.di und schildern ihre Erlebnisse.
Demnach bleibe keine Zeit zum Essen, Trinken oder um auf’s Klo zu gehen. Pflegekräfte wären schon zusammengebrochen. Weil keine Schleuse vorhanden ist, müssten sich die Pflegekräfte auf einem Gang umziehen. „Zum Teil betreuen die Kollegen/-innen zwei Beatmungspatienten gleichzeitig und helfen dann noch bei weiteren aus“, so Jannik Widon Gewerkschaftssekretär aus dem Fachbereich Gesundheit bei ver.di. „Die Kollegen haben mir berichtet, dass es eine hohe Fluktuation an Hilfskräften gibt. Da wird jemand 3-4 Wochen eingearbeitet und wird dann wieder abgezogen und dass ganze Spiel beginnt von vorne. Das ist keine Entlastung für die Fachkräfte!“, so Jannik Widon weiter und stellt Forderungen an die Klinikleitung auf.
Das Universitätsklinikum Ulm weist die von einzelnen Pflegekräften gegenüber ver.di erhobenen Vorwürfe zurück. Diese entsprechen nicht den Tatsachen und auch nicht der Wahrnehmung der großen Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter, die sich von der Berichterstattung erschüttert zeigten. Behauptungen, auf der COVID-19 Intensivstation des UKU herrschten „chaotische Zustände“, die sich negativ auf die Versorgung der Patienten auswirkten, wären unzutreffend.

37-jähriger wegen sexuellem Missbrauch von Jungen vor Gericht

Vor dem Landgericht Ulm muss sich seit heute ein 37-jähriger Mann verantworten. Der Angeklagte soll 2006 in Ulm und 2007 in Heidenheim Jungen in sein Auto gestoßen, auf den nackten Hintern geschlagen und anschließend sexuell missbraucht haben. Dass der mutmaßliche Täter überhaupt vor Gericht steht ist einem anderen Verfahren aus dem Jahr 2018 zu verdanken. Dem Mann aus Ebersbach an der Fils im Kreis Göppingen wird vorgeworfen kinderpornographische Bilder und Videos verbreitet zu haben. Im Zuge der Ermittlungen dazu wurde die Polizei auf parallelen zu den damaligen Tatern aufmerksam. Direkt zu Beginn der Verhandlung lässt Angeklagte durch seinen Anwalt erklären, dass er die Vorwürfe vollumfänglich einräumt. Das Heidenheimer Opfer tritt als Nebenkläger auf.

Vermeintliche Rauchentwicklung am Ulmer Münster

Gegen 20 Uhr 15 wurde gestern Abend die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst Ulm über eine Rauchentwicklung am Turm des Ulmer Münsters informiert. Einsatzkräfte haben daraufhin mit einer Wärmebildkamera im Innern des Turms nach einer möglichen Rauchursache gesucht. Kurze Zeit Später ist auch eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen, die den Turm von außen kontrolliert hat. Als die Einsatzkräfte weder Innen noch außen einen Brand feststellen konnten, haben sie den Einsatz um 22 Uhr beendet. Ob es sich wirklich um Rauch gehandelt hat oder ob vielleicht ein Insektenschwarm nur danach aussah, bleibt unklar. Rund 40 Einsatzkräfte sind auf dem Münsterplatz vor Ort gewesen.

Reaktionen auf den Bund-Länder-Impfgipfel

Es war ein „Bund-Länder-Impfgipfel“, der für viele eigentlich überhaupt kein Gipfel war: Denn Bund und Länder, also Kanzlerin Merkel und die Länderchefs, wollten da eigentlich konkret festlegen, ob Corona-geimpfte Menschen mehr Freiheiten haben sollen, sei es beim Einkaufen, beim Besuch eines Lokals, oder für kulturelle Veranstaltungen.
Doch dann wurde die Entscheidung aufgeschoben, nun soll erst Ende des kommenden Monats darüber entschieden werden. Entsprechend groß sind die Enttäuschungen bei Handel und Gastronomie. Denn gerade diese Bereiche hatten auf schnelle Schritte in Richtung Normalität gehofft, auf eine Öffnungsperspektive. Nun müssen sie sich weiter gedulden, das drückt auf die Stimmung, auch in unserer Region.

Tschernobyl und die Folgen für den heimischen Wald

Heute vor 35 Jahren hat sich in der Ukraine eine Katastrophe ereignet, deren Folgen noch immer zu spüren sind: Das Reaktorunglück von Tschernobyl: Zwei Explosionen erschüttern einen Reaktorblock – unzählige Mengen Radioaktivität werden frei gesetzt. Der Wind treibt die Wolken nach Westen.  Und überall, wo diese Wolken zu Regen werden, werden Böden verseucht. Eine Kontamination, die sich noch heute regional auswirkt – auch in unserer Region. Besonders belastet sind seitdem häufig Pilze im Wald, aber auch das Fleisch des Wildes, das sich im und vom Wald ernährt, ist häufig kontaminiert. Jäger stellt das vor besondere Herausforderungen – auch im Landkreis Neu-Ulm: Zum Beispiel muss jedes erlegte Tier an Messstationen überprüft werden.

Die Impfpriorisierung gilt seit heute in Bayern nicht mehr

Bayern will im Kampf gegen Corona Gas geben, schneller mehr Menschen vor dem Virus schützen. Deshalb hat der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek jetzt den Impfstoff Astrazeneca für alle Bürger über 18 Jahren freigegeben. Die sogenannte Impfpriorisierung ist damit aufgehoben. Praktisch heißt das: Jeder, der will, kann sich bei seinem Hausarzt melden und nach einen Impftermin  fragen. Auch der Neu-Ulmer Hausarzt Stefan Thamasett wird ab sofort diese Möglichkeit aufgreifen, da er die bislang bestehenden Regelungen eher als Bremse empfand. Nun will er so viele Patienten impfen, wie der gelieferte Impfstoff erlaubt. Und natürlich muss mit jeden Patienten vorab über eventuelle Risiken gesprochen werden. Viel Aufwand für die niedergelassenen Ärzte und ihre Mitarbeiter.

Blitzmarathon bremst die Raser aus

Wer heute mit dem Auto zu schnell unterwegs war, den könnte es erwischt haben. Nach einem Jahr Pause findet wieder ein Blitzer-Marathon statt. Europaweit hat die Polizei am heutigen Tag die Raser im Visier. Vergangenes Jahr musste die Aktion wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Diesmal aber hat sich die Polizei an die neue Situation angepasst. Scheinbar mit Erfolg. Viele der Autofahrer haben sich an die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten gehalten. So hatten manche Autofahrer auf der Ringstraße in Neu-Ulm bei erlaubten 50 km/h gerade mal 24 Sachen drauf.
Der europaweite 'Speedmarathon' wird vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk 'ROADPOL' koordiniert. Bayern beteiligt sich daran im Rahmen des neuen Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030 'Bayern mobil – sicher ans Ziel'. Beim letztmaligen 24-Stunden-Blitzmarathon vom 3. bis zum 4. April 2019 hat die Bayerische Polizei insgesamt 10.821 Geschwindigkeitssünder ertappt, trotz ebenfalls frühzeitig veröffentlichter Messstellen. ‚Spitzenreiter‘ war ein 30-jähriger Autofahrer, der auf der B300 bei Neusäß in Schwaben mit 160 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 70 gemessen wurde.

Ulm goes Dubai

Mülleimer, die ihren Füllstand vermelden, Gärten, die nach Wasser verlangen, Straßen, die Lärm registrieren – was klingt wie die Welt von Frau Holle ist schon heute real. Zum Beispiel in Ulm. Mit dem LoRaWAN, einem Netzwerk für das Internet der Dinge. Damit lassen sich verschiedenste Sensordaten im Stadtraum übertragen und auswerten. Eine Innovation, die jetzt gewürdigt wird: für das 2016 ins Leben gerufene Projekt bekommt Ulm einen Stand auf der Weltausstellung EXPO, die im Herbst in Dubai stattfindet. Mit der Initiative rund um LoRaWAN macht Ulm ihrem Namen als digitale Stadt alle Ehre. Sie zählt zu den ersten Städten weltweit mit dieser Technologie.
Im LoRaPark am Weinhof können sich Interessierte die Technologie anhand plastischer Beispiele näherbringen lassen.

Neu-Ulmer entwickelt neue Corona-Kennzahl

Peter Stöcker ist IT-Projektleiter, für ihn ist der Umgang mit Kennzahlen Alltag. Mit einem Rechenmodell aus der Industrie möchte er die aktuelle Corona-Lage besser verständlich machen. Eine neue Corona-Kennzahl soll dabei helfen. Sie könnte die Sieben-Tages-Inzidenz ablösen.

Bei dem Modell von Peter Stöcker werden mehrere Komponenten berücksichtigt. So beispielsweise auch die Anzahl freier Intensivbetten oder die Verfügbarkeit von Intensivpflegepersonal. Die Entscheidung, welche Komponenten letztendlich sinnvoll sind, überlässt der studierte Physiker den Experten.

Seine Idee hat er bereits im Oktober an das Robert-Koch-Institut und dem Bundesgesundheitsministerium geschickt, hatte damit aber keinen Erfolg. Bei seinem zweiten Versuch wendet er sich an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Sein Vorschlag soll jetzt in weitere Überlegungen einbezogen werden.

Auf den Intensivstationen wird es langsam eng

Die dritte Welle ist da und mittlerweile spüren das auch zunehmend mehr Krankenhäuser. Ein Blick in das deutsche Intensivregister zeigt, dass die Anzahl an freien Intensivbetten langsam knapp wird. In Biberach schlagen die Sana-Kliniken Alarm und sprechen von einer starken Auslastung. In Heidenheim sieht es nicht anders aus. Dort hat der leitende Oberarzt Dr. Andreas Köberer derzeit kein Intensivbett mehr frei. Zunehmend werden auch Verlegungen in andere Kliniken schwierig, da diese ebenfalls kaum noch Kapazitäten haben.
In den Unikliniken Ulm zeigt sich eine ähnliche Situation. Hier kann man aber zum Teil auf steigende Corona-Fallzahlen reagieren. Anders als bei der ersten oder zweiten Welle liegt der Altersdurchschnitt der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Ulm deutlich unter 60 Jahren. Laut den Medizinern bleiben Corona-Patienten deutlich länger auf der Intensivstation als Patienten mit anderen Erkrankungen. Zudem sind sie aufgrund der aufwändigen Maßnahmen pflegerisch wesentlich anspruchsvoller.

Inzidenzen der Regionen steigen weiter an

 

„Die Notbremse ziehen“ ist derzeit wohl das Sprichwort des Monats. Ob es beliebt ist, sei dahingestellt. Länderübergreifend bedeutet es in Schwaben aber fast überall das gleiche. Verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die dritte Welle sind in den Landkreisen wieder die Folge. Die Lage spitzt sich aber weiter zu. Die Inzidenzen in der Region schnellen geradezu in die Höhe. Alle Landkreise der Umgebung haben die 100-Marke weit überschritten, Heidenheim sogar die 200-Marke. Dabei unterscheidet sich so manche Regel, links und rechts der Donau. Während in Bayern weiterhin mit Termin geshoppt werden darf, ist in Baden-Württemberg nur das „Click und Collect“-Modell an der Tagesordnung. Erst wenn die Werte in Bayern über 200 sind, ist „Click & Collect“ erlaubt, so auch in Neu-Ulm. Distanz-Unterricht heißt es bei allen schon, sobald in der jeweiligen Region die Inzidenz über 100 liegt. Ausgeschlossen sind Übertritts- und Abschlussklassen.

Neues Testzentrum "Ulm West" eröffnet

Auf dem Parkdeck des Ulmer Blautal-Centers hat das Schnelltest-Zentrum Ulm West eröffnet. Wie an den anderen Teststationen dürfen sich die Ulmer hier einmal pro Woche kostenlos testen lassen – allerdings im Drive-In-Verfahren: Für den Abstrich können die Personen im Auto sitzen bleiben und nach dem Test das Parkdeck direkt wieder verlassen. Das Ergebnis lässt sich nach 15 bis 20 Minuten über einen QR-Code abrufen. Ein besonderer Anreiz: Die ersten 500 Getesteten erhalten einen Fünf-Euro-Einkaufsgutschein für das Blautal-Center.

Testpflicht im bayerischen Einzelhandel

Bayern führt eine Testpflicht für Kunden im Einzelhandel ein. Wer zukünftig shoppen will, muss bei einer Inzidenz über 100 einen negativen Corona-Test nachweisen. Der Bayerische Ministerrat hat das beschlossen. Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, Buchhandlungen und Schuhgeschäfte werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Einkaufen ist dort ab dem 12. April nur unter den Bedingungen möglich, die für den übrigen Einzelhandel gelten:
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel – wie bisher – unter Geltung der allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte geöffnet.
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote („Click & Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung) mit einem Kunden pro 40m² Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig.
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 100 und 200 sind Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest).
Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bleibt – wie bisher – die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften („Click and Collect“) auch ohne Test zulässig.
Landauf landab sprießen immer mehr Testzentren aus dem Boden. Doch wie kann man einen negativen Test sicher nachweisen? Ein Unternehmen aus der Region hat eine Lösung.

Fastenzeit adé – Reporterin zieht Fazit zum Klimafasten

Sieben Wochen ohne Kaffee, ohne warmes Wasser oder ein Auto – Regio TV Reporterin Anne hat dieses Jahr nicht etwa Schokolade oder Alkohol, sondern Klima gefastet. Sie hat versucht im Alltag auf alles zu verzichten, was schlecht fürs Klima ist. Dafür hat sie Butter und Käse hab reduziert und Fleisch ganz aus ihrem Ernährungsplan gestrichen. Außerdem hat sie versucht Heizkosten zu sparen und kalt zu duschen. Jetzt ist die Fastenzeit vorbei und Anne zieht Bilanz. Dafür hat sie sich wieder mit Pfarrer Ulrich Kloos getroffen, der ihr ganz am Anfang Tipps fürs Fasten gegeben hat. Auch er hat sieben Wochen Klima gefastet.

Corona oder Heuschnupfen: Was Allergiker in Pandemiezeiten wissen müssen

Es wird wärmer, überall blüht und grünt es. Eigentlich eine Zeit zum Aufleben, doch für viele Menschen bedeutet der Frühling auch den Start der Allergiesaison. Aber die Symptome einer Pollenallergie sind denen einer Corona-Infektion nicht unähnlich. Auch auf der Arbeit ist es nicht einfach: Sobald ein Kollege niest oder hustet, schrillen als erstes die Corona-Warnglocken. Doch wenn die Pollen-Saison startet, werden viele Allergiker ihre Kollegen vielleicht unnötig verrückt machen. Wie aber können Heuschnupfen von Corona-Symptomen unterschieden werden? Zudem belastet eine Allergie ebenfalls die Atemwege. Müssen Allergiker sich da also besonders in acht nehmen? Und wie gehen Allergiker richtig mit dem Heuschnupfen um? Diese und noch mehr Fragen haben uns zwei Ulmer Hals-Nasen-Ohren Ärzte beantwortet.

Darum ist Feminismus nicht nur Frauensache

Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir oder Emily Davison: Das sind Frauen, die in der Geschichte viel für den Feminismus und die Gleichberechtigung von Mann und Frau getan haben. Doch schon lange ist der Feminismus nicht mehr nur Frauensache. Wir haben mit Männern gesprochen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen - persönlich aber auch wissenschaftlich. Dabei geht es um die Fragen: Was muss sich in der Gesellschaft noch ändern, damit alle Geschlechter gleichberechtigt sind? Warum ist der Feminismus auch für Männer von Vorteil? Wie sollten wir zu diesem Thema miteinander diskutieren? Und wie sehr beschäftigen sich die Ulmer mit dem Thema?

Preisgekrönt: Die wahrscheinlich kleinste Destillerie der Welt in Neu-Ulm

Seit vergangenem Montag ist es offiziell: Sechs der besten Gins weltweit kommen aus Neu-Ulm. Destillateur Frank Steinle hatte vor sechs Jahren eine buchstäbliche Schnapsidee: Selbstgemachter Gin für die Zweilandstadt. Bei dem World Spirits Award hat es bereits in den vergangenen Jahren Medaillen für die Neu-Ulmer Destillerie geregnet, so auch in diesem Jahr. Die schwäbische Gin-Manufaktur wurde jetzt zum dritten Mal von einer internationalen Jury in Österreich ausgezeichnet. Die Handarbeit des gebürtigen Ulmers bringt Qualität mit sich, die man schmeckt. Dabei benutzt er teilweise über 30 verschiedene Heil-Kräuter für das Aroma. All diese, sowie die Beeren bezieht der Hobbykoch aus nachhaltigem Anbau. Auch sein Alkohol auf Weinbasis kommt von einer Familie aus der Region. Gebrannt wird in seiner Garage in Reutti. Die ist zwar klein, aber definitiv oho!

Konzert auf Bestellung in Langenau

Wenn die Menschen nicht zum Konzert kommen können, kommt das Konzert eben zu den Menschen. Das gilt am Wochenende in Langenau. Eine mobile Bühne macht dort das unmöglich geglaubte möglich: Dass Konzert und Corona, Kultur und Pandemie eben doch funktionieren. Musiker Jochen Lutsch wird am Samstag und Sonntag mit dem Auto durch die Stadt touren. Aus Jochen wird dann Jo Loop. Aus dem Auto eine Bühne. Und aus den Einwohnern das Publikum. Bereits im Voraus kommt die Aktion, die vom Kulturbüro der Stadt unterstützt wird, sehr gut an. Inzwischen ist die Aktion sogar schon ausgebucht - wer leer ausgegangen ist, darf aber wohl auf eine Wiederholung hoffen.

Traditionen der Ulmer Schwörtage werden Immatrielles Kulturerbe

Die Stadt Ulm hat für ihre Schwörtagstraditionen eine der höchsten Anerkennungen erhalten, die eine Stadt in Deutschland für ihre Geschichte und Kultur bekommen kann: Die Auszeichnung als Immatrielles Kulturerbe. Die Deutsche Kommission der UNESCO vergibt diesen Titel für menschliche Errungenschaften, Rituale, Wissensschätze, aber auch Feste und Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden sollten. Seit mehr als 600 Jahren zelebriert die Stadt Ulm ihre Schwörtage als Zeichen der Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie. Was die Ulmer mit den Schwörtagen verbinden, warum für die Stadt der Titel mehr ist als nur eine Auszeichnung und wieso die 600 Jahre alte Tradition seine Aktualität bis heute nie eingebüßt hat.

Bund-Länder-Treffen

Wie geht es weiter mit dem Corona-Lockdown? Darüber beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs beim großen Bund-Länder-Treffen. Wird es zu Ostern Lockerungen geben? Oder gar Verschärfungen? Wie viele Menschen aus wie vielen Familien dürfen sich treffen? Bleiben Kitas und Schulen geöffnet? Was passiert mit Gastronomie und  Einzelhandel? Fakt ist, dass dass die Inzidenzzahlen wieder steigen - wohl auch wegen der aggressiveren Corona-Mutanten.  All das verhandeln die Spitzenpolitiker. Hier verraten Politiker aus der Region, wie sie die Entwicklung sehen, was sie für machbar oder eben nicht für machbar halten.

Häusliche Gewalt - Opfer haben mit Stigma zu kämpfen

Nur noch zu Hause bleiben und kaum mehr rausgehen – Was schon für Jeden von uns im Lockdown weniger schön ist, kann für Opfer von häuslicher Gewalt zur täglichen Gefahr werden. Seit Corona sollen sich die Fälle von häuslicher Gewalt gehäuft haben – sagt die Ulmer Beratungsstelle Frauen helfen Frauen. Dabei sind auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt. Mehr dazu im Beitrag.
Hilfestellen für Frauen in Ulm:
Frauen helfen Frauen Ulm: Tel. - 0731/ 61 99 06, Mail - info@fhf-ulm.de
Frauenberatungsstelle Caritas in Ulm: Tel. - 0731/ 206347
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": Tel. - 08000/ 116016, www.hilfetelefon.de
Hilfestellen für Männer in häuslicher Gewalt:
Sozialberatung Stuttgart: Tel. - 0711/ 33 50 87 84, Mail: gewaltschutz@sozialberatung-stuttgart.de
Hilfetelefon "Gewalt an Männern": Tel. - 08000/ 1239900, www.maennerhilfetelefon.de

Zerschlagene Öffnungshoffnung auf beiden Seiten der Donau

Der 22. März - ein Datum, an das sich die Hoffnung von Gastronomen und Kulturschaffenden in den letzten Wochen geklammert hat.
In Abhängigkeit von der Inzidenz-Entwicklung hat das Corona-5-Stufen-Modell von Bund und Ländern diesen Stichtag für weitere Öffnungen in Aussicht gestellt.
Außengastronomie, Kino- und Theaterbetrieb sollten, auch in Bayern und Baden-Württemberg, ab Montag unter bestimmten Bedingungen möglich werden.
Aufgrund der wieder steigenden Inzidenzzahlen hält sich die Landespolitik bislang noch bedeckt. Ein Unding, da sind sich der Ulmer Gastronom Michael Freudenberg, der Intendant des Ulmer Theaters und der Neu-Ulmer Betreiber des Dietrich-Theaters einig. Alle wünschen sich einen klaren Fahrplan, einheitliche Regelungen und rechtzeitige Ansagen.  

15 Monate Stillstand: Die Zirkusfamilie Brumbach sitzt in Weidenstetten fest

Seit November 2019 sitzt die Familie Brumbach mit ihren Zirkussen Melody und Zomania in Weidenstetten auf der Schwäbischen Alb fest. Mehr als 15 Monate, in denen die Artisten keine Vorstellungen geben durfen, seitdem lebenswichtige Einnahmen ausgeblieben sind. Die Corona-Pandemie und der schneereiche Winter haben die Familie an ihre existentiellen Grenzen gebracht. Das Zirkusleben aufzugeben ist für die Familie aber keine Option. Optimistisch hofft sie auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie und damit auch auf eine Zukunft des Zirkus. Das tägliche Training und die Pflege von Esel, Lama, Ziege und Pony hilft den Brumbachs, die zähe Wartezeit zu überbrücken. Und trotzdem: Ohne die vielen Spenden von Menschen aus der Region wäre es für sie in den letzten Monaten eng geworden.

Söder will AstraZeneca-Impfstoff für Hausärzte freigeben

„Im Grunde genommen müsste man den Impfstoff von AstraZeneca sofort für alle freigeben“, verlangt der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder und kommt gleich mit der Idee ums Eck, das Präparat freiwillig über die Hausärzte verteilen zu lassen. Diese würden ihre Patienten bestens kennen und können die Risiken einschätzen.
Es gibt nur ein Problem. Am Montagnachmittag hat der Bundesgesundheitsminister für diesen Impfstoff einen Stopp verordnet. Jetzt muss die Europäische Arzneimittelagentur entscheiden, wie es weitergeht. Das könnte laut Experten einige Tage dauern.
Der Neu-Ulmer Hausarzt Dr. Christian Kröner steht schon in den Startlöchern. Der Mediziner kann bereits jetzt zwei Ordner voller Voranmeldungen zur Covid-19 Impfung in seiner Praxis stolz präsentieren. Sobald der Impfstoff von AstraZeneca wieder freigegeben ist, würde er sofort loslegen. Dann bräuchte er nur noch den Impfstoff.

Vergewaltigung an Halloween – Urteil am Landgericht Ulm gefällt

2 Jahre und drei Monate ohne Bewährung – So lautet das Urteil des Ulmer Landgerichts gegen zwei der Angeklagten im Prozess um die Vergewaltigung einer 14-jährigen an Halloween im Jahr 2019 in Illerkirchberg im Alb-Donau-Kreis. Zwei weitere Angeklagte müssen für 2 Jahre und zwei Monate in Haft – ebenfalls ohne Bewährung. Das teilweise Geständnis der Angeklagten, die sonst für den Großteil des Prozesses geschwiegen haben, hat sich mindernd auf das Strafmaß ausgewirkt. Genauso wie die Tatsache, dass nicht genau geklärt werden kann was genau in der Nacht geschehen ist. Das Opfer habe laut Staatsanwaltschaft teilweise nachweislich falsche Angaben gemacht. Das Gericht sieht es allerdings als erwiesen an, dass die Angeklagten dem Mädchen in einer Flüchtlingsunterkunft in Illerkirchberg Betäubungsmittel verabreicht und sie dann mehrmals vergewaltigt haben. Der Prozess hatte ursprünglich gegen fünf Angeklagte begonnen. Das Verfahren gegen einen 15-jährigen war nach der Verständigung auf einen Täter-Opfer-Ausgleich zuvor eingestellt worden.

Equal Pay Day: Dafür kämpfen Ulmerinnen in der Zukunft

Heute ist Equal Pay Day. Das bedeutet, dass Frauen von heute an rechnerisch das gleiche wie Männer verdienen. Bis heute haben sie also laut dem Aktionsbündnis EPD in Ulm und Neu-Ulm umsonst gearbeitet. Sie waren deshalb heute in der Stadt unterwegs und haben auf die Ungleichheit in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht. Und sie haben klargestellt, was sich in Zukunft ändern muss, damit sich die Situation verbessert.
Der Beitrag ist Teil unserer Reihe "Starke Geschlechter". Anlässlich zum Weltfrauentag am 08. März wollen wir in regelmäßigen Abständen interessante Frauen und Männer vorstellen, die sich mit dem Thema Gleichberechtigung beschäftigen.

Warum diese junge Frau gegen die Pille ist

In ihrem Freundeskreis ist sie schon als die bekannt, die sich gegen die Pille einsetzt: Konstanze Knelles aus Ulm ist gut über die Pille und den weiblichen Zyklus informiert. Ihr ist wichtig zu zeigen, dass Feminismus und Gleichberechtigung alle betrifft. Auch dann, wenn es um Verhütung geht. Denn eigentlich wurde an einer Pille für den Mann schon längst geforscht. Wegen der starken Nebenwirkungen wurde sie aber bis jetzt noch nicht auf den Markt gebracht. Die Nebenwirkungen sind aber ähnlich, wie die Nebenwirkungen der Pille. Das liegt unter anderem daran, dass die Zulassungsregeln für Medikamente gegenüber den 60er Jahren, in denen die Pille für die Frau herausgebracht wurde, strenger geworden sind. Trotzdem will Konstanze die Pille nicht mehr nehmen. Dadurch hat sie auch etwas über ihren eigenen Zyklus gelernt. Mehr dazu sehen sie im zweiten Teil unserer Serie "Starke Geschlechter".

Polizei geht gegen Auto-Poser in Ulm vor

Rund 500 Fahrzeuge und über 250 Anzeigen für überhöhte Geschwindigkeit. Am Samstag (06.03.2021) stellt sich die Polizei vermehrt den Auto-Posern entgegen. Bereits seit Ende Februar fallen der Polizei immer wieder Vergehen in der Umgebung auf. Die Autofahrer drehen meist große Runden um den Altstadtring und treffen sich auf nahegelegenen Parkplätzen. Viele Jugendliche und junge Erwachsene können sich nicht mehr coronakonform treffen, auch das sieht die Polizei in Ulm als Grund. So mussten die Beamten Versammlungen von Hunderten und teilweise bis 1000 Menschen auflösen. Die Anwohner beschweren sich vor allem wegen des Lärms, doch auch Beschleunigungsrennen und Umweltverschmutzung zählen zu den Delikten, die immer öfter auftreten. Wiederholte Verstöße können zu Bußgeldern bis zu 1000€ führen. Mit Zivilen Beamten und mobilen Blitzern geht die Polizei vor. Auch an den kommenden Wochenenden soll es Kontrollen geben. 

Weltfrauentag: Darum sollten sich Frauen unterstützen

Heute feiern wir den Weltfrauentag. Und weil es sogar das 110. Jubiläum ist, wollen wir diese Woche Menschen aus der Region zeigen, die sich für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern einsetzen. Heute haben wir mit Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger gesprochen. Sie setzt sich dafür ein, Frauen im Job Mut zu machen, sich auch auf Führungspositionen zu bewerben.

Werden mit Schnelltests Lockerungen möglich?

Seit heute Abend setzt die Stadt Laupheim auf kostenlose Schnelltests für die Bevölkerung und die Beschäftigten in den ortsansässigen Betrieben. Damit will sie einen Beitrag leisten, um unerkannte Infektionen mit dem SARS-2-Virus leichter aufzuspüren. Die Tests sind jeweils Dienstagabend und Samstagnachmittag möglich und werden von Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes durchgeführt. Die Stadtverwaltung zeigt hier Eigeninitiative, weil sie nicht mehr länger auf das von der Bundesregierung versprochene Testangebot warten will.
Eine Bescheinigung über ein kostenloses Testergebnis gibt es in Laupheim nicht. Doch gerade eine solche Bescheinigung könnte in Zukunft vielleicht für mehr Normalität sorgen. Das hofft der Ulmer Szene-Gastronom Marion Schneider. Seit einigen Monaten beherbergt er in seinem Club ein eigenes Testzentrum. Glücklicher wäre er aber, wenn seine Gäste bei ihm wieder feiern könnten. Doch dafür hält er die Tests derzeit zu teuer. Er arbeitet mit einem renommierten Labor aus Augsburg zusammen und bietet Schnelltests für 35 Euro an. Mit Bestätigung, wenn das Ergebnis negativ ist.

Depressionen in Zeiten von Corona

Depressionen sind ein Thema über das viel geschwiegen wird. Vor allem den Betroffenen selbst fällt es meist schwer die eigenen Krisen an zu sprechen. Isabell Schick möchte diese Menschen jetzt ermutigen sich über Ihre Krisen aus zu tauschen. Sie leidet selbst seit über 20 Jahren an chronischen Depressionen und spricht Ihre Erkrankung offen an. Doch auch bei ihr war das nicht immer so. Sie hat lange gebraucht um über Ihre Depression zu sprechen und den Auslöser ihrer Erkrankung zu verarbeiten. Dazu möchte sie nun auch andere motivieren und hat den Rettungs-Ring gegründet. Hier tauschen sich Menschen aus die psychisch erkrankt sind oder aktuell in einer Krise stecken. Im letzten Jahr wurden bereits über 400 der sogenannten "Ringe" veranstaltet. Isabell Schick hilft der Verein auch mit ihrer eigenen Erkrankung besser um zu gehen.

Blumenläden und Gartencenter bereiten sich auf Öffnungen vor 

In Baden-Württemberg dürfen die Gartencenter und Blumenläden ab Montag wieder öffnen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Die Floristen bereiten sich schon jetzt auf den Ansturm vor. Wo auf der einen Seite große Freude herrscht, ist auf den anderen Seite auch eine gewisse Unsicherheit…

Ulmer Soldaten unterstützen Klinik in Portugal

14 Soldaten aus der Region Ulm sind heute Morgen zu einem Auslandseinsatz nach Portugal aufgebrochen. In der Hauptstadt Lissabon sollen sie das Gesundheitssystem vor Ort entlasten und eine Intensivstation betreuen. Die Ärzte und Fachkrankenpfleger aus der Region haben auch einiges an medizinischer Ausstattung mit im Gepäck.
Portugal ist derzeit eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Bereits vor einigen Wochen hatte die dortige Regierung Deutschland um Unterstützung gebeten, woraufhin ein Kontingent entsandt wurde, welches in einem Krankenhaus eine Intensivstation mit acht Betten übernommen. Die Soldaten, die sich heute mit einem Transportflugzeug vom Stutgarter Flughafen auf den Weg gemacht haben, sollen diese Kräfte nun ablösen.
Den Einsatz führt dabei das Sanitätsregiment 3 aus Dornstadt, das alleine schon 11 eigenen Soldaten nach Lissabon schickt. Aus dem Bundeswehrkrankenhaus sind Oberfeldarzt Christian Jost, Oberstabsfeldwebel Andreas Gerlach und Hauptfeldwebel Johann Stoll mit im Team.
Gegen 12:00 Ortszeit ist der Airbus A400M sicher in Lissabon gelandet. Nach einer kurzen Begrüßung durch den deutschen Botschafter begann die Übergabe, damit die Kameraden des ersten Kontingents morgen nach Hause fliegen können, wo sie zunächst für 14 Tage in Quarantäne müssen.

Ulmer Schulen nutzen Schnelltests

Noch vor einem Jahr hätte sich wohl kaum einer vorstellen können, dass sich Schüler und Lehrer mal so sehr auf den Unterricht freuen. Seit heute gibt es an Grund- und Förderschulen sowie für die Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht. Weil aber auch an Schulen eine Infektionsgefahr besteht, soll eine neue Generation von Schnelltests für zusätzliche Sicherheit sorgen. Bei diesen muss der Abstrich nicht im Nasen- oder Rachenraum genommen werden, sondern nur wenige Zentimeter innerhalb der Nase.

In Ulm hat die Stadt selbst Testkits bestellt und heute an die Schulen verteilt. Insgesamt 26 Teams von Feuerwehr und Hilfsorganisationen haben Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter in die Handhabung eingewiesen. Jetzt können diese die Tests an sich selbst durchführen und ihr Wissen an weitere Lehrer weitergeben. Wenn die Einweisungspflicht entfällt, könnten die Tests zum Beispiel auch von den Schülern zu Hause verwendet werden.

100-Jähriger schaut auf sein turbulentes Leben zurück

Im zweiten Weltkrieg hat er eine lebensgefährliche Kopfverletzung überlebt - Nach dieser schrecklichen Zeit hat er sich nicht nur gegen Rechtsextremismus eingesetzt, sondern in Ulm auch beruflich einen Namen gemacht: Werner Zoberbier aus Lonsee ist vor Kurzem 100 Jahre alt geworden. Er schaut auf seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg, seine Zeit im Osten Berlins und die Reiselust während der Rentenzeit zurück. Trotz der vielen Umwege erinnert sich der 100-Jährige gerne an die Vergangenheit.

Hinweis von der Redaktion: Werner Zoberbier wurde zweimal gegen Corona geimpft. Die Redaktion hat den 100-Jährigen Mann nur mit FFP2-Maske und offenen Fenstern besucht. Außerdem wurden alle Corona-Hygiene-Regeln eingehalten.

UNESCO: Bauhüttenwesen ist jetzt immaterielles Kulturerbe

 

Mehr als 500 Jahre war das Ulmer Münster im Bau. Doch auch nach der Fertigstellung des Sakralbaus war die Arbeit der Handwerker aus der Münsterbauhütte nicht vorbei. Denn das Ulmer Münster ist eine ewige Baustelle. Ein Gebäude, das über Jahrhunderte Wind und Wetter trotzt, muss ja schließlich auch instand gehalten werden. Dafür müssen Bauteile und Steine nachgebaut werden, oft in milimetergenauer Detailarbeit. Jeder Stein ist ein Unikat.

Doch die Erhaltung des Ulmer Wahrzeichens funktioniert nur, wenn auch die Techniken und das Wissen um die Steinmetzkunst erhalten und in die Moderne übertragen werden. Dafür ist nun das Bauhüttenwesen von der UNESCO zum immateriellen Kulturgut erklärt worden.

Vom Aussterben bedroht: Bäuerin züchtet Alpine Steinschafe

Es ist eine der ältesten Schafrassen überhaupt: Das Alpine Steinschaf. Rund zwei Dutzend von diesen Tieren leben seit einigen Jahren in Mettenberg im Landkreis Biberach auf dem Hochstetterhof. Die beiden Landwirte Gesine Christ und Heinrich Baur bauen auf dem 40 Hektar großen Hof auch Gemüse in Bio-Qualität an und halten Rinder und Schweine. Die Alpinen Steinschafe haben auf dem Hof aber einen ganz besonderen Status: Sie stehen nämlich auf der Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Damit sind sie vom Aussterben bedroht.

Warum den Betreibern des Bioland-Hofes die Zucht so wichtig ist und was das Besondere an den Tieren ist, das sehen Sie im Beitrag.

Ulmer Impfzentrum wäre startklar

Wann kommt endlich der langersehnte Impfstoff? In Nordamerika, England, Israel und Bahrein hat der Impfstoff von Pfizer und Biontec schon eine Zulassung. Obwohl der Hersteller aus Deutschland kommt, müssen wir in Europa aber noch warten. Voraussichtlich bis nach Weihnachten. Technisch stehen die Impfzentren in Baden-Württemberg ab spätestens morgen bereit. Auch in Halle 7 der Ulmer Messe könnte es jederzeit losgehen.

Verfassungsschutz beobachtet „Querdenken“ – auch in Ulm?

Davidssterne mit der Aufschrift „ungeimpft“. Plakate mit „Merkel stoppen“. Das sieht man derzeit regelmäßig auf Veranstaltungen von Menschen, die sich als „Querdenker“ und die Corona-Maßnahmen als Diktatur bezeichnen. In einer Demokratie darf man Maßnahmen der Regierung hinterfragen und kritisieren. Das was sich auf den vielen Demonstrationen abspielt geht jetzt aber soweit, dass sich der württembergische Verfassungsschutz einschaltet. Einige Mitglieder der Bewegung, die auch einen Ableger in Ulm hat, stehen jetzt unter Beobachtung.

Ein Haus aus dem 3D-Drucker

In Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm) entsteht momentan ein Mehrfamilienhaus aus einem 3D-Betondrucker. Fünf Wohnungen soll es geben (davon eine Musterwohnung) verteilt auf drei Stockwerken. Nach Angaben der Verantwortlichen sind für das Projekt sechs Wochen Druckzeit geplant.

Gedruckt werden allerdings nur die Wände. Decken und Böden sind "herkömmlich" hergestellt. Damit der Druck funktioniert, nutzen die Bauarbeiter einen speziellen Beton. Der muss pumpbar sein - sich also durch den Drucker pressen lassen - gleichzeitig aber so verarbeitet sein, dass die unteren Schichten unter der Last der oberen nicht zusammenbrechen.

Das Ziel: "Gedruckte" Häuser sollen Zeit und Geld sparen. Wie viel das sein wird, können die Verantwortlichen noch nicht sagen. Man wolle erst die komplette Bauphase abwarten. Wichtig: Der Drucker soll Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern begeistern und neue berufliche Perspektiven schaffen. Ob sich der 3D-Betondruck auf dem Markt behaupten kann, sollen die nächsten Jahre zeigen.

Zoll entdeckt Goldbarren im Wert von einer Million Euro

Vier Wochen lang hat der Zoll im Großraum Ulm Sonderkontrollen bei Reiserückkehrern durchgeführt. Die Beamten haben sich auf einer Rastanlage bei Dornstadt eingerichtet.  Denn die Haupturlaubszeit ist auch gleichzeitig jedes Jahr die Hauptschmuggelzeit. Erst vor ein paar Wochen haben die Beamten über 100 Hundewelpen aus einem Transporter gerettet und unter anderem in das Ulmer Tierheim gebracht. Das war aber nicht der einzige spektakuläre Fund. Die Zollbeamten haben Goldbarren im Wert von einer Millionen Euro sichergestellt, die zwei Italiener in einem Rucksack transportiert haben. An den Sonderkontrollen waren rund 270 Beamte und Beamtinnen beteiligt. Die Bilanz: 139 Beanstandungen, 46 Strafverfahren und 75 Fälle, in denen Schmuggelware nachversteuert werden musste.

Zoll beschlagnahmt dutzende Hundewelpen

Der Ulmer Zoll hat am Wochenende auf der A8 einen Kleintransporter mit insgesamt 94 Hundewelpen und drei Katzenbabys entdeckt und kontrolliert – dutzende Tiere wurden beschlagnahmt und im Tierheim Ulm untergebracht. Die Tiere waren teilweise krank oder auch viel zu jung für den Transport. Auf das Tierheim kommen damit viel Arbeit und hohe Kosten zu. Und das, wo die Einrichtung erst am Wochenende einen Einbruch verkraften musste, bei dem mehrere tausend Euro gestohlen wurden.

Hier geht´s zurück zur Instagram Seite.