Instagram Regio TV Schwaben

instagram Banner Homepage

Hier gibt es alle Instagram-Beiträge in voller Länge

Auf den Intensivstationen wird es langsam eng

Die dritte Welle ist da und mittlerweile spüren das auch zunehmend mehr Krankenhäuser. Ein Blick in das deutsche Intensivregister zeigt, dass die Anzahl an freien Intensivbetten langsam knapp wird. In Biberach schlagen die Sana-Kliniken Alarm und sprechen von einer starken Auslastung. In Heidenheim sieht es nicht anders aus. Dort hat der leitende Oberarzt Dr. Andreas Köberer derzeit kein Intensivbett mehr frei. Zunehmend werden auch Verlegungen in andere Kliniken schwierig, da diese ebenfalls kaum noch Kapazitäten haben.
In den Unikliniken Ulm zeigt sich eine ähnliche Situation. Hier kann man aber zum Teil auf steigende Corona-Fallzahlen reagieren. Anders als bei der ersten oder zweiten Welle liegt der Altersdurchschnitt der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Ulm deutlich unter 60 Jahren. Laut den Medizinern bleiben Corona-Patienten deutlich länger auf der Intensivstation als Patienten mit anderen Erkrankungen. Zudem sind sie aufgrund der aufwändigen Maßnahmen pflegerisch wesentlich anspruchsvoller.

Inzidenzen der Regionen steigen weiter an

 

„Die Notbremse ziehen“ ist derzeit wohl das Sprichwort des Monats. Ob es beliebt ist, sei dahingestellt. Länderübergreifend bedeutet es in Schwaben aber fast überall das gleiche. Verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die dritte Welle sind in den Landkreisen wieder die Folge. Die Lage spitzt sich aber weiter zu. Die Inzidenzen in der Region schnellen geradezu in die Höhe. Alle Landkreise der Umgebung haben die 100-Marke weit überschritten, Heidenheim sogar die 200-Marke. Dabei unterscheidet sich so manche Regel, links und rechts der Donau. Während in Bayern weiterhin mit Termin geshoppt werden darf, ist in Baden-Württemberg nur das „Click und Collect“-Modell an der Tagesordnung. Erst wenn die Werte in Bayern über 200 sind, ist „Click & Collect“ erlaubt, so auch in Neu-Ulm. Distanz-Unterricht heißt es bei allen schon, sobald in der jeweiligen Region die Inzidenz über 100 liegt. Ausgeschlossen sind Übertritts- und Abschlussklassen.

Neues Testzentrum "Ulm West" eröffnet

Auf dem Parkdeck des Ulmer Blautal-Centers hat das Schnelltest-Zentrum Ulm West eröffnet. Wie an den anderen Teststationen dürfen sich die Ulmer hier einmal pro Woche kostenlos testen lassen – allerdings im Drive-In-Verfahren: Für den Abstrich können die Personen im Auto sitzen bleiben und nach dem Test das Parkdeck direkt wieder verlassen. Das Ergebnis lässt sich nach 15 bis 20 Minuten über einen QR-Code abrufen. Ein besonderer Anreiz: Die ersten 500 Getesteten erhalten einen Fünf-Euro-Einkaufsgutschein für das Blautal-Center.

Testpflicht im bayerischen Einzelhandel

Bayern führt eine Testpflicht für Kunden im Einzelhandel ein. Wer zukünftig shoppen will, muss bei einer Inzidenz über 100 einen negativen Corona-Test nachweisen. Der Bayerische Ministerrat hat das beschlossen. Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, Buchhandlungen und Schuhgeschäfte werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Einkaufen ist dort ab dem 12. April nur unter den Bedingungen möglich, die für den übrigen Einzelhandel gelten:
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel – wie bisher – unter Geltung der allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte geöffnet.
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote („Click & Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung) mit einem Kunden pro 40m² Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig.
Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 100 und 200 sind Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest).
Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bleibt – wie bisher – die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften („Click and Collect“) auch ohne Test zulässig.
Landauf landab sprießen immer mehr Testzentren aus dem Boden. Doch wie kann man einen negativen Test sicher nachweisen? Ein Unternehmen aus der Region hat eine Lösung.

Fastenzeit adé – Reporterin zieht Fazit zum Klimafasten

Sieben Wochen ohne Kaffee, ohne warmes Wasser oder ein Auto – Regio TV Reporterin Anne hat dieses Jahr nicht etwa Schokolade oder Alkohol, sondern Klima gefastet. Sie hat versucht im Alltag auf alles zu verzichten, was schlecht fürs Klima ist. Dafür hat sie Butter und Käse hab reduziert und Fleisch ganz aus ihrem Ernährungsplan gestrichen. Außerdem hat sie versucht Heizkosten zu sparen und kalt zu duschen. Jetzt ist die Fastenzeit vorbei und Anne zieht Bilanz. Dafür hat sie sich wieder mit Pfarrer Ulrich Kloos getroffen, der ihr ganz am Anfang Tipps fürs Fasten gegeben hat. Auch er hat sieben Wochen Klima gefastet.

Corona oder Heuschnupfen: Was Allergiker in Pandemiezeiten wissen müssen

Es wird wärmer, überall blüht und grünt es. Eigentlich eine Zeit zum Aufleben, doch für viele Menschen bedeutet der Frühling auch den Start der Allergiesaison. Aber die Symptome einer Pollenallergie sind denen einer Corona-Infektion nicht unähnlich. Auch auf der Arbeit ist es nicht einfach: Sobald ein Kollege niest oder hustet, schrillen als erstes die Corona-Warnglocken. Doch wenn die Pollen-Saison startet, werden viele Allergiker ihre Kollegen vielleicht unnötig verrückt machen. Wie aber können Heuschnupfen von Corona-Symptomen unterschieden werden? Zudem belastet eine Allergie ebenfalls die Atemwege. Müssen Allergiker sich da also besonders in acht nehmen? Und wie gehen Allergiker richtig mit dem Heuschnupfen um? Diese und noch mehr Fragen haben uns zwei Ulmer Hals-Nasen-Ohren Ärzte beantwortet.

Darum ist Feminismus nicht nur Frauensache

Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir oder Emily Davison: Das sind Frauen, die in der Geschichte viel für den Feminismus und die Gleichberechtigung von Mann und Frau getan haben. Doch schon lange ist der Feminismus nicht mehr nur Frauensache. Wir haben mit Männern gesprochen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen - persönlich aber auch wissenschaftlich. Dabei geht es um die Fragen: Was muss sich in der Gesellschaft noch ändern, damit alle Geschlechter gleichberechtigt sind? Warum ist der Feminismus auch für Männer von Vorteil? Wie sollten wir zu diesem Thema miteinander diskutieren? Und wie sehr beschäftigen sich die Ulmer mit dem Thema?

Preisgekrönt: Die wahrscheinlich kleinste Destillerie der Welt in Neu-Ulm

Seit vergangenem Montag ist es offiziell: Sechs der besten Gins weltweit kommen aus Neu-Ulm. Destillateur Frank Steinle hatte vor sechs Jahren eine buchstäbliche Schnapsidee: Selbstgemachter Gin für die Zweilandstadt. Bei dem World Spirits Award hat es bereits in den vergangenen Jahren Medaillen für die Neu-Ulmer Destillerie geregnet, so auch in diesem Jahr. Die schwäbische Gin-Manufaktur wurde jetzt zum dritten Mal von einer internationalen Jury in Österreich ausgezeichnet. Die Handarbeit des gebürtigen Ulmers bringt Qualität mit sich, die man schmeckt. Dabei benutzt er teilweise über 30 verschiedene Heil-Kräuter für das Aroma. All diese, sowie die Beeren bezieht der Hobbykoch aus nachhaltigem Anbau. Auch sein Alkohol auf Weinbasis kommt von einer Familie aus der Region. Gebrannt wird in seiner Garage in Reutti. Die ist zwar klein, aber definitiv oho!

Konzert auf Bestellung in Langenau

Wenn die Menschen nicht zum Konzert kommen können, kommt das Konzert eben zu den Menschen. Das gilt am Wochenende in Langenau. Eine mobile Bühne macht dort das unmöglich geglaubte möglich: Dass Konzert und Corona, Kultur und Pandemie eben doch funktionieren. Musiker Jochen Lutsch wird am Samstag und Sonntag mit dem Auto durch die Stadt touren. Aus Jochen wird dann Jo Loop. Aus dem Auto eine Bühne. Und aus den Einwohnern das Publikum. Bereits im Voraus kommt die Aktion, die vom Kulturbüro der Stadt unterstützt wird, sehr gut an. Inzwischen ist die Aktion sogar schon ausgebucht - wer leer ausgegangen ist, darf aber wohl auf eine Wiederholung hoffen.

Traditionen der Ulmer Schwörtage werden Immatrielles Kulturerbe

Die Stadt Ulm hat für ihre Schwörtagstraditionen eine der höchsten Anerkennungen erhalten, die eine Stadt in Deutschland für ihre Geschichte und Kultur bekommen kann: Die Auszeichnung als Immatrielles Kulturerbe. Die Deutsche Kommission der UNESCO vergibt diesen Titel für menschliche Errungenschaften, Rituale, Wissensschätze, aber auch Feste und Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden sollten. Seit mehr als 600 Jahren zelebriert die Stadt Ulm ihre Schwörtage als Zeichen der Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie. Was die Ulmer mit den Schwörtagen verbinden, warum für die Stadt der Titel mehr ist als nur eine Auszeichnung und wieso die 600 Jahre alte Tradition seine Aktualität bis heute nie eingebüßt hat.

Bund-Länder-Treffen

Wie geht es weiter mit dem Corona-Lockdown? Darüber beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs beim großen Bund-Länder-Treffen. Wird es zu Ostern Lockerungen geben? Oder gar Verschärfungen? Wie viele Menschen aus wie vielen Familien dürfen sich treffen? Bleiben Kitas und Schulen geöffnet? Was passiert mit Gastronomie und  Einzelhandel? Fakt ist, dass dass die Inzidenzzahlen wieder steigen - wohl auch wegen der aggressiveren Corona-Mutanten.  All das verhandeln die Spitzenpolitiker. Hier verraten Politiker aus der Region, wie sie die Entwicklung sehen, was sie für machbar oder eben nicht für machbar halten.

Häusliche Gewalt - Opfer haben mit Stigma zu kämpfen

Nur noch zu Hause bleiben und kaum mehr rausgehen – Was schon für Jeden von uns im Lockdown weniger schön ist, kann für Opfer von häuslicher Gewalt zur täglichen Gefahr werden. Seit Corona sollen sich die Fälle von häuslicher Gewalt gehäuft haben – sagt die Ulmer Beratungsstelle Frauen helfen Frauen. Dabei sind auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt. Mehr dazu im Beitrag.
Hilfestellen für Frauen in Ulm:
Frauen helfen Frauen Ulm: Tel. - 0731/ 61 99 06, Mail - info@fhf-ulm.de
Frauenberatungsstelle Caritas in Ulm: Tel. - 0731/ 206347
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": Tel. - 08000/ 116016, www.hilfetelefon.de
Hilfestellen für Männer in häuslicher Gewalt:
Sozialberatung Stuttgart: Tel. - 0711/ 33 50 87 84, Mail: gewaltschutz@sozialberatung-stuttgart.de
Hilfetelefon "Gewalt an Männern": Tel. - 08000/ 1239900, www.maennerhilfetelefon.de

Zerschlagene Öffnungshoffnung auf beiden Seiten der Donau

Der 22. März - ein Datum, an das sich die Hoffnung von Gastronomen und Kulturschaffenden in den letzten Wochen geklammert hat.
In Abhängigkeit von der Inzidenz-Entwicklung hat das Corona-5-Stufen-Modell von Bund und Ländern diesen Stichtag für weitere Öffnungen in Aussicht gestellt.
Außengastronomie, Kino- und Theaterbetrieb sollten, auch in Bayern und Baden-Württemberg, ab Montag unter bestimmten Bedingungen möglich werden.
Aufgrund der wieder steigenden Inzidenzzahlen hält sich die Landespolitik bislang noch bedeckt. Ein Unding, da sind sich der Ulmer Gastronom Michael Freudenberg, der Intendant des Ulmer Theaters und der Neu-Ulmer Betreiber des Dietrich-Theaters einig. Alle wünschen sich einen klaren Fahrplan, einheitliche Regelungen und rechtzeitige Ansagen.  

15 Monate Stillstand: Die Zirkusfamilie Brumbach sitzt in Weidenstetten fest

Seit November 2019 sitzt die Familie Brumbach mit ihren Zirkussen Melody und Zomania in Weidenstetten auf der Schwäbischen Alb fest. Mehr als 15 Monate, in denen die Artisten keine Vorstellungen geben durfen, seitdem lebenswichtige Einnahmen ausgeblieben sind. Die Corona-Pandemie und der schneereiche Winter haben die Familie an ihre existentiellen Grenzen gebracht. Das Zirkusleben aufzugeben ist für die Familie aber keine Option. Optimistisch hofft sie auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie und damit auch auf eine Zukunft des Zirkus. Das tägliche Training und die Pflege von Esel, Lama, Ziege und Pony hilft den Brumbachs, die zähe Wartezeit zu überbrücken. Und trotzdem: Ohne die vielen Spenden von Menschen aus der Region wäre es für sie in den letzten Monaten eng geworden.

Söder will AstraZeneca-Impfstoff für Hausärzte freigeben

„Im Grunde genommen müsste man den Impfstoff von AstraZeneca sofort für alle freigeben“, verlangt der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder und kommt gleich mit der Idee ums Eck, das Präparat freiwillig über die Hausärzte verteilen zu lassen. Diese würden ihre Patienten bestens kennen und können die Risiken einschätzen.
Es gibt nur ein Problem. Am Montagnachmittag hat der Bundesgesundheitsminister für diesen Impfstoff einen Stopp verordnet. Jetzt muss die Europäische Arzneimittelagentur entscheiden, wie es weitergeht. Das könnte laut Experten einige Tage dauern.
Der Neu-Ulmer Hausarzt Dr. Christian Kröner steht schon in den Startlöchern. Der Mediziner kann bereits jetzt zwei Ordner voller Voranmeldungen zur Covid-19 Impfung in seiner Praxis stolz präsentieren. Sobald der Impfstoff von AstraZeneca wieder freigegeben ist, würde er sofort loslegen. Dann bräuchte er nur noch den Impfstoff.

Vergewaltigung an Halloween – Urteil am Landgericht Ulm gefällt

2 Jahre und drei Monate ohne Bewährung – So lautet das Urteil des Ulmer Landgerichts gegen zwei der Angeklagten im Prozess um die Vergewaltigung einer 14-jährigen an Halloween im Jahr 2019 in Illerkirchberg im Alb-Donau-Kreis. Zwei weitere Angeklagte müssen für 2 Jahre und zwei Monate in Haft – ebenfalls ohne Bewährung. Das teilweise Geständnis der Angeklagten, die sonst für den Großteil des Prozesses geschwiegen haben, hat sich mindernd auf das Strafmaß ausgewirkt. Genauso wie die Tatsache, dass nicht genau geklärt werden kann was genau in der Nacht geschehen ist. Das Opfer habe laut Staatsanwaltschaft teilweise nachweislich falsche Angaben gemacht. Das Gericht sieht es allerdings als erwiesen an, dass die Angeklagten dem Mädchen in einer Flüchtlingsunterkunft in Illerkirchberg Betäubungsmittel verabreicht und sie dann mehrmals vergewaltigt haben. Der Prozess hatte ursprünglich gegen fünf Angeklagte begonnen. Das Verfahren gegen einen 15-jährigen war nach der Verständigung auf einen Täter-Opfer-Ausgleich zuvor eingestellt worden.

Equal Pay Day: Dafür kämpfen Ulmerinnen in der Zukunft

Heute ist Equal Pay Day. Das bedeutet, dass Frauen von heute an rechnerisch das gleiche wie Männer verdienen. Bis heute haben sie also laut dem Aktionsbündnis EPD in Ulm und Neu-Ulm umsonst gearbeitet. Sie waren deshalb heute in der Stadt unterwegs und haben auf die Ungleichheit in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht. Und sie haben klargestellt, was sich in Zukunft ändern muss, damit sich die Situation verbessert.
Der Beitrag ist Teil unserer Reihe "Starke Geschlechter". Anlässlich zum Weltfrauentag am 08. März wollen wir in regelmäßigen Abständen interessante Frauen und Männer vorstellen, die sich mit dem Thema Gleichberechtigung beschäftigen.

Warum diese junge Frau gegen die Pille ist

In ihrem Freundeskreis ist sie schon als die bekannt, die sich gegen die Pille einsetzt: Konstanze Knelles aus Ulm ist gut über die Pille und den weiblichen Zyklus informiert. Ihr ist wichtig zu zeigen, dass Feminismus und Gleichberechtigung alle betrifft. Auch dann, wenn es um Verhütung geht. Denn eigentlich wurde an einer Pille für den Mann schon längst geforscht. Wegen der starken Nebenwirkungen wurde sie aber bis jetzt noch nicht auf den Markt gebracht. Die Nebenwirkungen sind aber ähnlich, wie die Nebenwirkungen der Pille. Das liegt unter anderem daran, dass die Zulassungsregeln für Medikamente gegenüber den 60er Jahren, in denen die Pille für die Frau herausgebracht wurde, strenger geworden sind. Trotzdem will Konstanze die Pille nicht mehr nehmen. Dadurch hat sie auch etwas über ihren eigenen Zyklus gelernt. Mehr dazu sehen sie im zweiten Teil unserer Serie "Starke Geschlechter".

Polizei geht gegen Auto-Poser in Ulm vor

Rund 500 Fahrzeuge und über 250 Anzeigen für überhöhte Geschwindigkeit. Am Samstag (06.03.2021) stellt sich die Polizei vermehrt den Auto-Posern entgegen. Bereits seit Ende Februar fallen der Polizei immer wieder Vergehen in der Umgebung auf. Die Autofahrer drehen meist große Runden um den Altstadtring und treffen sich auf nahegelegenen Parkplätzen. Viele Jugendliche und junge Erwachsene können sich nicht mehr coronakonform treffen, auch das sieht die Polizei in Ulm als Grund. So mussten die Beamten Versammlungen von Hunderten und teilweise bis 1000 Menschen auflösen. Die Anwohner beschweren sich vor allem wegen des Lärms, doch auch Beschleunigungsrennen und Umweltverschmutzung zählen zu den Delikten, die immer öfter auftreten. Wiederholte Verstöße können zu Bußgeldern bis zu 1000€ führen. Mit Zivilen Beamten und mobilen Blitzern geht die Polizei vor. Auch an den kommenden Wochenenden soll es Kontrollen geben. 

Weltfrauentag: Darum sollten sich Frauen unterstützen

Heute feiern wir den Weltfrauentag. Und weil es sogar das 110. Jubiläum ist, wollen wir diese Woche Menschen aus der Region zeigen, die sich für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern einsetzen. Heute haben wir mit Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger gesprochen. Sie setzt sich dafür ein, Frauen im Job Mut zu machen, sich auch auf Führungspositionen zu bewerben.

Werden mit Schnelltests Lockerungen möglich?

Seit heute Abend setzt die Stadt Laupheim auf kostenlose Schnelltests für die Bevölkerung und die Beschäftigten in den ortsansässigen Betrieben. Damit will sie einen Beitrag leisten, um unerkannte Infektionen mit dem SARS-2-Virus leichter aufzuspüren. Die Tests sind jeweils Dienstagabend und Samstagnachmittag möglich und werden von Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes durchgeführt. Die Stadtverwaltung zeigt hier Eigeninitiative, weil sie nicht mehr länger auf das von der Bundesregierung versprochene Testangebot warten will.
Eine Bescheinigung über ein kostenloses Testergebnis gibt es in Laupheim nicht. Doch gerade eine solche Bescheinigung könnte in Zukunft vielleicht für mehr Normalität sorgen. Das hofft der Ulmer Szene-Gastronom Marion Schneider. Seit einigen Monaten beherbergt er in seinem Club ein eigenes Testzentrum. Glücklicher wäre er aber, wenn seine Gäste bei ihm wieder feiern könnten. Doch dafür hält er die Tests derzeit zu teuer. Er arbeitet mit einem renommierten Labor aus Augsburg zusammen und bietet Schnelltests für 35 Euro an. Mit Bestätigung, wenn das Ergebnis negativ ist.

Depressionen in Zeiten von Corona

Depressionen sind ein Thema über das viel geschwiegen wird. Vor allem den Betroffenen selbst fällt es meist schwer die eigenen Krisen an zu sprechen. Isabell Schick möchte diese Menschen jetzt ermutigen sich über Ihre Krisen aus zu tauschen. Sie leidet selbst seit über 20 Jahren an chronischen Depressionen und spricht Ihre Erkrankung offen an. Doch auch bei ihr war das nicht immer so. Sie hat lange gebraucht um über Ihre Depression zu sprechen und den Auslöser ihrer Erkrankung zu verarbeiten. Dazu möchte sie nun auch andere motivieren und hat den Rettungs-Ring gegründet. Hier tauschen sich Menschen aus die psychisch erkrankt sind oder aktuell in einer Krise stecken. Im letzten Jahr wurden bereits über 400 der sogenannten "Ringe" veranstaltet. Isabell Schick hilft der Verein auch mit ihrer eigenen Erkrankung besser um zu gehen.

Blumenläden und Gartencenter bereiten sich auf Öffnungen vor 

In Baden-Württemberg dürfen die Gartencenter und Blumenläden ab Montag wieder öffnen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Die Floristen bereiten sich schon jetzt auf den Ansturm vor. Wo auf der einen Seite große Freude herrscht, ist auf den anderen Seite auch eine gewisse Unsicherheit…

Ulmer Soldaten unterstützen Klinik in Portugal

14 Soldaten aus der Region Ulm sind heute Morgen zu einem Auslandseinsatz nach Portugal aufgebrochen. In der Hauptstadt Lissabon sollen sie das Gesundheitssystem vor Ort entlasten und eine Intensivstation betreuen. Die Ärzte und Fachkrankenpfleger aus der Region haben auch einiges an medizinischer Ausstattung mit im Gepäck.
Portugal ist derzeit eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Bereits vor einigen Wochen hatte die dortige Regierung Deutschland um Unterstützung gebeten, woraufhin ein Kontingent entsandt wurde, welches in einem Krankenhaus eine Intensivstation mit acht Betten übernommen. Die Soldaten, die sich heute mit einem Transportflugzeug vom Stutgarter Flughafen auf den Weg gemacht haben, sollen diese Kräfte nun ablösen.
Den Einsatz führt dabei das Sanitätsregiment 3 aus Dornstadt, das alleine schon 11 eigenen Soldaten nach Lissabon schickt. Aus dem Bundeswehrkrankenhaus sind Oberfeldarzt Christian Jost, Oberstabsfeldwebel Andreas Gerlach und Hauptfeldwebel Johann Stoll mit im Team.
Gegen 12:00 Ortszeit ist der Airbus A400M sicher in Lissabon gelandet. Nach einer kurzen Begrüßung durch den deutschen Botschafter begann die Übergabe, damit die Kameraden des ersten Kontingents morgen nach Hause fliegen können, wo sie zunächst für 14 Tage in Quarantäne müssen.

Ulmer Schulen nutzen Schnelltests

Noch vor einem Jahr hätte sich wohl kaum einer vorstellen können, dass sich Schüler und Lehrer mal so sehr auf den Unterricht freuen. Seit heute gibt es an Grund- und Förderschulen sowie für die Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht. Weil aber auch an Schulen eine Infektionsgefahr besteht, soll eine neue Generation von Schnelltests für zusätzliche Sicherheit sorgen. Bei diesen muss der Abstrich nicht im Nasen- oder Rachenraum genommen werden, sondern nur wenige Zentimeter innerhalb der Nase.

In Ulm hat die Stadt selbst Testkits bestellt und heute an die Schulen verteilt. Insgesamt 26 Teams von Feuerwehr und Hilfsorganisationen haben Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter in die Handhabung eingewiesen. Jetzt können diese die Tests an sich selbst durchführen und ihr Wissen an weitere Lehrer weitergeben. Wenn die Einweisungspflicht entfällt, könnten die Tests zum Beispiel auch von den Schülern zu Hause verwendet werden.

100-Jähriger schaut auf sein turbulentes Leben zurück

Im zweiten Weltkrieg hat er eine lebensgefährliche Kopfverletzung überlebt - Nach dieser schrecklichen Zeit hat er sich nicht nur gegen Rechtsextremismus eingesetzt, sondern in Ulm auch beruflich einen Namen gemacht: Werner Zoberbier aus Lonsee ist vor Kurzem 100 Jahre alt geworden. Er schaut auf seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg, seine Zeit im Osten Berlins und die Reiselust während der Rentenzeit zurück. Trotz der vielen Umwege erinnert sich der 100-Jährige gerne an die Vergangenheit.

Hinweis von der Redaktion: Werner Zoberbier wurde zweimal gegen Corona geimpft. Die Redaktion hat den 100-Jährigen Mann nur mit FFP2-Maske und offenen Fenstern besucht. Außerdem wurden alle Corona-Hygiene-Regeln eingehalten.

UNESCO: Bauhüttenwesen ist jetzt immaterielles Kulturerbe

 

Mehr als 500 Jahre war das Ulmer Münster im Bau. Doch auch nach der Fertigstellung des Sakralbaus war die Arbeit der Handwerker aus der Münsterbauhütte nicht vorbei. Denn das Ulmer Münster ist eine ewige Baustelle. Ein Gebäude, das über Jahrhunderte Wind und Wetter trotzt, muss ja schließlich auch instand gehalten werden. Dafür müssen Bauteile und Steine nachgebaut werden, oft in milimetergenauer Detailarbeit. Jeder Stein ist ein Unikat.

Doch die Erhaltung des Ulmer Wahrzeichens funktioniert nur, wenn auch die Techniken und das Wissen um die Steinmetzkunst erhalten und in die Moderne übertragen werden. Dafür ist nun das Bauhüttenwesen von der UNESCO zum immateriellen Kulturgut erklärt worden.

Vom Aussterben bedroht: Bäuerin züchtet Alpine Steinschafe

Es ist eine der ältesten Schafrassen überhaupt: Das Alpine Steinschaf. Rund zwei Dutzend von diesen Tieren leben seit einigen Jahren in Mettenberg im Landkreis Biberach auf dem Hochstetterhof. Die beiden Landwirte Gesine Christ und Heinrich Baur bauen auf dem 40 Hektar großen Hof auch Gemüse in Bio-Qualität an und halten Rinder und Schweine. Die Alpinen Steinschafe haben auf dem Hof aber einen ganz besonderen Status: Sie stehen nämlich auf der Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Damit sind sie vom Aussterben bedroht.

Warum den Betreibern des Bioland-Hofes die Zucht so wichtig ist und was das Besondere an den Tieren ist, das sehen Sie im Beitrag.

Erdbeben in Sisak: Aus Heidenheim kommt Hilfe

Der Heidenheimer Dinko Cuturic hat für die Erdbebenopfer in Kroatien eine Hilfsaktion gestartet. Ein Beben der Stärke 6,4 hatte am 29. Dezember sieben Menschen getötet, etliche schwer verletzt und verheerende Schäden in der Region rund um die Stadt Sisak verursacht. Außer städtischen Gebäuden wurden auch viele private Wohnhäuser zerstört. Sisak liegt südöstlich von Zagreb und ist Heidenheims Partnerstadt.

Mit der Hilfe von vielen freiwilligen Helfern sowie Geld- und Sachspendern haben Dinko Cuturic und sein Freund Kresimir Crnkovic kurzerhand einen Transport von Hilfsgütern organisiert, der die Menschen in Sisak mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Decken und Kleidung versorgen soll.

Die Werkstatt des Heidenheimer Kfz-Händlers diente dabei zunächst als Lager, bis jedoch der Platz für die große Menge an Sachspenden nicht mehr ausreichte und die Organisatoren auf eine Kellerfläche ausweichen mussten.

Einen ersten Transport hat Dinko Cuturic bereits wenige Tage nach dem Beben begleitet, um die gespendeten Güter persönlich unter den Einwohnern von Sisak zu verteilen. Einen zweiten schickte er heute los. Vor Ort wird der Bürgermeister der Stadt Novska die Waren in Empfang nehmen und an die Hilfsbedürftigen weitergeben.

Diskussion um Präsenzprüfungen an der HNU: Senat überarbeitet Satzung

Um die anstehenden Präsenzprüfungen der Hochschule Neu-Ulm hat es in den vergangenen Tagen mächtig Wind gegeben. Trotz Alternativen hatten sich einige Lehrkräfte für die Klausur vor Ort entschieden. Das gab Kritik vor allem hinsichtlich der steigenden Infektionszahlen. Nach einem anonymen Brief, einer Studierendenumfrage und mehreren Senatssitzungen, wurde heute die Satzung mit den Sonderregelungen für dieses Semester überarbeitet.

Sollte der Prüfungsausschuss zustimmen, wird demnach u.a. gelten:

"Die abweichende Prüfungsform (also Digital oder Präsenz) ist den Studierenden aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Prüfungstermin bekannt zu geben."

"Eine Prüfungsabmeldung ist bis ein Tag vor dem jeweiligen Prüfungstermin zulässig."
(Auszüge aus der Satzung über studien- und prüfungsrechtliche Sonderregelungen im Wintersemester 20/21 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm vom 14.01.2021)

Die Einigung auf den Kompromiss innerhalb von vier Tagen ist unter anderem der Studierendenvertretung der HNU zu verdanken, die unmittelbar nach Auftauch eines anonymen Beschwerdebriefs, eine Umfrage gestartet und ausgewertet hat.

Schneechaos sorgt für Staus und Behinderungen

Viel Glück hatte eine 39-jährige Frau bei einem Auffahrunfall am Dienstagnachmittag auf der Bundesstraße 10 nördlich von Dornstadt. Bei starkem Schneefall war die Frau mit ihrem Kleinwagen in Richtung Geislingen unterwegs. An der Tomerdinger Kreuzung zeigte die Ampel rot und die Frau bremste ihren Wagen ab. Der 29-jährige Fahrer eines Kleintransporters, der hinter ihr fuhr, konnte auf der schneeglatten Fahrbahn nicht mehr anhalten und rammte trotz eines Ausweichversuches den Ford Fiesta. Das Auto der Frau wurde dadurch nach rechts in die Böschung geschoben und drohte rund fünf Meter abzurutschen. Die Dornstadter Feuerwehr musste erst mit einem Stahlseil das Auto zurück auf die Fahrbahn ziehen, bevor der Notarzt der verletzte Frau versorgen konnte. Während der Bergungsarbeiten musste die B10 zeitweise voll gesperrt werden.

Direkt auf der Kreuzung musste die Feuerwehr gleich ein weiteres Mal helfen. Von Tomerdingen kommend wollte ein Sattelzugfahrer mit seinem Lkw nach rechts in Richtung Ulm abbiegen. Er musste die Rettungsarbeiten abwarten, als er dann weiterfahren wollte, war die Fahrbahn unter seinem Fahrzeug spiegelglatt und er kam nicht weiter. Die Feuerwehrleute schippten den aufgetürmten Schnee weg und mit einem Eimer Streusalz konnte der Fahrbahn wieder griffig gemacht werden. Andere Auto- und Brummifahrer hatten ähnliches Pech. Sie bleiben vor allem an den Steigungen der Schwäbischen Alb hängen.

Glück hatten viele Kinder. Weil die Kindergärten derzeit nur im Notbetrieb sind, können sie den Schnee genießen. So waren viele Skilifte auf der Alb wieder gut gebucht. Wer das Winterwetter genießen will, hat noch bis zum Wochenende Zeit. Dann dürfte mit den etwas milderen Temperaturen wieder Tauwetter einsetzen.

Ulmer Impfzentrum wäre startklar

Wann kommt endlich der langersehnte Impfstoff? In Nordamerika, England, Israel und Bahrein hat der Impfstoff von Pfizer und Biontec schon eine Zulassung. Obwohl der Hersteller aus Deutschland kommt, müssen wir in Europa aber noch warten. Voraussichtlich bis nach Weihnachten. Technisch stehen die Impfzentren in Baden-Württemberg ab spätestens morgen bereit. Auch in Halle 7 der Ulmer Messe könnte es jederzeit losgehen.

Verfassungsschutz beobachtet „Querdenken“ – auch in Ulm?

Davidssterne mit der Aufschrift „ungeimpft“. Plakate mit „Merkel stoppen“. Das sieht man derzeit regelmäßig auf Veranstaltungen von Menschen, die sich als „Querdenker“ und die Corona-Maßnahmen als Diktatur bezeichnen. In einer Demokratie darf man Maßnahmen der Regierung hinterfragen und kritisieren. Das was sich auf den vielen Demonstrationen abspielt geht jetzt aber soweit, dass sich der württembergische Verfassungsschutz einschaltet. Einige Mitglieder der Bewegung, die auch einen Ableger in Ulm hat, stehen jetzt unter Beobachtung.

Skilift Laichingen: Betreiber hofft auf Klarheit

Minusgrade und viel Schnee im Dezember: Das sind eigentlich die perfekten Voraussetzungen für einen Tag auf der Skipiste. Wegen der Corona-Einschränkungen ist daran aber gerade nicht zu denken. Denn ein Skilift gilt als Sportstätte. Und genau die dürfen momentan wegen Corona nicht betrieben werden. Den Skiliftbetreibern bereitet diese Situation Existenzängste. Einer von ihnen ist Kurt Pöhler aus Laichingen. Er sagt, dass die Saison schon vergangenes Jahr wegen des Wetters eher mau war. "Wir hatten nur an einem Tag richtig Schnee", sagt er. Außerdem ist bisher unklar, ob sich das diesen Winter noch ändern wird. Das Sozialministerium konnte dazu noch keine klare Antwort geben.

Münchner Straße - Eine Spur für Radfahrer

Die viel befahrene Münchner Straße in Ulm soll einspurig werden. Zumindest für Autofahrer. Einer der beide vorhandenen Fahrstreifen soll in Zukunft nur den Radfahrern vorbehalten sein. Bis zum Jahr 2025 soll 25 Prozent des Gesamtverkehrs in Ulm aus Radfahrern bestehen. Das haben die Stadträte im Juli beschlossen. Mehrere Maßnahmen wurden bereits durchgeführt, um dieses Ziel zu erreichen. Keines dürfte aber eine so große Auswirkung auf Autofahrer haben wie der Plan die Münchner Straße einspurig zu machen. Wer momentan mit dem Fahrrad über die Gänstorbrücke möchte, der muss Umwege auf sich nehmen. In Zukunft sollen Radfahrer auf direktem Weg nach Neu-Ulm kommen. Der Plan stößt auch auf Kritik im Gemeinderat, unter anderem bei der CDU. Der ADFC sieht die geplante Änderung positiv. Endgültig entschieden wird aber erst im Sommer kommenden Jahres.

Ulm: Probelauf im zukünftigen Testzentrum 

Schon in den kommenden Monaten könnten ein oder mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein. Das Land Baden-Württemberg bereitet sich deshalb bereits seit Wochen intensiv auf die Impfung der Bevölkerung vor. Zurzeit sind 8-9 zentrale Impfzentren im Land geplant. Eines davon wird in Ulm sein. Am Wochenende fand dort in der Messe Ulm ein erster Probelauf statt. Um sich vom Ablauf vor Ort selbst ein Bild zu machen, waren der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Innenminister Thomas Strobl und Gesundheitsminister Manfred "Manne" Lucha in Ulm und was sie hier sahen hat sie durchweg überzeugt.

Ein Haus aus dem 3D-Drucker

In Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm) entsteht momentan ein Mehrfamilienhaus aus einem 3D-Betondrucker. Fünf Wohnungen soll es geben (davon eine Musterwohnung) verteilt auf drei Stockwerken. Nach Angaben der Verantwortlichen sind für das Projekt sechs Wochen Druckzeit geplant.

Gedruckt werden allerdings nur die Wände. Decken und Böden sind "herkömmlich" hergestellt. Damit der Druck funktioniert, nutzen die Bauarbeiter einen speziellen Beton. Der muss pumpbar sein - sich also durch den Drucker pressen lassen - gleichzeitig aber so verarbeitet sein, dass die unteren Schichten unter der Last der oberen nicht zusammenbrechen.

Das Ziel: "Gedruckte" Häuser sollen Zeit und Geld sparen. Wie viel das sein wird, können die Verantwortlichen noch nicht sagen. Man wolle erst die komplette Bauphase abwarten. Wichtig: Der Drucker soll Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern begeistern und neue berufliche Perspektiven schaffen. Ob sich der 3D-Betondruck auf dem Markt behaupten kann, sollen die nächsten Jahre zeigen.

Der Ulmer Weihnachtsbaum steht! 

Wenn der Ulmer Weihnachtsbaum aufgestellt wird, ist das für gewöhnlich mit vielen Schaulustigen verbunden. Es gibt Glühwein und Lebkuchen. Nicht aber in diesem Jahr. Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus fand das Ereignis heute ohne große Ankündigung statt. Es gibt auch keinen Weihnachtsmarkt. Die Einzelhändler hoffen, dass der Baum einige Kunden in die Innenstadt lockt. Derzeit läuft das Geschäft nur schleppend. Für den abgesagten Weihnachtsmarkt haben sich die Veranstalter der Ulm Messe etwas einfallen lassen, um die Standbetreiber in diesem Jahr zumindest etwas zu unterstützen. Auf www.ulmer-weihnachtsmarkt.de/ sind die Standbeschicker des letzten Jahres mit ihren Produkten und Kontaktdaten verzeichnet.

Den Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz wird es in diesem Jahr nicht geben, aber Weihnachtsbaum und Krippe vor dem Münster werden aufgebaut, um zumindest ein wenig weihnachtliches Flair zu verbreiten. In Zusammenarbeit zwischen dem städtischen Baubetriebshof, der Feuerwehr und den Stadtwerken werden die Bäume bei den Spendern gefällt, zum Aufstellort gebracht und auch mit Lichterketten geschmückt. Bei dem Baum auf dem Münsterplatz handelt es sich um eine Blaufichte, ca. 60 Jahre alt, aus dem Söflinger Klosterhof. Die Baumhöhe beträgt rund 18 Meter. Allerdings musste er beim Aufstellen etwas gekürzt werden.

So treffen die Corona-Maßnahmen den Flughafen Memmingen

Gerade laufen noch die Herbstferien in Bayern – normalerweise ist da nochmal so richtig viel los am Flughafen Memmingen. Dieses Jahr ist wegen der Corona-Pandemie alles anders: Die Menschen sollen, wenn möglich, zu Hause bleiben. Durch die neuen Corona-Verordnungen, die Bund und Länder Ende Oktober getroffen haben, wird die Mobilität der Menschen nochmal eingeschränkt. Und diese neue Regeln treffen auch die Flughäfen hart.

Wie stark der Einschnitt am Flughafen Memmingen im Lockdown-Light-November sein wird ist noch unklar. Sicher ist, dass dem Regionalflughafen das gesamte Jahr finanziell zu schaffen macht und geplante Investitionen kaum möglich sind.

Rivoir kritisiert Baumaßnahmen am Ulmer Hauptbahnhof

Eigentlich sollte der Ulmer Hauptbahnhof im Zuge der Bauprojekte "Stuttgart 21" und "Sedelhöfe" modernisiert werden. Darauf haben sich vor langer Zeit der ehemalige Bahnchef Rüdiger Grube und der ehemalige Oberbürgermeister Ivo Gönner geeinigt. Das Problem: Die Vereinbarung ist nie unterschrieben worden. Ein Fehler, die die Stadt Ulm jetzt zu spüren bekommt.

Denn schon vergangenes Jahr hat die Bahn mitgeteilt, dass sie den Plan der Modernisierung nicht weiter verfolgt. Ein Schlag ins Gesicht für die Stadt Ulm, die mit einem neuen Bahnhof ein harmonisches Gesamtbild mit den neuen Sedelhöfen schaffen wollte. Die Bahn möchte sich nun auf kleine Baumaßnahmen konzentrieren; unter anderem an den Bahnsteigen. Die Bauarbeiten sollen erst 2022 beginnen und etwa sieben Jahre dauern - also genau dann, wenn die Strecke für Stuttgart 21 in Betrieb geht. "Lächerlich", sagt der Landtagsabgeordnete für die Region Ulm Martin Rivoir (SPD), der seinem Ärger jetzt Luft macht. Zumal der Bahnhof in Stuttgart für knapp 300 Millionen Euro modernisiert wird, Ulm aber durchs Raster fällt. Trotzdem will Rivoir weiter Druck machen.

Ob sich nun in Sachen Bahnhof für Ulm etwas ändert weiß er nicht. Regio TV Schwaben hat auch die Deutsche Bahn um eine Stellungnahme zum aktuellen Thema gebeten (angefragt am 17.09.2020), bis heute haben wir keine Antwort erhalten.

Zoll entdeckt Goldbarren im Wert von einer Million Euro

Vier Wochen lang hat der Zoll im Großraum Ulm Sonderkontrollen bei Reiserückkehrern durchgeführt. Die Beamten haben sich auf einer Rastanlage bei Dornstadt eingerichtet.  Denn die Haupturlaubszeit ist auch gleichzeitig jedes Jahr die Hauptschmuggelzeit. Erst vor ein paar Wochen haben die Beamten über 100 Hundewelpen aus einem Transporter gerettet und unter anderem in das Ulmer Tierheim gebracht. Das war aber nicht der einzige spektakuläre Fund. Die Zollbeamten haben Goldbarren im Wert von einer Millionen Euro sichergestellt, die zwei Italiener in einem Rucksack transportiert haben. An den Sonderkontrollen waren rund 270 Beamte und Beamtinnen beteiligt. Die Bilanz: 139 Beanstandungen, 46 Strafverfahren und 75 Fälle, in denen Schmuggelware nachversteuert werden musste.

Elke Wengert aus Göggingen pflegt wilde Tiere

Elke Wengert aus Göggingen ist Leiterin der Wildtierauffangstation in Göggingen im Ostalbkreis. Hier pflegt sie wilde Tiere wie Feldhasen, Vögel, Waschbären und Fledermäuse, wenn sie krank oder schwach sind. Finder bringen sie her, Elke Wengert kümmert sich. Und das seit 40 Jahren. Füttern, pflegen, aufpeppeln. Jeden Tag von sechs Uhr Früh bis halb drei in der Nacht. Wenn die Tiere gesund sind, werden sie wieder in Freiheit entlassen. Dafür arbeitet sie mit Tierärzten und Ornithologen zusammen. Die helfen kostenlos, Medikamente aber muss Elke selbst zahlen. Genauso wie das Futter. Jeden Monat gibt sie mehr als 1.000 Euro für die Tiere aus - Spenden erhält sie nach eigenen Anhaben nur wenig. Deshalb finanziert sie alles durch ihre Rente. Und das will sie noch so lange es geht machen.

Hier geht´s zurück zur Instagram Seite.

Zoll beschlagnahmt dutzende Hundewelpen

Der Ulmer Zoll hat am Wochenende auf der A8 einen Kleintransporter mit insgesamt 94 Hundewelpen und drei Katzenbabys entdeckt und kontrolliert – dutzende Tiere wurden beschlagnahmt und im Tierheim Ulm untergebracht. Die Tiere waren teilweise krank oder auch viel zu jung für den Transport. Auf das Tierheim kommen damit viel Arbeit und hohe Kosten zu. Und das, wo die Einrichtung erst am Wochenende einen Einbruch verkraften musste, bei dem mehrere tausend Euro gestohlen wurden.

Hier geht´s zurück zur Instagram Seite.